13. Dezember 2010 | Kanu-Wildwasserrsprt

18 km Crushed-Ice-Tour auf der Fulda

Jahresabschlusslehrgang der Fachgruppe Wildwasserrennsport. Es war wie immer! Lustig und lausig kalt und dieses Mal noch mit viel Schnee und Eis. Der hessische Wildwasserreferent Lutz Fahlbusch aus Kassel hatte seine Mannschaft zum Jahresabschlusslehrgang eingeladen. Insgesamt 25 Paddler und Trainer und 3 Busfahrer waren der Einladung gefolgt.
18 km Crushed-Ice-Tour auf der Fulda

Der Treff war in Rimbach an der Fulda. Dort können die Kanuten seit mehreren Monaten auf bestens präparierte Einstiegsmöglichkeiten zurück greifen. Die Stadt Schlitz hat in ihrem Einzugsbereich Maßstäbe für die Infrastruktur gesetzt, an denen sich andere Gemeinden ein Beispiel nehmen können. Minus 8 Grad, leicht bewölkt und auf der Fulda waren nur gelegentlich Crushed-Ice-Flächen zu sehen. Keine Frage, Fahlbusch gab grünes Licht für den Start zur 23 km langen Crushed-Ice-Fahrt nach Bad Hersfeld.

Unterwegs wurden die Paddler an jeder Brücke von den Busfahrern in Empfang genommen und mit Tee versorgt. Leider gab es schon ganz am Anfang eine Kenterung. Aber das war kein Problem. Hilfsbereite Anlieger nahmen die junge Paddlerin in ihrem Haus auf und versorgten die Gekenterte mit heißem Tee. Ab Mengshausen wurden die Eisflächen immer größer und fester, das Paddeln immer schwieriger, die berstenden Eisflächen setzten den teuren Wettkampfbooten mächtig zu. Die Busfahrer und die Hersfelder Kanu-Wanderer signalisierten den Trainern auf dem Wasser, dass die Fulda in Bad Hersfeld komplett zugefroren und dass auch vor dem Eichhofwehr ab Kohlhausen kein Durchkommen mehr sei. Nach 18 km musste die „Eisexpedition“ leider in Kerspenhausen bei tollem Sonnenschein abgebrochen werden. Die Enttäuschung stand den Kanuten ins Gesicht geschrieben. Es war einfach unglaublich schön.

Für gute Minen sorgten die Hersfelder Kanu-Wanderer um Günter Knoth (Vorsitzender), Petra und Arno Bingel. Das Bootshaus an der Fulda war mächtig eingeheizt. Im Offen sorgten große Holzscheite für eine wohlige Wärme. Und natürlich gab es wieder eine prima Nudelparty zum Saisonabschluss, die von der hessischen Kanu-Jugend finanziert wurde.

Lutz Fahlbusch dankte in seiner Ansprache den Hersfeldern für ihren Einsatz und allen Anwesenden für ihr Engagement in der laufenden Saison. Er hob die Erfolge der Hessen hervor und beglückwünschte alle Sieger und Platzierten. Zum Schluss lüftete er das Geheimnis um den D-Kader 2011 und gab die Berufungsschreiben aus. Leider musste der Kader aufgrund der zu erwartenden Mittelkürzungen von 16 auf 12 Sportlerinnen und Sportler reduziert werden. Mit dabei sind: Alicia Lamertz (WS Wiesbaden), Patrick Kroener (WS Wiesbaden), Yannick Kroener (WS Wiesbaden), Christopher Massini (KC Fulda), Michel Zentgraf (KC Fulda), Moritz Zentgraf (KC Fulda), Moritz Fladung (KC Fulda), Jonathan Gescher (KC Fulda), Aaron Reith (KC Fulda), Jil-Sophie Eckert (KC Fulda), Jan Bauer (KC Fulda) und Joshua Piaskowski (KC Fulda). Für den A-Kader des Deutschen Kanu-Verbandes wurden die Weltmeister Johannes Baumann und Lars Walter nominiert. In den C-Kader kommen Julius Stark und Jasper Eckert.

Den Überblick über die Planungen 2011 gab Landestrainer Harald Piaskowski. Er hob den Osterlehrgang auf der Soca in Slowenien und den DM-Vorbereitungslehrgang auf der Brandenberger Ache bei Kramsach in Österreich besonders hervor. Zudem führte er aus, dass für die Erstellung der Kader-Rangliste 2012 eine neue Formel – vorgeschlagen von Patrick Kroener aus Wiesbaden – zum Einsatz kommen wird, um die Teilnehmerfelder besser berücksichtigen zu können. Und dass für eine Kader-Nominierung in 2012 die Vorlage des Deutschen Sportabzeichens 2011 zwingend erforderlich ist.

Zum Schluss wünschte Fahlbusch allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in eine erfolgreiche Kanu-Saison 2011. Mit dem Gruppenbild vor dem Hersfelder Bootshaus ging ein ereignisreicher Lehrgang zu Ende.

Text: Harald Piaskowski - Fulda
Fotos: Florian Vogel - Kassel

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