16. Dezember 2012 | Kanu-Rennsport

Sportler des Jahres 2012 in Brandenburg: Potsdamer Kanuten triumphieren auf der ganzen Linie

Bei der Umfrage nach Brandenburgs Sportlern des Jahres 2012 sorgten die Erfolgskanuten des KC Potsdam für ein Novum in der 21-jährigen Geschichte dieser Sportlerwahl: Mit den Olympiasiegern Franziska Weber, Sebastian Brendel sowie Peter Kretschmer und Kurt Kuschela machten diesmal DKV-Rennkanuten in allen drei Kategorien das Rennen. Und ebenfalls ein Novum: alle drei Umfragesieger kommen aus einem Verein.
Sportler des Jahres 2012 in Brandenburg: Potsdamer Kanuten triumphieren auf  der ganzen Linie
Die geehrten Potsdamer Kanuten bei der Sportgala

So war es kein Wunder, dass bei der Sportgala am Samstagabend in der Potsdamer MBS-Arena nur strahlende Gesichter der Athleten und Offiziellen des KC Potsdam zu sehen waren. „Ich bin überwältigt, das ist ein grandioser Erfolg für unseren Klub. Damit hatte ich angesichts der Konkurrenz nicht gerechnet“, jubelte Vereins-Chef Torsten Gutsche nach den Auszeichnungen durch Ministerpräsident Matthias Platzeck.

Bereits zum dritten Mal in Folge bekam K2-Olympiasiegerin Franziska Weber den Titel „Sportlerin des Jahres“ in Brandenburg verliehen. „Trotzdem ist es auch beim dritten Mal schön und ich bin glücklich, denn selbstverständlich war dieser Sieg nicht“, erklärte die Potsdamerin und bezeichnete 2012 rückblickend als „ein traumhaftes Jahr“. Die 23-jährige Studentin des Bauingenieurswesens siegte deutlich mit über 28 Prozent der abgegebenen Stimmen. Das grandiose Abschneiden der Potsdamer Kanu-Damen komplettierte auf Platz zwei Katrin Wagner-Augustin, die in London zusammen mit Franziska Weber sowie Carolin Leonhardt (Mannheim) und Tina Dietze (Leipzig) im K4 der Damen Silber erkämpfte.

In der Wertung der Herren triumphierte erstmals C1-Olympiasieger Sebastian Brendel. Der 24-jährige Bundespolizeimeister-Anwärter setzte sich gar mit knapp 37 Prozent der Stimmen vor dem zweifachen Olympiamedaillen-Gewinner im Bahnradsport Maximilian Levy durch und zeigte sich selbst etwas überrascht von diesem Ergebnis: „Mit Maximilian war es schon etwas eng. Dass wir als Kanuten nun so gut abgeschnitten haben, ist eine schöne Anerkennung, vor allem, weil ja das Publikum gewählt hat. Das Ergebnis zeigt einmal mehr, dass Kanu bei uns im Land eine große Rolle spielt“, sagte das C1-Ass zu seiner Wahl und nahm sie auch mit Blick auf die Weltmeisterschaften im eigenen Land nächstes Jahr als gutes Omen: „Ich hoffe sehr, dass uns auch dann wieder viele die Daumen drücken und vielleicht auch vor Ort in Duisburg bei den Wettkämpfen unterstützen werden. Außerdem ist es eine gute Ausgangsbasis, um weitere Sponsoren für uns zu interessieren.“
Auch bei den Mannschaften sicherten sich die C2-Olympiasieger Peter Kretschmer und Kurt Kuschela erstmals den Titel als Brandenburger "Sportler des Jahres". Sie schafften dabei mit über 30 Prozent der Stimmen sogar das Kunststück, die Erfolgsfußballerinnen des 1. FFC Turbine Potsdam sowie die Zweitliga-Kicker vom FC Energie Cottbus hinter sich zu lassen. "Es ist der blanke Wahnsinn, dass wir so viele Fans in Brandenburg hinter uns haben, obwohl unser Erfolg schon ein paar Monate zurückliegt", meinte Kurt Kuschela am Samstagabend und schwelgte wie alle Potsdamer Kanuten in bester Partylaune.

Text: H.-P. Wagner
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