Ziele und Grundsätze
1. Selbstverständnis
Der Deutsche Kanu Verband versteht sich nach wie vor als Gesamtheit des organisierten Kanusports, die sich aufgliedert auf die Organisationsebenen
- Kanuvereine/ abteilungen von Gesamtvereinen und Finzelmitgliedergruppen,
- Landesverbände
- sowie den Dachverband.
Der Deutsche Kanu Verband als weitaus größte im Kanubereich aktive Organisation versteht sich aber auch als Interessenvertreter aller Kanusport Treibenden in der Bundesrepublik Deutschland für den Freizeit und Kanuwandersport sowie den Wettkampfsport. Er vertritt deshalb nicht nur die im Verband organisierten Kanusportler, sondern auch die, die Kanusport in anderen Organisationsformen oder ohne Organisation betreiben.
In seiner Interessenvertretung berücksichtigt er auch den touristischen und gewerblichen Kanusport. Auf Grund gesamtgesellschaftlIcher Entwicklungen ist es auch notwendig, über die eigentlichen Mitgliedschaftsverhältnisse hinaus alle Kanusport treibenden verstärkt in die Interessenvertretung und die Betrachtungsweisen einzubeziehen.
2. Zielsetzungen
Eine wirksame Interessenvertretung wird um so leichter, je bedeutender der Deutsche Kanu Verband im Bereich des Kanusports ist. Deshalb ist es oberste Zielsetzung des Verbandes, möglichst viele Kanusportler in seiner Organisation mitgliedsmäßig einzubinden.
Die Interessenvertretung der Kanusporttreibenden realisiert
sich in folgenden Teilzielen
2.1. Sicherung der Sportstätten
Vorrangige Aufgabe ist es, das natur und
landschaftsverträgIiche Kanusporttreiben zu ermöglichen bzw. zu
bewahren.
Hierzu gehört es, Kooperationen mit anderen auf diesem Gebiet tätigen Partnern zu suchen und möglichst abgestimmte Konzepte gegenüber Politik, Behörden, Öffentlichkeit und Verbänden zu präsentieren und durchzusetzen.
Weitere wichtige Ziele sind die Vermeidung möglichst vieler Gewässersperrungen durch
- umweltverträgliche Ausübung des Kanusports
- Sensibilisierung der Mitglieder und anderer kanusportlicher Nutzer,
- differenzierte Nutzungskonzepte
- die Zusammenarbeit mit Behörden zur Erarbeitung nachhaltiger naturverträglicher regionaler Nutzungskonzepte von Gewässern und
- die Einflussnahme auf kanu- und naturverträglichen Wasserbau bzw. den Rückbau von Gewässern.
Diese Ziele manifestieren sich im "Leitbild Kanusport" und dem Positionspapier des Deutschen Kanu Verbandes zum naturverträglichen Kanusport.
2.2. Gewinnung, Qualifizierung und Unterstützung
ehrenamtlicher Mitarbeiter
Die Arbeit des Deutschen Kanu Verbandes beruht auf dem
Grundsatz ehrenamtlicher Mitarbeit. Seine Ziele sind nur
erreichbar mit einer ausreichenden Zahl engagierter und
qualifizierter ehrenamtlicher Mitarbeiter. Die Gewinnung,
Qualifizierung und Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeiter in
vielfältiger Form ist deshalb auf allen Ebenen durch geeignete
Maßnahmen zu verbessern.
2.3. Förderung der kanusportlichen
Aktivitäten
Eine besonders wichtiges Ziel im organisierten Kanusport ist
es, kanusportliche Aktivitäten zu fördern. Hierbei sind sowohl
zielgruppenorientierte (z. B. Jugend, Frauen, Senloren,
Behinderte) als auch kanuspezifische Angebote (z. B.
Wildwas-ser, Seekaiak, Trendsportarten, Kanumehrkämpfe,
Drachenboot, Rodeo, Canadier) zu entwickeln und auszubauen.
Das kanusportliche Angebot muss Schwerpunkt von Kanuverein und
Verband bleiben.
2.4. Nachwuchsförderung
Wettkampfsport ist ein geeignetes Mittel, Kinder und
Jugendliche an den Kanusport heranzuführen. Ziel ist es,
Talente für den Spitzensport zu sichten und diese
weiterzuentwickeln, aber auch alle übrigen für den Kanusport zu
begeistern und als Mitglied im Verband zu erhalten.
2.5. Weltniveau im Spitzensport
Zielsetzung des Verbandes ist das bestmögliche Abschneiden bei
Olympischen Spielen, Weltmeisterschaften und Welt Cups.
Die nationalen Terminplanungen und Rahmenbedingungen sind auf dieses Ziel zugeschnitten. Spitzensport auf Weltniveau erfordert professionelle Strukturen, das Akquirieren von Drittmitteln, Öffentlichkeitsarbeit und Sponsoring.
2.6. Ausbau und Erhalt des wettkampfsportlichen
Veranstaltungswesens
Neue Kanusportarten sind einzubeziehen und die bestehenden im
Rahmen der finanziellen Möglichkeiten zu fördern und zu
unterstützen.
Die jeweiligen Veranstaltungen müssen attraktiv für Öffentlichkeit und Sponsoren geplant und organisiert werden, um sich weitgehend selbst zu finanzieren.
2.7. Neufassung und Weiterführung von
Qualitätsstandards
Um die Entwicklung des Kanusports zu lenken und zu
beeinflussen, sind in Bereichen wie Ausbildung, Material,
Sicherheit, Kanufachhandel und Kanutourismus durch den Verband
Qualitätsstandards vorzugeben. Um diese durchzusetzen, sind
Kooperationen mit den auf diesen Gebieten tätigen Partnern
anzustreben.
3. Umsetzung
Bundesverband, Landesverbände und Vereine sind aufgefordert,
diese Zielsetzungen durch geeignete Maßnahmen zu unterstützen
und für ihre Umsetzung einzutreten.
Hierzu werden entsprechende Anregungen aus Sicht des
Bundesverbandes erstellt und durch die Landesverbände und
Vereine weiterentwickelt.
Celle, den 21. April 2001





