18. Mai 2007 | Kanu-Wildwasserrsprt

Sieben EM-Medaillen im Wildwasser auf der Classic-Distanz

Zum Auftakt der Wildwasserrennsport-Europameisterschaften in Bihac/Bosnien-Herzegowina sicherte sich das Team des Deutschen Kanu-Verbandes auf der Classic-Distanz zwei Mal Gold sowie fünf Mal Silber.

Classic – Einzel

Als erstes standen sie Classicrennen auf dem Programm. An Max Hoff, der bereits im Nonstop-Training als bester Fahrer seine Qualitäten zeigte, ging kein Weg vorbei. Er kontrollierte das Feld auf der gesamten Strecke und siegte mit einem Vorsprung von fünfzehn Sekunden. Achim Overbeck konnte sich mit einem vierten Rang glänzend in Szene setzen. Stephan Stiefenhöfer, der sich bei der nationalen Qualifikation nicht für einen Einzelstart bei den Classicrennen qualifizieren konnte, durfte ebenso wie Sebastian Verhoef als Vorstarter auf die Strecke gehen. Er war darüber sichtlich enttäuscht, denn mit seiner Zeit wäre er sogar auf das Podest mit einem Rückstand von zwei zehntel Sekunden hinter Platz zwei gefahren. Aufgrund seiner starken Leistung wurde er für den Start in der Classicmannschaft nominiert. Nach längeren Diskussionen innerhalb der Jury der Meisterschaft und des europäischen Kanuverbandes billigte man Stephan dann auch den Start in der Classicmannschaft zusammen mit Max Hoff und Achim Overbeck. Florian Wohlers und Lars Walter erreichten die Plätze 11 und 14 in diesem Rennen. Im Einer – Canadier der Herren holte Normen Weber seine erhoffte Einzelmedaille. Er gewann nach einem spannenden Endspurt die Silbermedaille hinter dem Kroaten Emil Milhram. Aber auch seine Mannschaftskollegen Julian Rohn und Dominik Pesch waren mit ihren Platzierungen sieben und zehn zufrieden. Bei den Damen ging an den Tschechinnen kein Weg vorbei. Die mehrfache Weltmeisterin Mrzuskova (ehemals Strnadova) siegte vor ihrer Landsfrau Lenka Lagernova und der Schweizerin Sabine Eichenberger. Beste Deutsche im Feld auf Platz fünf wurde Sabine Füßer, die bei der Zwischenzeit auf der Hälfte der Strecke noch auf Rang drei lag. Die erst 19 jährige Alke Overbeck erreichte in ihrem ersten Damenjahr einen guten siebten Platz. Manuela Stöberl und Silke Kassner rundeten das Ergebnis mit den Rängen 9 und 10 ab. Mit Spannung erwarteten alle die Entscheidungen im Zweier-Canadier. Die Franzosen Santamaria-Leblond führten das Feld souverän vom Start bis zum Ziel an. Die Plätze zwei bis vier trennte nur eine Sekunde. Schon bei der Zwischenzeit lagen die drei Boote gleichauf. Im Endklassement konnten sich Tobias Trzoska und Martin Ulrich den Vizeeuropameistertitel vor den Slowaken Vala-Slucik sichern. Undankbare vierte wurden die Weltmeister des vergangenen Jahres Uli Andree und Patrick Driesch. Das Siegburger Duo Maik Schmitz und Nils Knippling komplettierte auch hier das hervorragende Mannschaftsergebnis.

Classic Mannschaft

Nach den Einzelergebnissen starten alle Kategorien hoffnungsvoll in die Mannschaftsrennen. Die Kajak- Herren starteten am Anfang des Feldes und mussten lange Zeit im Ziel warten bis endlich ihr Ergebnis feststand. Mit einem Rückstand von 3 Sekunden sicherten sich Max Hoff, Stephan Stiefenhöfer und Achim Overbeck Rang zwei hinter den starken Tschechen. Auch im Einer- Canadier lagen die drei erstplatzierten Mannschaften dicht zusammen. Leider verpasste das deutsche Team mit Normen Weber, Julian Rohn und Dominik Pesch durch einen kurzen Fahrfehler von Normen den Sieg und erreichte trotzdem noch einen hervorragenden zweiten Platz hinter dem Team aus Kroatien. Überraschend gut lief es auch bei den Damen. Sabine Füßer, Alke Overbeck und Manuela Stöberl konnten mit ihrer Taktik ebenfalls den zweiten Rang vor den Fahrerinnen aus Franreich und hinter den Tschechinnen, die mit einem Vorsprung von 28 Sekunden ins Ziel kamen, sichern. Die guten Einzelergebnisse der Zweier-Canadier spiegelten sich auch im Teamrennen wieder. Tobias Trzoska – Martin Ulrich, Uli Andree – Patrick Driesch und Maik Schmitz – Nils Knippling gewannen souverän das Rennen und wurden überglücklich Europameister. Auch Ressortleiter Lutz Fahlbusch freute sich über die Ergebnisse der ersten beiden Tage, so dass er sogar ein unfreiwilliges Bad in der Una nahm.

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