1. Dezember 2008 | Kanu (Allg.)

Ulrich Feldhoff zum ICF-Ehrenpräsidenten ernannt

DKV-Ehrenpräsident Ulrich Feldhoff (Oberhausen) ist zum Ende seiner Amtszeit als Präsident des Kanu-Weltverbandes ICF zu dessen Ehrenpräsidenten ernannt worden. Beim ICF-Kongress in Rom wurde Feld-hoff, der der ICF seit 1998 vorstand, von den Delegierten mit Standing Ovations verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige ICF-Vizepräsident José Peruena Lopez (Spanien) gewählt. Feldhoff hatte im Frühjahr aus gesundheitlichen Gründen seinen Verzicht auf eine weitere Amtszeit erklärt. Der 70-jährige war von 1981 bis 2005 Präsident des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV).
Ulrich Feldhoff zum ICF-Ehrenpräsidenten ernannt
Ulrich Feldhoff

Neue ICF-Vizepräsidenten sind Istvan Vaskuti (Ungarn) sowie Richard Fox (Australien), neuer Schatzmeister der Italiener Luciano Buonfiglio. Ranghöchster deutscher Vertreter in der Spitze des Weltverbandes ist nunmehr DKV-Vizepräsident Jens Perlwitz (Kassel), der als Kommissionsleiter Kanu-Wildwasserrennsport in das Board of Directors gewählt wurde.

Bei den Wahlen für die Kommissionen des Weltverbandes hat der DKV durch Thomas Schmidt (Augsburg), Olympiasieger von Sydney, nach vier Jahren wieder einen Sitz in der Kanu-Slalom-Kommission. Der Kommission „Sports for All“ wird künftig DKV-Vizepräsident Thomas Konietzko (Wolfen) angehören. DKV-Sportdirektor Dr. Jens Kahl (Wülfrath) wurde als Mitglied der Kanu-Rennsport-Kommission bestätigt.

Nicht zur Wahl standen die deutschen Kommissionsmitglieder Ingrid Schlott (Nussdorf) für Kanu-Freestyle sowie Joachim Schwarzrock (Essen) für Kanu-Polo.

Wichtigstes inhaltliches Thema des zweitägigen Kongresses, an dem Delegierte aus rund 100 Nationen teilnahmen, war die Zukunft des olympischen Programms im Kanu-Rennsport. Hier stimmten die Delegierten einem in der Nacht von einer Arbeitsgruppe unter maßgeblicher Beteiligung von Dr. Jens Kahl erarbeiteten Strategiekonzept zu, in einem mehrstufigen Verfahren für die Olympischen Spiele 2016 ein neues Wettkampfprogramm zu entwickeln. Hierzu wird es ab 2009 erhebliche Änderungen im Weltmeisterschaftsprogramm geben. So sollen die Rennen in den bisherigen und für 2012 bestätigten zwölf olympischen Disziplinen als zeitlich zusammengefasster Block ausgefahren werden. Zusätzlich wird es einen Block mit nicht-olympischen Bootsklassen geben, in dem auch neue Strecken getestet werden. Für 2009 werden 4x200 m-Staffelrennen in den drei Einer-Disziplinen in das WM-Programm aufgenommen, dafür entfallen der Vierer-Kajak- und der Vierer-Canadier der Herren über 500  sowie der Vierer-Kajak der Damen über 1 000 m. 2010 werden drei weitere Disziplinen nach einem Kriterienkatalog gestrichen und durch Einer-Langstrecken­rennen über 5 000 m ersetzt. Als Zielsetzung wird für 2016 ein neues olympisches Programm angestrebt, das dann auch identisch mit dem WM-Programm sein soll.

Weitere wichtige Ergebnisse der Gremientagungen von Rom sind die Vergabe der Kanu-Freestyle-WM 2011 nach Plattling (Bayern) sowie die Implementierung eines vierjährigen Entwicklungsprogramms für den Kanu-Wildwasserrennsport.

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