11. Dezember 2017 | Kanu-Rennsport

Vier Kanu-Rennsportler als Brandenburger Sportler des Jahres 2017 geehrt

Ein Höhepunkt der Brandenburger Sportgala am 09. Dezember in der Potsdamer Metropolis Halle war die Bekanntgabe und Würdigung der „Sportler des Jahres 2017“. Dieser Abend voller Überraschungen und Unterhaltung hatte für alle Anwesenden einen bedeutsamen Erinnerungswert.
Vier Kanu-Rennsportler als Brandenburger Sportler des Jahres 2017 geehrt

Die Auszeichnung der von Brandenburger Sportjournalisten auserwählten Sportlerinnen und Sportler fand das ungeteilte Interesse zahlreicher verdienstvoller Gäste aus Politik, Wirtschaft und Sport. Aus den Händen von Ministerpräsident Dietmar Woidke, Ministerin für Bildung, Jugend und Sport Britta Ernst und Präsident des Landessportbundes Brandenburg Wolfgang Neubert bekamen die geehrten Athleten ihre Siegerpräsente überreicht.

Für die Kanurennsportler des Kanu-Clubs (KC) Potsdam im OSC gestaltete sich diese Sportgala zu einem einzigartigen Erlebnis: In allen drei Kategorien (weiblich, männlich und Mannschaft) belegten sie die ersten Plätze und wiederholten damit ihren Triumph aus dem Olympiajahr 2016. Zudem gehört auch die erfolgreichste Nachwuchstrainerin 2017 dem KC Potsdam im OSC an.

Die Brandenburger Sportlerin des Jahres 2017 Franziska Weber, Vizeweltmeisterin und Titelgewinnerin bei den Europameisterschaften in der nacholympischen Saison, wurde bereits zum sechsten Mal als Sportlerin des Jahres geehrt. Das hat bisher keine andere Brandenburger Athletin erreicht.
Mit Tabea Medert gehörte eine weitere Potsdamer Kanusportlerin zu dem sechsköpfigen Kandidatenkreis für die Auszeichnung. Sie gelangte auf einen beachtlichen vierten Rang.


Als unumstrittener Sieger bei den männlichen Anwärtern auf die Auszeichnung als “Bester Sportler“ wurde Canadierfahrer Sebastian Brendel gefeiert. Nach seinem Olympiatriumph in Rio bestätigte er auch in der nachfolgenden Saison mit drei Welt- und zwei Europameistertiteln sein außergewöhnliches Leistungsvermögen. Mit der fünften Auszeichnung als Brandenburgs Sportler des Jahres zog er an dem Boxer Henry Maske vorbei, der viermal diese Ehrung erhielt.
Nach wie vor zählt auch Kajakfahrer Ronald Rauhe zu den Leistungsträgern des KC Potsdam. Er belegte bei der diesjährigen Sportlerumfrage im Feld der sechs Auszeichnungsaspiranten einen respektablen dritten Platz.

Auf den ersten Platz bei der Ehrung des Teams des Jahres 2017 gelangten ebenfalls mit Sebastian Brendel, Jan Vandrey und Stefan Kiraj drei Kanurennsportler des KC Potsdam im OSC, die damit die Nachfolge des Potsdamer Zweiercanadiers  Brendel/ Vandrey vom Vorjahr antraten. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter lobte auch die Einzelleistungen der drei Potsdamer Sportler, die gemeinsam mit dem Berliner Conrad Scheibner eine überzeugende Vorstellung bei dem Gewinn des Weltmeistertitels 2017 im C4 über 1000 m boten

Schließlich wurde ebenfalls die Lehrerin-Trainerin Petra Welke vom KC Potsdam im OSC durch den Förderkreis des Olympiastützpunktes als „Beste Nachwuchstrainerin 2017“ ausgezeichnet. Damit wurde vor allem ihr maßgeblicher Anteil an der jahrelangen erfolgreichen Nachwuchsarbeit am Landestützpunkt Potsdam und ihre umfangreiche ehrenamtliche Tätigkeit gewürdigt. Fast alle der späteren Weltmeister/-innen und Olympiasieger/-innen des KC Potsdam durchliefen in jungen Jahren ihre Entwicklungsphase in der Trainingsgruppe von Petra Welke. Die kontinuierliche Arbeit mit den Sporttalenten durch das Potsdamer Trainerteam in enger Zusammenarbeit mit weiteren Landesstützpunkten und der Sportschule garantierte bislang die Heranbildung von Kanurennsportlern, die sich sowohl im nationalen Rahmen als auch auf internationalem Niveau mit Spitzenleistungen in Szene setzen konnten.

Neben zwei weiteren Ausgezeichneten bekam der Trainer Herbert Weiß von der Kanuabteilung des Brandenburger Vereins Blau Weiß Wusterwitz durch Ministerpräsident Dietmar Woidke den Ehrenamtspreis des Landes für seine 27-jährige engagierte ehrenamtliche Arbeit überreicht. Neben der Ausrichtung zahlreicher Kanuregatten hat  sich Herbert Weiß ebenfalls nachdrücklich  für die Heranbildung des Kanunachwuchses eingesetzt. Ihm ist es eine Herzensangelegenheit, seine Paddeltalente zur weiteren Entwicklung für die Potsdamer Sportschule und den dortigen Landesstützpunkt des KC Potsdam zu empfehlen. So bereitete es ihm eine besondere Freude, als die ehemals von ihm betreute und jetzt für den KC Potsdam startende Sportlerin Stine Noack bei den diesjährigen Junioren-Europameisterschaften eine Goldmedaille gewinnen konnte.

Von Günter Welke

PARTNER
 
KANU-SPORT