12. Januar 2016 | Kanu-Rennsport

Kajak-Herren erfolgreich bei der Suche nach gespurten Loipen

Wie die Rennsportler derzeit im Athletik-Trainingslager in Kienbaum arbeitet ein Teil der Kajak-Herren unter Leitung ihres Bundestrainers Arndt Hanisch seit dem 3. Januar in den Schweizer Bergen an der allgemeinen Ausdauer und den Kraftgrundlagen. Die Sorge, dass die Schneesituation im Schweizer Skiparadies St. Moritz das geplante Langlauftraining beeinträchtigen könnte, erwies sich zum Glück als nicht so dramatisch.
Kajak-Herren erfolgreich bei der Suche nach gespurten Loipen
Wenig Schnee, aber das Training ist gesichert.
Wie Tom Liebscher aus dem Trainingslager berichtete, reichen die Loipen aus: „Zwar sind bei weitem nicht so viele Kilometer gespurt wie noch vor ein paar Jahren, aber das kennen wir ja schon. Eine vorzeitige Abreise wegen Schneemangels wie im Vorjahr ist diesmal kein Thema. Da es alle zwei, drei Tage immer mal wieder ein paar Zentimeter geschneit hat und die Schneekanonen auf Hochtouren laufen, sind auch immer mehr Loipen-Kilometer befahrbar. So können wir mittlerweile eine gute 20 Kilometer-Runde absolvieren - immerhin etwas. Die Gletschertouren oder das Befahren der Engadiner Marathon-Strecke sind jedoch leider nur eingeschränkt bis nicht möglich.“
In der ersten Trainingswoche sorgte zudem das Wetter für reichlich Abwechslung. „Man kann sagen, dass wir jede Wetterlage durch haben. Von dichtem Schneefall bis hin zu klarem Himmel, Sonnenschein und eisigen Temperaturen war alles dabei“, so der Dresdner.
Neben Ski fahren geht es jeden Tag für eineinhalb Stunden in den Kraftraum, auf dem Plan stehen sowohl Ausdauer- als auch Maximalkrafttraining sowie zusätzliche Einheiten auf dem Paddelergometer oder in der Schwimmhalle. Insgesamt kommen die Athleten auf rund 30 Trainingsstunden in der Woche. „Da bleibt leider wenig Zeit für einen Spaziergang ins Dorf, um einen Kaffee zu trinken. Aber das ist, denke ich, zu verschmerzen. Das alljährliche Käsefondue anlässlich des Bergfestes haben wir uns jedoch nicht nehmen lassen“, meinte Tom Liebscher. Aus seiner Sicht fällt auch die Zwischenbilanz des Skitrainingslagers positiv aus. Es seien bis jetzt alle gut durchgekommen und konnten ihre persönlichen Ziele in den jeweiligen Einheiten erreichen. Zwar gäbe es kleine Blessuren vom Ski fahren, die seien aber nicht zu vermeiden, wenn man nur anderthalb Wochen im Jahr auf den Ski  stehe und dann solche Umfänge absolviere. Vom erfahrenen Physiotherapeuten Micha Faulstich würden sie außerdem bestens behandelt. „Und ich glaube, der Trainer ist mit unseren bis jetzt erbrachten Leistungen auch nicht unzufrieden“, stellt Tom Liebscher als Fazit fest.

Text: H.-P. Wagner nach Informationen von Tom Liebscher
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