11. Dezember 2016 | Kanu-Rennsport

Rennkanuten gewinnen auch bei den Sportlerwahlen in Brandenburg und Berlin

Mit Sebastian Brendel, Jan Vandrey, Franziska Weber und Marcus Groß konnten sich gestern Abend in Potsdam und Berlin gleich vier Rennsport-Olympiasieger bzw. Silbermedaillengewinner als „Sportler des Jahres 2016“ feiern lassen.
Rennkanuten gewinnen auch bei den Sportlerwahlen in Brandenburg und Berlin
J. Vandrey u. S. Brendel mit Sponsor R. Rabe (ZAL)

Bei der feierlichen Ehrung der "Sportler des Jahres" im Land Brandenburg triumphierten die Erfolgskanuten aus Potsdam auf ganzer Linie: Doppelolympiasieger Sebastian Brendel gewann die Wahl bei den Männern sowie gemein- sam mit seinem Gold-Partner aus dem Canadier-Zweier von Rio Jan Vandrey auch bei den Mannschaften und Franziska Weber entschied die Wahl bei den Damen für sich.

Vor rund 600 Gästen aus Sport, Politik und Wirtschaft durfte Sebastian Brendel bei der Sportgala in der Potsdamer Metropolis Halle die Auszeichnung als bester Brandenburger Sportler nach 2012, 2014 und 2015 bereits zum vierten Mal entgegennehmen. Dennoch war seine Freude nicht weniger groß: „Ich freue mich sehr darüber, dass es wieder geklappt hat, nachdem ich bei anderen Sportlerwahlen in diesem Jahr zwar unter den Nominierten war, es am Ende aber nicht zur Auszeich- nung gereicht hat. Zu Brandenburgs Sportler des Jahres gewählt zu werden ist eine schöne Ehre. Besonders freut mich, dass mir dies zusammen mit Jan erstmals auch bei den Mannschaften gelungen ist“, meinte der 28-jährige Bundespolizist zu dem Abstimmungsergebnis einer Fachjury und bedankte sich auf seiner Facebook-Seite für die Anerkennung und Wertschätzung ihrer Leistungen. Erfreulich sei zudem, dass es mit den Auszeichnungen von Potsdam, dem Sieg von Marcus Groß in Berlin und dem Wahlerfolg von Max Rendschmidt am Tag zuvor in Essen bei den Sportlerehrungen ein sehr erfolgreiches Wochenende für den Kanusport war, unterstrich der gebürtige Schwedter.

Die Silbermedaillengewinnerin im K2 und im K4 von Rio Franziska Weber triumphierte bereits zum fünften Mal bei der Brandenburger Sportlerwahl, konnte die Auszeichnung am gestrigen Abend jedoch nicht persönlich in Empfang nehmen. Aus dem wohlverdienten Urlaub grüßte die 27-jährige Potsdamerin per Video mit den Worten: "Ich bin heute noch unendlich stolz darauf, was wir in Rio geleistet haben. Dieses Jahr mit dem Titel 'Sportler des Jahres' abzuschließen, freut mich unheimlich."

In der Hauptstadt wählten die Sportfans und eine Expertenjury Kajak-Doppelolympiasieger Marcus Groß zum Berliner „Sportler des Jahres 2016“. Für den 27-jährigen Bundespolizisten war es die erste große Auszeichnung bei den Sportlerwahlen, dementsprechend stand ihm bei der glamourösen Gala mit 2400 Gästen in der   Estrel Convention Hall auch die Freude über den knappen Umfragesieg vor Diskus-Olympiasieger Christoph Harting ins Gesicht geschrieben. „Der Preis ist eine Riesen-Auszeichnung. Dieser goldene Bär zeigt, dass in Berlin auch die Leistungen in Randsportarten honoriert werden“, sagte Berlins erfolgreichster Athlet bei den Spielen in Rio zu seiner Ehrung. Ebenfalls in Berlin nominiert war in der Kategorie Trainer Eckehardt Sahr, er kam bei der Abstimmung am Ende auf Platz neun.

Text: H.-P. Wagner

 

 

 

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