14. September 2016 | Olympia / Paralympics

Drei deutsche Parakanuten im Finale

Edina Müller und Tom Kierey mit Titelambitionen
Drei deutsche Parakanuten im Finale

Gleich drei der vier deutschen Parakanuten haben es ins Finale am Donnerstag geschafft. Die ersten paralympischen Kajakrennen auf der Regattastrecke Lagoa Rodrigo de Freitas waren in sechs Wettkämpfen mit 59 Athleten aus 25 Nationen starteten heute morgen ab 9 Uhr Ortszeit mit den Vorläufen und Semifinalrennen.

Edina Müller gewann mit deutlichem Abstand von über drei Sekunden ihren Vorlauf in der KL1 und kam damit direkt ins morgige Finale. Die amtierende Weltmeisterin aus Hamburg wurde ihrer Favoritenrolle durchaus gerecht. Ihre schärfste Konkurrentin, Jeanette Chippington aus Großbritannien, blieb mit ihrer Zeit im zweiten Vorlauf nur knapp hinter Müllers Zeit. So ist morgen um 9 Uhr ( 14 Uhr in Deutschland) ein harter Fight um die erste Goldmedaille in einem paralympischen Kajakrennen zu erwarten. Edina Müller sagte dazu: „ Gold in Rio zu holen wäre der Wahnsinn!“

Als nächster deutscher Starter wird dann Ivo Kilian um 9:34 Uhr sein Finalrennen in Angriff nehmen. Er musste heute nach dem Vorlauf noch den Zwischenlauf absolvieren, um sich fürs Finale zu qualifizieren. Sein Heimtrainer Ronny Waßmuth meinte, nachdem klar war, dass Kilian es geschafft hat: „Das war aber eine Zitterpartie!“ Die Favoriten im Endlauf der KL 2 sind nach ihren souveränen Vorlaufsiegen Markus Mendy Swoboda aus Österreich und der Australier Curtis McGrath.

„Der Vorlauf war super und hat eine Menge Spaß und Selbstvertrauen mit sich gebracht“ so postete Tom Kierey nach seinem Vorlaufsieg in der KL 3. Tom Kierey  lies in seinem Rennen K1 200m nichts anbrennen. Als Tagesschnellster kann er mit breiter Brust in das morgige Finale gehen. Kierey dazu noch: „Morgen wird es ernst und dann heißt es alles geben. Ich kann's kaum erwarten.“ Der Mitfavorit Serhii Jemelianov (UKR) zeigte unerwartete Schwächen, wird im Finale aber genau wie der Brasilianer Caio Ribeiro de Carvalho nicht zu unterschätzen sein.

 Anke Molkenthin schied nach einem starken Semifinal-Rennen aus. Die Doppelstarterin, Pararudern und Parakanu, aus Bayern war erst durch den Ausschluss der russischen Mannschaft ins Parakanu-Team nachgerückt.

Tom Kierey war als einziger der deutschen Parakanuten für die Renntage im olympischen Dorf geblieben. „ Ich möchte meinen hier gewohnten Rhythmus beibehalten.“ Alle anderen waren am Dienstag in ein an der Strecke gelegenes Hotel umgezogen. Da die Rennen ja um 9 Uhr Ortszeit beginnen, wäre der lange Anfahrtsweg zu beschwerlich gewesen. Kiereys Rennen sind erst eine Stunde später.

Nach den Befürchtungen vom Dienstag wegen des starken Seitenwinds und des hohen Wellengangs zeigte sich die Strecke heute von einer besseren Seite. Der Wind kam von vorne, und die Wellen waren erträglich. Für die Finalrennen werden auch gemäßigte Windbedingungen erwartet.

Hier die Startzeiten ( nach deutscher Zeit)

14:00 Uhr: Edina Müller in der KL 1 auf Bahn 4

14:34 Uhr: Ivo Kilian in der KL 2 auf Bahn 8

15:10 Uhr: Tom Kierey in der KL 3 auf Bahn 4

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