1. März 2017 | Kanu (Allg.)

Bayerischer „Oskar“ des Kanusports für Felix Höfner

Seit 1997 schon kürt die Bayerische Kanujugend alljährlich ihre Sportler des Jahres, seit 2010 nutzt der Bayerische Kanu-Verband (BKV) dazu die Showbühne der Reise- und Freizeitmesse f.re.e. Hier wird der "Oscar" des Kanusports an die jungen Sportler verliehen, wie BKV-Präsident Oliver Bungers betont.
Bayerischer „Oskar“ des Kanusports für Felix Höfner

Der Lohn ist in diesem Fall allerdings keine Trophäe, sondern eine Urkunde, ein willkommener Einkaufsgutschein und ein Jahres-Abonnement der Verbandszeitschrift kanu-kurier. Aus jeder Kanusport-Disziplin durfte jetzt bei der Verleihung ein/e herausragende/er Sportler oder Sportlerin die Urkunde empfangen – aus der Hand eines prominenten Gastes.

Die Laudatio für den bis zur Ehrung ahnungslosen, von der Ehrung völlig überraschten Kleinheubacher Felix Höfner hielt Anke Molkenthin, Silbermedaillengewinnerin bei den Paralympischen Spielen 2012 in London im Rudern und Teilnehmerin an den Paralympics 2016 im Rudern und im Kanusport. Sie überhäufte ihren Sportler mit Geschenken, u. a. dem Teilnehmerbuch der Paralympics 2016 und wünschte, dass 2024 Felix‘ Name darinstehen möge.

Der zwölfjährige Kleinheubacher wurde für den Bereich „Kanu-Behindertensport“ geehrt. Er hat im August 2013 bei der Wasser-Sport-Gemeinschaft Kleinheubach mit dem Paddeln begonnen. Nach kurzem Training durfte er schon im September bei der Schülerregatta Gemünden starten, wo er auch recht erfolgreich war.
Seine größten Erfolge sind: Bayerischer Vizemeister 2016 und Vierter bei der Süddeutschen Meisterschaft 2016 – und zwar bei den nichtbehinderten Kanu-Rennsportlern. Auch im Paracanoeing ist Felix schon gestartet, hatte aber – als mit Abstand Jüngster – bei den wenigen Wettbewerben bisher keine Chance auf einen Sieg.

Der WSGler lässt keine Regatta aus, selbst am Münchner Kanu-Triathlon nahm er schon teil. Seine Starts in den beiden Disziplinen Kanurennsport und Paracanoeing zeigen Felix als bestes Beispiel für gelebte Inklusion. Trotz seines Handicaps (Spina bifida), wegen dem er meistens den Rollstuhl benutzen muss, ist er voll in das Vereins- und Regattaleben integriert.
Felix‘ großes Ziel sind die Paralympics 2024. Dafür trainiert er mit eisernem Willen!!!

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