5. September 2017 | Kanu-Rennsport

Marathon-WM in Südafrika

Brodelndes Wasser bei Massenstarts, taktisch ausgefeilte Rennen und Portagen vor jubelnden Tribünenrängen: Mit der am Donnerstag beginnenden Weltmeisterschaft im Kanu-Marathon steht für die DKV-Athleten nun der nächste Höhepunkt auf internationalem Parkett ins Haus.
Marathon-WM in Südafrika
Start bei der Marathon-WM 2016 in Brandenburg

Nach der letztjährigen Heim-WM in Brandenburg kämpft die deutsche Auswahl bis Sonntag (10. September) im südafrikanischen Pietermaritzburg um Plätze und Medaillen. 15 Sportlerinnen und Sportler und ihre Betreuer haben bereits die Reise in das gut 14 Flugstunden entfernte Land angetreten, in dem der Kanu-Marathon-Rennsport auf den zum Teil wildwasserführenden Flüssen eine lange Tradition und viele Fans hat. Ein perfekter Ort für die Marathon-Spezialisten also, ihr Können im internationalen Vergleich unter Beweis zu stellen.

„Wir fahren mit einer motivierten Mannschaft zur WM“, sagt der für den Kanu-Marathon-Rennsport zuständige Referent beim DKV, Jan Reger. Er erwarte spannende Wettbewerbe und hoffe, dass möglichst viele der deutschen Sportler ihre selbst gesteckten Ziele und eine Top-Ten-Platzierung erreichen werden. Dazu trage auch der gute Zusammenhalt in der Mannschaft bei, die sich aus mehreren Altersgruppen zusammensetzt. „Schon bei der EM in Portugal konnte man merken: Wir haben ein Team, das sich gegenseitig stützt und mitnimmt. So nehmen die älteren Fahrer zum Beispiel die jüngeren an die Hand“, freut sich Reger.

Bereits die Logistik, die es hinter dem gut 13.000 Kilometer von Deutschland entfernten Wettkampf zu organisieren galt, hat es in sich. Denn neben der Mannschaft in den Tagen vor der WM, mussten Wochen zuvor auch die Boote ihren Weg ins östliche Südafrika nahe der Stadt Durban finden. „Wir haben mit verschiedenen Nationen aus Europa die Boote zentral gesammelt. Von Kassel aus wurden sie dann mit einem Container versendet“, erläutert Jan Reger. Vor Ort werde das deutsche Team aber auch auf Leihboote zurückgreifen.

Die Athleten, die unter dem Jahr jeweils in ihren Heimatvereinen trainieren, nutzten die Wochen vor der Marathon-WM, sich gezielt vorzubereiten. So arbeitete etwa Nico Paufler, der in Pietermaritzburg auf dem 29,8 Kilometer langen Rundkurs im Einer-Kajak der Herren an den Start gehen wird, gezielt an seiner Spritzigkeit. „In letzter Zeit wurden nochmal Grundlagen gelegt, zum Beispiel Ausdauer“, berichtet Paufler. Aber auch Starts, Fahrten mit wechselndem Tempo und Portagentraining gehörten zu den Einheiten des Müncheners, mit denen er sich auf der Olympia-Regattastrecke in Oberschleißheim gezielt vorbereitete.

Da das östliche Südafrika in der gleichen Zeitzone wie Mitteleuropa liegt, können die Wettkämpfe ohne Zeitversatz verfolgt werden. Weitere Infos, aktuelle Startzeiten und einen Live-Stream gibt es auf der offiziellen Seite der Marathon-WM: http://wmc2017.co.za/

Text und Foto: Henning Schoon

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