2. November 2016 | Olympia / Paralympics

Rio-Medaillengewinner mit Silbernem Lorbeerblatt geehrt

Bundespräsident Joachim Gauck zeichnete am gestrigen Dienstag die deutschen Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro für ihre herausragenden sportlichen Erfolge mit dem Silbernen Lorbeerblatt aus. Zu den Geehrten bei der zweistündigen Feierstunde im Berliner Kulturzentrum „Radialsystem“ zählten auch die 13 Medaillengewinner des DKV.
Rio-Medaillengewinner  mit Silbernem Lorbeerblatt geehrt
Ehrung für Sebastian Brendel © Bundesregierung

In seiner Rede anlässlich der Auszeichnungsfeier kam der Bundespräsident auf die Erfolge und „großartigen Momente“ zu sprechen, die die Athleten „uns allen geschenkt haben. Diese Momente, in denen die Anspannung sich entlädt, Hoffnungen sich erfüllen und in einen Jubel aufgehen, der jeden ansteckt. Sie alle haben viel für diesen, Ihren Moment gegeben, der dann auch zu unserem geworden ist und über den sich das ganze Land mit Ihnen freuen kann“, unterstrich das Staatsoberhaupt. Das Silberne Lorbeerblatt ist die höchste staatliche Auszeichnung für Spitzenleistungen im deutschen Sport. Sie wurde 1950 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftet.

Joachim Gauck sprach im Beisein von Bundesinnenminister Thomas de Maizière jedoch auch kritisch das Thema Doping an. "Doping zerstört nicht nur die Gesundheit der Sportler, es zerstört den Sport selbst", sagte Gauck. „Wir wollen das nicht akzeptieren. Wir wollen, dass Sie Ihren Kräften vertrauen können und dürfen. Wir wünschen uns eine Leistung, die hart erarbeitet wurde, und keine, die mit sogenannten leistungssteigernden Mitteln erkauft wird“, betonte der Bundespräsident begleitet vom Applaus der Athleten.

Ferner sprach sich Joachim Gauck für Olympische Spiele in Deutschland aus. Er akzeptiere die ablehnende Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger in Hamburg und München und sehe auch, dass es ein großes Unbehagen gegenüber internationalen Sportorganisationen gäbe. Hier gelte es, verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen. „Wenn das gelingt - so der Joachim Gauck -, dann sehe ich auch gute Chancen, dass wir uns später einmal wieder bewerben, Olympia im eigenen Land – das ist etwas Besonderes. Es wäre eine großartige Chance, der Welt zu zeigen, wie wir uns Olympische Spiele vorstellen und damit zugleich das moderne Deutschland vorzuführen.“

  Text: H.-P. Wagner

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