19. Juni 2017 | SUP

Plastic Soup Surfer Merjin Tinga beim Post SV Bonn

Am vergangenen Freitag, den 16.6.2017, traf der Plastic Soup Surfer Merjin Tinga eine Delegation des Post SV Bonn in Rolandswerth und begleitete diese bis zum Bootshaus des Post Kanu-Vereins in Bonn.
Plastic Soup Surfer Merjin Tinga beim Post SV Bonn

Auch zwei Boote des Gymnasialruderklubs des Beethovengymnasiums hatten sich dem niederländischen Umweltaktivisten angeschlossen. In Bonn gab es eine Pressekonferenz auf dem hölzernen Anlegesteg des Schülerruderklubs, zu der viele Fotografen und Vertreter der Presse, der Bürgermeister Reinhard Limbach und Nick Nuttall vom Sekretariat der Klimakonvention der UN.

Einige Kilometer weiter hat der Abwasserexperte der Stadt Bonn Achim Höcherl Merijn Tinga die Kläranlage Bonn gezeigt und ihm die gängige Abwasserbehandlung erklärt. Zum Abschluss der Besichtigung wurde der Stand-up-Paddler Minga zumAbendessen beim Post SV Bonn eingeladen: "Er ist ein passionierter und gleichzeitig sehr normaler netter Sportler" meinte Gabriele Koch, DKV-Ressortleiterin Service. "Er vertritt sein Anliegen mit Herz und physischer Kraft. Und gestern brauchte er bei 5Bft Wind aus Nord-West auf dem Rhein sogar etwas mehr Kraft. Natürlich habe ich ihm auch unseren Abfallsammelbeutel MUSS erklärt und mit auf den Weg gegeben."

Über Merijin Tinga und seine Projekte:

Merijn Tinga ist gelernter Biologe, hat in Leiden (Niederlanden) studiert. Seit 2000 ist er als Künstler tätig mit Kunstobjekten mit sozialer Aussage/message. Seit 2014 beschäftigt er sich mit dem Thema Plastikmüll. Er hat an den niederländischen Stränden Plasikmüll gesammelt und diesen zu Surfbrettern verarbeitet. Mit Surfboards ist er entlang der belgischen und niederländischen Küste mit dem Kite gesurft, um auf das Problem der im Meer gelandeten Plastikabfälle hinzuweisen. Im Jahr 2015 ist er fünf Monate lang rund um Skandinavien und auf der Nordsee gesegelt und hat Plastikmüll eingesammelt. Er wollte damit ein Verbot von pfandfreien Plastikflschen erwirken.

Das jetzige Projekt, bei dem er mit einem aus gesammelten Plastikflaschen, die er am Strand gefunden hat, gebautem SUP-board den Rhein 1200 km hinab bis zur Nordesee zu paddeln, will er ein weiteres Mal auf das Verbot pfandfreier Flaschen aufmerksam machen. Er ruft zur Abfallvermeidung auf. Unter anderem fordert Tinga, für kleine PET-Flaschen ein Pfandsystem einzuführen.

Weitere Informationen unter: plasticsoupsurfer.org

Bild: Eelke Dekker

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