5. Juni 2018 | Parakanu

Gut vorbereitet zur Europameisterschaft nach Belgrad

Cheftrainer Arne Bandholz nach Trainingslager sehr zuversichtlich
Gut vorbereitet zur Europameisterschaft nach Belgrad
Ivo Kilian will aufs Podest (Bild: C. Schlisio)

Vom 8. Bis zum 10. Juni finden in Belgrad die Europameisterschaften der Kanurennsportler und der Para-Kanuten statt. Die deutsche Para-Kanu-Nationalmannschaft reist mit sechs Athleten an. Allen traut Cheftrainer Arne Bandholz die Finalteilnahme zu: „Der Europameisterschaft sehe ich sehr positiv entgegen und rechne dort mit drei bis vier Podiumsplätzen. Das Trainingslager zur Wettkampfvorbereitung in Kienbaum lief für alle Teilnehmer hervorragend, und ich konnte einen sehr guten Eindruck vom Leistungsstand der Athleten gewinnen.“

Straffes Programm durch Doppelstarts

Wie beim Weltcup in Szeged werden einige der deutschen Para-Kanuten sowohl im Kajak als auch im Va´a an den Start gehen. So die beiden Sportler vom Halleschen KC54, Ivo Kilian und Anja Adler. Beide legen den Schwerpunkt auf den Va´a, wo sie seit dieser Saison in die Startklasse Vl 3 eingestuft wurden. Beide waren in den vergangenen Jahren als Europameister und WM-Zweite schon sehr erfolgreich. Durch die neuen Klassifizierungsregeln und dadurch bedingte neue Zusammensetzungen der Startklassen im Va´a kommt jedoch starke, weniger behinderte Konkurrenz auf beide zu. Trotzdem setzen die beiden Athleten alles daran, einen Platz unter den ersten Drei zu erreichen. Im Kajak heißt das Ziel, Erreichen des Finales.

In der Vl 3 startet auch Ali Kardooni vom SC Magdeburg. Die starke Konkurrenz wird es ihm, der aus beruflichen Gründen ein Jahr keine internationalen Wettkämpfe bestritt, schwer machen, den Endlauf zu erreichen.

Die Silbermedaillengewinnerin von Rio, Edina Müller, Hamburger KC, setzt vor allem auf das Kajakrennen. In der Startklasse Kl1 war sie nach dem Einstand beim Weltcup in Szeged durchaus zuversichtlich. Ihr ist hier ein Podiumsplatz zuzutrauen. Da sie im Va´a erst seit April wirklich trainieren kann, und in die höhere Startklasse Vl 2 eingestuft worden war, ist hier ein Mittelfeld-Platz im Finale schon als Erfolg zu werten.

Die „Neuen“ im Team voller Zuversicht

Eine neue Para-Kanutin kommt von Bertasee Duisburg. Die Rollstuhlfahrerin Katharina Bauernschmidt wird  im Va´a, in dem sie bei der Sichtung in Duisburg bereits sehr gute Leistungen gezeigt hatte, starten. Sie sagt vor ihrem ersten internationalen Rennen:“ Ich bin fit und guten Mutes meine beste Leistung zur EM abrufen zu können!“ Sie wird, je nach Startklassen-Einteilung bei der Klassifizierung, auch im Kajak an den Start gehen.

Seinen zweiten internationalen Start wird Peter Grabosch, VfK Wuppertal, haben. Der hoch querschnitt-gelähmte Sportler sagt dazu:“ Ich hoffe, trotz meiner etwas höheren Behinderung gegenüber  den anderen Paddlern in der Vl 2, den Abstand zum Rennen beim Weltcup zu verringern.“ In Szeged hatte er schon das Finale erreicht.

Die stärksten Konkurrenten der deutschen Parakanuten kommen, wie seit Jahren, vor allem aus Großbritannien. Doch auch die beim Weltcup nicht vertretenen Fahrer aus Russland und Spanien sind nicht zu unterschätzen.

Arne Bandholz sagt abschließend noch:“ Trotz dieser positive Prognose für die anstehenden Wettkämpfe sollten wir die Weltmeisterschaften nicht aus den Augen verlieren, hier sind wir durch die Strukturen und die neue Klasseneinteilung leider etwas im Nachteil. Ich sehe die Europameisterschaften als wichtigen Meilenstein, der aber mit den Weltmeisterschaften dann im August in Portugal nicht verglichen werden kann.“

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