15. Februar 2012 | Kanu-Rennsport

Olympiakandidaten paddeln in Florida „frostfrei“ fleißig Ausdauer

Seit Anfang Februar ackern die Rennsport-Asse des DKV in zwei Trainingslagern in Melbourne (Kajak-Damen und Herren-Canadier) und in Stuart (Kajak-Herren) zielstrebig für ihre Grundlagen-Ausdauer – zeitlich genau richtig geplant, um der Frostperiode der letzten 14 Tage in der Heimat ein Schnippchen zu schlagen.
Olympiakandidaten paddeln in Florida „frostfrei“ fleißig Ausdauer
In Szene gesetzt: die Kajak-Damen und Canadier

Temperaturen von 20 bis 25 Grad Celsius vor Ort bieten den Athleten angenehme Trainingsbedingungen, auch wenn ein zwischenzeitlicher „Kälteeinbruch“ Ende vergangener Woche die Temperaturen auf 7 bis 8 Grad absinken ließ. Im Training sind die Sportler mit voller Kraft und hoher Selbstdisziplin – so wird z. B. wird häufig nach GPS-Empfänger gepaddelt – bei der Sache. Canadier-Bundestrainer Kay Vesely unterstrich: "Sie wissen alle, was sie wollen in diesem Jahr. Da gibt schon jetzt jeder alles und lässt sich nirgendwo hängen."

MDR-Mitarbeiter Holger Pakendorf - eine Woche lang für Filmaufnahmen in den Trainingslagern mit von der Partie - hatte bei seinen Dreharbeiten „Begleitung“ im Training ausgemacht: Delfine (Conny Waßmuth: „Die sind richtig süß“) und – wenngleich etwas scheu – auch Seekühe. Bei den Kajak-Herren sei auch ein im Wasser treibender „lebendiger“ Baumstamm gesichtet worden, der sich beim Näherkommen schnell wegbewegt habe, erzählten Andreas Ihle (Magdeburg) und Martin Hollstein (Neubrandenburg) dem MDR-Mann.

Den kniffligsten Moment aber hatte wohl Herren-Bundestrainer Detlef Hofmann zu überstehen. Eine 800 PS-Motorjacht konfrontierte ihn mit einer „Monsterwelle“, die sein Motorboot ins Schilf drückte. Die Kajak-Herren kamen in der Welle mit einer Volldusche davon.

Außerhalb des Trainings sorgt das Trainingslager-Leben in Florida mit Tätigkeiten wie Küchendienst, Essen kochen und Wäsche waschen für „Abwechslung“. In der knappen Freizeit stehen v. a. Shopping-Ausflüge bzw. Strandbesuche hoch in Kurs. Ein besonderes Erlebnis hatten Tina Dietze (Leipzig) und Conny Waßmuth (Magdeburg) bei einem Besuch im Kennedy Space Center Visitors Komplex: Sie trafen beim Spaziergang durch den Raketengarten einen Space-Shuttle Piloten, der auch noch ein paar extra Motivationstipps auf Lager hatte.

Text: H.-P. Wagner nach Informationen von H. Pakendorf

 

PARTNER
 
Klepper