13. Januar 2016 | Kanu-Rennsport

Rennsportler absolvierten ungewohnte Wassersport-Einheit

Gewöhnlich sind sie schnell auf dem Wasser unterwegs, beim Athletik-Trainingslager derzeit in Kienbaum versuchten sich die Athleten des Canadier-Nationalteams u. a. in einer neuen Disziplin im Wasser: Zur Abwechslung stand ein Wasserballspiel auf dem Trainingsplan.
Rennsportler absolvierten ungewohnte Wassersport-Einheit
Eine Trainingseinheit, die es in sich hatte

Gemeinsam mit einigen Athleten der Kajak-Damen und -Herren ging es dabei hoch her, allerdings mit kleinen Vorteilen für die etwas größer gewachsenen Athleten, wie Sebastian Brendel aus Kienbaum berichtete: „Man konnte sich im Schwimmbecken schon ab und an mal für einen kurzen Moment hinstellen, musste allerdings auch immer wieder rasch losschwimmen, um am Spiel teilzunehmen.“ An Ehrgeiz ließen es die Sportler dabei nicht fehlen, jeder Ball war heiß umkämpft. „Wasserball ist schon ein harter Sport. Ich weiß gar nicht, wie das Spiel am Ende ausgegangen ist, es war auf jeden Fall ein sehr gutes Training sowohl für die Kondition als auch für die Schnelligkeit. Und es hat richtig Spaß gemacht“, meinte der  C1-Weltmeister.
Doch Wasserball ist beileibe nicht alles, was die Rennsport- Athleten derzeit im Athletiktrainingslager fordert. Tägliches Krafttraining, bei dem vor allem die Entwicklung der Kraftausdauer und der Maximalkraft- fähigkeiten im Vordergrund steht, allgemeines Athletik-Training, Spiel-, Lauf- und Schwimmeinheiten sowie Staffelspiele stehen beim Auftaktlehrgang für die Olympiasaison seit dem 3. Januar auf dem Programm. Ziel dabei sei es, die allgemeinen Grundlagen mit unspezifischen Trainingsmitteln auf höchstem Niveau zu entwickeln, unterstrich Canadier-Bundestrainer Ralph Welke. „Nach den Feiertagen und dem Neujahrswechsel war bei allen erkennbar, dass sie mit hohem Einsatz die erste Etappe der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele in Rio als erklärtes Ziel ansehen“, konnte er in Kienbaum feststellen.  Ralph Welke verwies zudem auf die guten Bedingungen vor Ort und die sehr gute Begleitung des Trainings durch die verantwortlichen Physiotherapeuten. Dies schaffe ein positives Trainingsklima, in dem die Belastungsanforderungen mit hohen Umfängen in der erforderlichen Intensität zielorientiert absolviert werden könnten.
Auch Sebastian Brendel zeigte sich nach den bisher eineinhalb Wochen Athletiktrainingslager  zufrieden mit dem Verlauf: „Ich bin bislang gut durchgekommen und habe eine Menge Trainingsstunden absolviert. Ein solcher Kraftblock wie hier ist aus meiner Sicht sehr effektiv, ich habe dies in den letzten Jahren schon so gemacht und da hat es ganz vernünftig funktioniert. Für die Ausdauer im Boot haben wir ja in Florida schon einiges getan und es kommen ja auch noch weitere Trainingslager“, so der C1-Champion.

Text: H.-P. Wagner nach Informationen von R. Welke (Bild)
 

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