27. Mai 2018 | Kanu-Rennsport

Weltcup Duisburg: Weltmeister-K4 der Herren bleibt ungeschlagen

Zum Abschluss der Finalrennen beim 2. Weltcup der Saison in Duisburg wahrte der K4 der Herren über 500m in der Besetzung Rendschmidt/Rauhe/Liebscher/Lemke mit einem erneuten Weltcupsieg auch zu Beginn der neuen Wettkampfsaison seine weiße Weste. Darüber hinaus erkämpften die Canadier-Herren einmal Silber und zweimal Bronze. Außerdem verzeichneten die DKV-Athleten noch zwei Langstreckensiege.
Weltcup Duisburg: Weltmeister-K4 der Herren bleibt ungeschlagen
Weltcup-Gold für den K4 der Herren © U. Freise

Die K4-Weltmeister Max Rendschmidt (Essen), Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher (Dresden) und Max Lemke (Mannheim-Sandhofen) setzten sich im 500m-Finale am heutigen Tag mit einem starken Endspurt gegen das bei Hälfte der Distanz noch führende ungarische Boot durch siegten am Ende mit 0,8 Sekunden Vorsprung vor Ungarn und Russland. Schlagmann Max Rendschmidt sprach nachher von einem „sehr harten Rennen“ und meinte: „Es rumpelt noch ein bisschen, aber dafür, dass wir nur wenig zusammen trainieren konnten, war es eigentlich recht gut. Bis zur EM in 14 Tagen gibt es aber noch ein paar Sachen zu tun.“ Ronald Rauhe ergänzte: „Es fehlt noch etwas an der Feinabstimmung. Wir sind alle vier ja sehr sensible Perfektionisten im Boot, von daher ist es Meckern auf hohem Niveau, wenn wir uns noch an Kleinigkeiten stören.“ Dies sei aber nötig, um bei der EM ein noch besseres Rennen hinlegen zu können, denn in Belgrad warte z. B. mit Spanien noch weitere hochkarätige Konkurrenz.
Auf dem Silber- und dem Bronzerang beendeten hinter dem Sieger Ivan Shtyl aus Russland Stefan Kiraj und Jan Vandrey (beide Potsdam) das Finale im C1 über 200m. Stefan Kiraj setzte sich dabei um knapp acht Hundertstelsekunden vor seinem Vereinskollegen durch, der mit einem riskanten Zielsprung Bronze sicherte, dabei allerdings eine Kenterung in Kauf nehmen musste. „Wenn es um die Medaillen geht, muss man schon mal das höchste Risiko eingehen“, meinte Jan Vandrey zu seinem Zielsprung mit anschließendem Bad. Silbermedaillengewinner Stefan Kiraj sagte: „Wir hatten beide gehofft eine Medaille zu kriegen und freuen uns total darüber, daran hätte auch nichts geändert, wenn Jan Silber und ich Bronze bekommen hätte. Heute waren die Bedingungen mit Gegenwind für mich etwas besser, es hätte aber auch anders ausgehen können.“
Im C1 über 500m fuhr Sebastian Brendel (Potsdam) wie schon im C1 über 1000m hinter dem Sieger Martin Fuksa (CZE) und Isaquias Queiroz des Santos (BRA) auf den Bronzerang und zeigte sich damit zufrieden: „Die beiden fahren nun schon über mehrere Jahre mit vorn und haben es auf jeden Fall verdient. Oft genug habe ich ja gewonnen. Mal sehen, ob ich den 500m-Einer auch zur WM fahre, zutrauen würde ich es mir schon. Zur EM aber werde ich mich auf die 1000 und die 5000m konzentrieren“, so der Potsdamer. Auf Platz vier im 500m-Finale kam das zweite deutsche Boot mit dem zweifachen Goldmedaillengewinner im C2 Peter Kretschmer (Leipzig).
Weitere gute A-Finalergebnisse verzeichneten im K1 der Herren über 500m Jacob Schopf und Marcus Groß (beide Berlin) mit Rang vier und fünf. Dabei verfehlte Jacob Schopf Bronze um lediglich rund drei Hundertstelsekunden. Im Candier der Damen schnitten Lisa Jahn (Berlin) im C1 über 200 und Annika Loske (Potsdam) im C1 über 500m mit jeweils Platz fünf überaus respektabel ab. Im K4-Finale der Damen über 500m kamen Sabrina Hering-Pradler (Hannover), Franziska Weber (Potsdam), Steffi Kriegerstein (Dresden) und Conny Waßmuth (Potsdam) hinter Neuseeland, Polen und Russland auf Rang vier, das zweite deutsche Boot mit Jasmin Fritz (Magdeburg), Sarah Brüßler (Karlsruhe), Melanie Gebhardt (Leipzig) und Nina Krankemann (Magdeburg) belegte Platz sechs. Das Sprintfinale im K1 der Herren beendete Felix König (Potsdam) auf Rang sieben.

DKV-Präsident Thomas Konietzko resümierte angesichts der Bilanz des DKV-Teams mit fünfmal Gold, einmal Silber und fünfmal Bronze vor den abschließenden Langstreckenrennen: „Ich bin von den Ergebnissen nicht überrascht. Wir haben in Disburg ein bärenstarkes Kajak-Herren Team, ein gutes Canadier-Herren Team, nicht so starke Kajak-Damen und erfreuliche Fortschitte bei den Canadier Damen gesehen. Im Kajak der Damen ist uns deutlich aufgezeigt worden, dass wir mehr tun müssen. In Sachen Qualifikation ist die Entscheidung über unsere Boote in den olympischen Klassen auf dem Wasser gefallen, das eine oder andere Talent wird aber in den nichtolympischen Klassen sicher eine Chance erhalten.“

Weiterlesen: Langstreckensiege für Hoff und Loske
 

Text: H.-P. Wagner, Foto: U. Freise

Komplette Ergebnisse  hier

Weitere Stimmen aus dem DKV-Team zum Weltcup-Wochenende:

Stefan Kiraj (2. Platz C1 200m) und Jan Vandrey (3. Platz C1 200m):
https://youtu.be/Dfm1v_DxDF8

Yul Oeltze und Peter Kretschmer (1. Platz C2 1.000m und 500m):
https://youtu.be/Nzn5MkmoFes

Max Hoff und Marcus Groß (1. Platz K2 1.000m):
https://youtu.be/04ioCZacw2M

Sebastian Brendel (3. Platz C1 1.000m):
https://youtu.be/paNZg2yy3co

Max Rendschmidt (1. Platz K1 1.000m) & Tom Liebscher (3. Platz K1 1.000m):
https://youtu.be/o4z9tkv_iOA

Lisa Jahn und Sophie Koch (3. Platz C2 500m):
https://youtu.be/Lt-Ltm9sY4I

Ronald Rauhe:
https://youtu.be/dgEZEtN_gWI

Arndt Hanisch:
https://youtu.be/75_55ZkjisI

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