27. Juni 2017 | Kanu-Freizeit

Stand-up-Paddeln war der Renner beim Festival in Mardorf

Die ersten Versuche enden auch mal im Wasser, aber schon bald haben die Anfänger den Trick raus: stehend auf dem Steinhuder Meer paddeln.
Stand-up-Paddeln war der Renner beim Festival in Mardorf

Zahlreiche Interessierte nutzten das Paddelfestival in Mardorf, um das Kanufahren kennenzulernen. Stand-up-Paddling war dabei ganz klar der Favorit.

Eine ganze Batterie von Booten und Boards hatten die Organisatoren vom Landes-Kanu-Verband (LKV) Niedersachsen und der Kanu- und Segelgilde Hildesheim (KSGH) am Strand aufgereiht. Einer- und Zweierkajaks, Canadier, Stand-up-Boards und Kanusegelboote (schmale Jollen mit rundem Heck und Ausreitbrettern) lagen zum Ausprobieren bereit. Erfahrene Kanuten erklärten Paddelneulingen die Grundbegriffe und begleiteten sie aufs Meer hinaus. Wellen und Windböen waren recht heikel, doch trotz des unfreundlichen Wetters sind an beiden Tagen etliche kleine und große Paddelfreunde der Einladung zum Schnupperpaddeln gefolgt.

Berliner paddeln am Steinhuder Meer
Ulrike und Oliver Marx aus Berlin zum Beispiel waren bei ihren Eltern in Mardorf zu Besuch und freuten sich über das Angebot am LKV-Gelände. „Endlich habe ich meinen Mann ins Boot bekommen, das wollte ich schon immer“, sagte Ulrike Marx. Nach einer kleinen Rundtour im Zweier-Canadier unter präziser Anleitung waren beide begeistert.

Vom Kanu-Segeln und Kajakfahren
Marit Praetz von der KSGH hatte sich von ihrem Studienort Münster zum Steinhuder Meer aufgemacht, um Mutige in das Kanusegeln einzuweisen und mit ihnen segeln zu gehen. Marina Schmidt war aus Hildesheim angereist, um verschiedene Kanusportarten auszuprobieren; sie will künftig häufiger in den Einerkajak steigen. Das größte Interesse fand allerdings das Stand-up-Paddeln (SUP). „SUP liegt im Trend, immer mehr Kanuvereine nehmen es ins Programm auf“, weiß Christine Löffler. Sie betreut die neue Sparte im LKV und versucht Vereine dafür zu begeistern und zu qualifizieren.

Positive Bilanz
Zufrieden zeigte sich zum Abschluss des zweitägigen Paddelfestivals Organisator Christian Wulf von der KSGH: „Den Teilnehmern hat es Spaß gemacht. Viele haben gesehen, wie ideal das LKV-Gelände in Mardorf und das Steinhuder Meer für den Kanusport sind“, so seine Bilanz. Das sei das Ziel gewesen, und ein paar Neupaddler seien darüber hinaus auch gewonnen worden. 2018 soll das Festival auf jeden Fall eine Neuauflage erleben – dann vielleicht bei besserem Wetter und mit noch größerer Beteiligung der Kanuvereine in Niedersachsen.

Von Annette Rexing
BIld: Sören Dreyer

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