21. April 2017 | Parakanu

Parakanuten gut vorbereitet zur ersten nationalen Qualifikation

Die deutschen Parakanuten beginnen die Saison 2017 gleich mit den ersten Qualifikationsrennen zur Nationalmannschaft in Brandenburg/Havel.
Parakanuten gut vorbereitet zur ersten nationalen Qualifikation
Edina Müller in Florida

Auf dem Beetzsee werden am Samstag ab 10:30 Uhr die 200m Rennen gestartet, eingebettet in die zeitgleich stattfindenden Qualifikationsrennen der Kanuten. Gemeldet haben Parakanuten aus Hamburg, Sachsen-Anhalt, Bayern, Berlin und Brandenburg.
Alle Sportler haben sich für die Saison nach den ersten Paralympics für Parakanuten intensiv vorbereitet, um erfolgreich in den nächsten paralympischen Zyklus zu starten.

Die Vorbereitungen konnten dabei aber nicht unterschiedlicher ausfallen. Edina Müller vom Hamburger KC konnte durch die Unterstützung ihrer privaten Sponsoren zwei Wochen Warmwasser-Training unter der Sonne Floridas durchführen. Sie durfte dabei Boote von Debbie Page, Parakanu-Cheftrainerin der USA,  benutzen. Hinterher schwärmte sie vom Paddeln mit Delfinen und Manatees, und einer Trainingseinheit im K2 mit Tina Dietze. Erst Kienbaum und dann Cottbus waren dagegen die Trainingsstationen der Parakanuten des Halleschen Kanuclubs 56. Kaum wärmer wird es wohl in Schwedt/Oder gewesen sein, wo die Sportler von Aktiv e.V Stahnsdorf ihren Vorbereitungslehrgang durchführten. Schneeregen und Hagel gar waren die Begleiter von Anke Molkenthin ( Schleißheimer PC) bei ihren Oster-Trainingseinheiten in Hof. Das tat sie mit einer Portion Humor ab:“ So bin ich gut vorbereitet auf alle Wetter-Widrigkeiten in Brandenburg.“

Arne Bandholz, der neue Cheftrainer, und Ressortleiter Ronny Waßmuth erwarten vor allem von den Paralympics –Startern Edina Müller, Tom Kierey ( KC Borussia Berlin) und dem Hallenser Ivo Kilian ansprechende Leistungen, mit denen sie die geforderten Normen erfüllen. Sie hoffen auch auf den Nachwuchs. Denn nach den Paralympics in Rio haben doch einige langjährige erfolgreiche Parakanuten das Paddel an die berühmte „Wand“ gehängt.

In Rom werden derweil beim Treffen der internationalen Klassifizierer auch die neuen Klassifizierungs-Kriterien für die Va´a Paddler besprochen. Es ist geplant, die durch eine wissenschaftliche Studie fundierten Kriterien ab 2018 einzusetzen. Damit soll der Weg für die Va´as zu den Paralympics in Tokio 2020 geebnet werden.

Von Christel Schlisio

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