21. Oktober 2013 | DKV

Deutscher Kanu-Verband trauert um Ulrich Feldhoff

Der Deutsche Kanu-Verband muss in tiefer Trauer und Bestürzung den Tod seines langjährigen Präsidenten Ulrich Feldhoff bekannt geben. Dieser ist nach schwerer Krankheit am Abend des 19. Oktober 2013 im Alter von 75 Jahren verstorben.
Deutscher Kanu-Verband trauert um Ulrich Feldhoff
Ulrich Feldhoff †

Ulrich Feldhoff war von 1953 bis 1966 für den TC 69 Sterkrade im Kanu-Rennsport aktiv und engagierte sich ab 1968 auf Landes- und ab 1970 auf Bundesebene ehrenamtlich im Kanusport.

Von 1981 bis 2005 war Ulrich Feldhoff Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes und wurde anschließend einstimmig zum Ehrenpräsidenten gewählt. Unter seiner Führung gelang es, den DKV 1991 mit dem DKSV der DDR so zusammenzuführen, dass das dort entstandene sportwissenschaftliche Know-How in großen Teilen erhalten blieb und damit die Grundlage für die bis heute anhaltende Erfolgsserie der DKV-Kanuten geschaffen werden konnte. 

Ab 1988 war Ulrich Feldhoff Vorstandsmitglied des Internationalen Kanu-Verbandes (ICF), von 1998 bis 2008 ICF-Präsident und seitdem auch deren Ehrenpräsident. Noch im August 2013 hat Ulrich Feldhoff an der Weltmeisterschaft seiner Kanuten in Duisburg teilnehmen können. Bis zum Abschlussabend hat er die Sportlerinnen und Sportler bei ihren Wettkämpfen begleitet und keinen Zweifel daran gelassen, dass seine Liebe dem Kanusport gehört.

Auch außerhalb des Kanusports hatte er höchste Ämter inne. Von 1988 bis 2006 war Ulrich Feldhoff Vorsitzender des Bundesausschusses Leistungssport des Deutschen Sportbundes und Mitglied im Präsidium des Nationalen Olympischen Komitees für Deutschland. Bei der Fusion der beiden Sportorganisationen zum Deutschen Olympischen Sportbund 2006 wurde er dessen erstes Ehrenmitglied.

Ulrich Feldhoff war bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und 1996 in Atlanta Chef de Mission der deutschen Olympiamannschaft und führte damit das erste gesamtdeutsche Olympiateam nach 1960 an.

Ulrich Feldhoff hat für seine Verdienste zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen. 2002 wurde er zum „Bürger des Ruhrgebiets“ ernannt. Im Jahr 2009 erhielt er aus der Hand von IOC-Vizepräsident Dr. Thomas Bach den Olympischen Orden.

Mit Ulrich Feldhoff verliert der deutsche Sport eine der herausragendsten Persönlichkeiten der letzten Jahrzehnte.

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