9. April 2018 | Kanu-Slalom

DKV-Flotte nutzt Heimvorteil und gewinnt vier von fünf Finalrennen

Zum Saisonauftakt beim ICF-Weltranglistenrennen in Markkleeberg haben die Slalom-Kanuten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) ihren Heimvorteil genutzt und vier von fünf Finals für sich entschieden.
DKV-Flotte nutzt Heimvorteil und gewinnt vier von fünf Finalrennen
Sebastian Schubert (KR Hamm) gewann im Kajak-Einer der Herren auf einer anspruchsvollen Strecke, die die Bundestrainer Thomas Apel und Sören Kaufmann in den Kanal im Kanupark Markkleeberg gehängt hatten, vor dem Slowaken Jakub Grigar und Dariusz Popiela aus Polen. „Das Rennen in Markkleeberg ist jedes Jahr ein Gradmesser dafür, wie gut man in die Saison startet, deshalb bin ich mit diesem Ergebnis auf einer solch anspruchsvollen Strecke besonders zufrieden“ resümierte Schubert nach seinem Lauf.

Im Rennen der Canadier-Zweier, für die Deutschen bereits die Entscheidung um die Vergabe der EM-Tickets, paddelten die Lokalmatadoren Franz Anton/Jan Benzien die schnellsten Zeiten und holten sich den ersten wichtigen Sieg dieses Jahres. Zur Europameisterschaft nach Prag fahren ebenfalls die heute zweitplatzierten Robert Behling/ Becker aus Schkopau sowie das drittplatzierte Boot mit David Schröder und Nico Bethge (Leipzig).

In den Canadier-Einern sorgten die deutschen Kanuten zweimal für einen Doppelerfolg: Schnellste im Finale der Frauen war die Leipzigerin Lena Stöcklin, die sich vor ihrer Vereinskameradin Andrea Herzog und der Tschechin Tereza Fiserova durchsetzte. „Der letzte Abschnitt war eine besondere Herausforderung, hier musste man nochmal kämpfen und alles daransetzen, die Linie zu treffen“, erklärte die strahlende Siegerin. Den zweiten Doppelerfolg fuhren bei den Herren Franz Anton und Leon Hanika heraus (beide Leipzig). Bronze gewann hier der Pole Hedwig Grzeorz.

Ohne Gold blieb das deutsche Team hingegen im Rennen der Kajak-Damen. Hier musste sich die Weltcup-Gesamtsiegerin des Vorjahres, Ricarda Funk, mit dem dritten Platz begnügen. Der Sieg ging an die Polin Natalia Pacierpnik, die auf dem schwierig gehangenen Kurs im Kanupark die beste Linie fand. Silber holte sich die Österreicherin Corinna Kuhnle.

„Wir hatten ein hochklassiges internationales Starterfeld, in dem wir uns messen konnten. Drei Wochen vor den nationalen Qualifikationen war dieses Rennen die erste Standortbestimmung“, sagt DKV-Chefcoach Michael Trummer.  Die ersten beiden von vier Rennen der diesjährigen Qualifikationsserie um die WM-Tickets steigen am 28. und 29. April auf dem Olympiakurs von 1972 in Augsburg.

Ergebnisse:
Herren, Kajak-Einer: 1. Sebastian Schubert (GER) 97,34 (0), 2. Jakub Grigar (SVK) 98,90 (0), 3. Dariusz Popiela (POL) 99,83 (0)
Herren, Canadier-Einer:  1. Franz Anton (GER) 106,58 (2), 2. Leon Hanika (GER) 109,63 (0), 3. Hedwig Grzegorz (POL) 111,07 (2).
Damen, Canadier-Einer:  1.  Lena Stöcklin (GER) 134,40 (4), 2. Andrea Herzog (GER) 136,52 (6), 3. Tereza Fiserova (CZE) 138,31 (6).
Damen, Kajak-Einer:  1. Natalia Pacierpnik (POL) 109,36 (0), 2. Corinna Kuhnle (AUT) 109,95 (2), 3. Ricarda Funk (GER) 110,86 (2).
Herren, Canadier-Zweier:  1. Anton/Benzien (GER) 112,48 (0), 2.Behling/Becker (GER) 116,59 (2), 3. Schröder/Bettge (GER) 120,24 (2).
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