20. Oktober 2017 | Kanu-Freizeit

Duisburg wurde Hochburg der NRW-Paddelpiraten

Reichlich Spannung lag in der Luft, als am vergangenen Samstag rund 20 junge Paddelpiraten vom Kanu Klub Zugvogel Essen, den Freien Kanufahrern Marl und dem Kanusportverein Duisburg-Wedau samt ihren Betreuern an der Kanustation im Sportpark Duisburg-Wedau aufkreuzten.
Duisburg wurde Hochburg der NRW-Paddelpiraten

Die Kids hatten in den Wochen und Monaten zuvor bei den Vereinen eine Piratenveranstaltung mitgemacht und darüber den Weg in den Verein gefunden. In Duisburg wartete nun zum Abschluss der Paddelsaison ein besonderes Event auf sie – der Kanu-Verband NRW hatte zu einem Tag mit kleinen sportlichen Wettbewerben und vor allem viel Spaß eingeladen. Dazu lieferte der Wettergott herrlichstes Spätsommerwetter – besser hätte der Rahmen kaum sein können.
Zunächst mussten die 7 bis 13 Jahre alten Paddelpiraten ihre anfängliche Scheu – sofern diese überhaupt vorhanden war – überwinden und sich zu fünf Piratenteams zusammenfinden, und zwar gemischt Mädchen und Jungen, jüngere und ältere Kinder und auch gemischt aus mindestens zwei verschiedenen Vereinen. Sodann durften sie ihrer Fantasie freien Lauf lassen und sich einen Teamnamen ausdenken. Die einen blieben schlicht bei „Paddelpiraten“, die anderen nannten sich „Mutige Paddelpiraten“ bzw. „Paddelkiller“, ein weiteres Team nahm mit „Jack Sparrow“ Anleihe bei einem berühmten Film und auch die “Seeteufel“ stellten sich den Wettbewerben.

foto paddelpiraten kanustation wurfsack boot

foto paddelpiraten kanustation zielsichere piraten

Und die hatten es durchaus in sich. Fünf Stationen mit geheimnisvollen Bezeichnungen mussten von den Teams absolviert werden. So ging es bei der Aufgabe „zielsichere Piraten“ darum, welche Mannschaft die wenigsten Versuche benötigt, um einen Wurfsack in die Luke eines Kajaks zu werfen. Beim Wettbewerb „Schatz retten“ musste der Schatz – ein Gefäß mit einigen Süßigkeiten – auf einem Canadierpaddel über einen Hindernisparcours balanciert werden, ohne dass das Gefäß vom Paddel fällt. Auf dem Wasserspielplatz vor der Kanustation ging es beim Wettbewerb „Piratenflucht“ darum sich zu sputen, um von der großen Rutsche über das Klettergerüst, das Piratenschiff und das Floß am Ende in möglichst kurzer Zeit wieder zum Ausgangspunkt zurückzukommen. Dass dabei mancher der Paddelpiraten ziemlich außer Atem geriet, zeigt nur, dass alle ihr Bestes für ihr jeweiliges Team gaben.
Natürlich kam auch das Paddeln nicht zu kurz. Beim Wettbewerb „Kräftemessen“ kam es auf Kraft und effektives Teamwork im 4er-Canadier an, um das gegnerische Piratenteam auf die eigene Seite zu ziehen, und beim Wettbewerb „Piratenangriff“ versuchten die Mannschaften im 4er-Canadier, mit einem Wurfsack möglichst viele Treffer im Boot der anderen Piraten zu landen. Zwischendurch konnten die Kids und Betreuer bei einem Piratenimbiss mit Pommes und Brat- oder Currywurst neue Kräfte sammeln.

foto paddelpiraten kanustation krftemessen 2

foto paddelpiraten kanustation vorbereitungen drachenboot

Zum Schluss vereinte schließlich noch ein Drachenboot-Törn unter dem stimmgewaltigen Kommando von Kapitän Uwe die jungen Paddelpiraten. Bei den Wettbewerben zuvor noch Kontrahenten, mussten sie nun beweisen, dass sie im Gleichklang der Paddelschläge auch alle an einem Strang ziehen können, was auch ziemlich gut gelang. Uwe bescheinigte jedenfalls seiner Besatzung, „ihr wart eine dufte Truppe“.
In der Zwischenzeit hatte das Organisationsteam vom Kanu-Verband NRW alles für die große Siegerehrung vorbereitet. Gespannt warteten die Kids nach der Rückkehr von ihrem Drachenboot-Törn auf das Ergebnis der Wettbewerbe. Dass in der Summe die „Mutigen Piraten“ die meisten Punkte gefolgt von den „Paddelpiraten“, dem Team „Jack Sparrow“, den „Paddelkillern“ und den „Seeteufeln“ sammelte, gab am Ende aber gar nicht den Ausschlag. Alle Teilnehmer erhielten eine Medaille und eine Urkunde und durften zudem noch ein Los ziehen, mit dem noch ein Preis aus dem Angebot kleiner Dinge für Schule, Spiel und Sport verbunden war. So fuhr jeder der jungen Paddelpiraten freudestrahlend mit reicher „Beute“ nach Hause. Doch neben Medaille, Urkunde und Preis steht auf der Habenseite vor allem auch die Begeisterung der Kids, einen tollen Tag in Duisburg erlebt zu haben, der viel Spaß gemacht hat.

Zu diesem Fazit kamen nicht nur die Kids, sondern auch die fleißigen Betreuer. So hatten Svea Guntermann, Mark Panek und Fabian Andres von der KanuJugend NRW, zudem Uwe Hoffmann sowie auch Jugendfachkraft Sandra Scholzen als Schiedsrichter bei den einzelnen Wettbewerben dafür gesorgt, dass alles wie am Schnürchen ablief und jedes Piratenteam seinen Spaß hatte. Auch die anwesenden Eltern, die als Zuschauer dem Saisonfinale der Paddelpiraten beiwohnten und ihre Sprösslinge natürlich eifrig anfeuerten, zeigten sich von der auch vom Landessportbund NRW unterstützten Veranstaltung angetan. Eine Mutter der Duisburger Teilnehmer meinte im Nachhinein gar, ihre beiden Jungs seien am Montag stolz wie Oskar mit ihrer Medaille in die Schule gestiefelt. So war den jungen Paddelpiraten für das Saisonfinale in Duisburg wohl nicht zu viel versprochen worden.

Bericht: H.-P. Wagner

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