Potsdamer Schlösserfahrt

Unterwegs in der Havelregion
Im Paddelboot zu den Schlössern der Preußenkönige
© Marco Nörenberg

Die reizvolle Landschaft der Havelseen und den Schlösserreichtum der Kulturlandschaft rund um Potsdam kombiniert die Potsdamer Schlösserfahrt miteinander. Auch bei der 18. Auflage der attraktiven Tour am 2./3. Juni 2018 waren wieder über 100 Paddler mit von der Partie und nahmen unvergessliche Eindrücke von den zahlreichen direkt am Wasser liegenden historischen Prachtbauten der brandenburgischen Landeshauptstadt mit nach Hause.

Vom Ausgangspunkt am Bootshaus der Wasserfreunde Pirschheide am Stadtrand von Potsdam führte das Programm am ersten Tag über ca. 27 bzw. 33 Kilometer zunächst die Havel aufwärts zur als Moschee gestalteten Pumpstation für die Fontänen in Sanssouci in der Neustädter Havelbucht. Hier konnten die Teilnehmer die Boote verlassen und an einer Führung durch den Park Sanssouci unter dem Motto „1025 Jahre Potsdam“ teilnehmen (ca. 2,5 km). Anschließend paddelten die Teilnehmer Richtung Freundschaftsinsel unter der berühmten Glienicker Brücke hindurch, vorbei am Neuen Garten, der Sacrower Heilandskirche und der Pfaueninsel zum Rastplatz „Am Jagen 97 A“, wo eine Mittagspause eingelegt wurde. Der Rückweg konnte dann in zwei verschiedenen Varianten angetreten werden, und zwar entweder über die gleiche Strecke oder über den Großen Wannsee, den Kleinen Wannsee und den Griebnitzsee zum Bootshaus der Wasserfreunde Pirschheide.

© Wassersportfreunde Pirschheide e.V. Potsdam

Der zweite Tag führte die Paddler über ca. 19 Kilometer die Havel abwärts durch den Petzinsee und den Wentorfgraben zum Schwielowsee. Am rechtsseitigen Ufer ging es weiter in Richtung Werder, durch die Baumgartenbrücke hindurch bis zum Glindower See Richtung Grellebucht, wo wiederum Halt gemacht wurde. Dort erwartete die Teilnehmer eine Führung durch den Park des Schlosses Petzow und zur Petzower Kirche.

Zurück ging es dann rechtsseitig am Ufer entlang wieder durch die Baumgartenbrücke Richtung Caputher Gemünde, wo die seit 1853 in Betrieb befindliche Seilfähre, die die Orte Geltow und Caputh verbindet, passiert wurde. Vorbei am Schlosspark und Schloss Caputh führte die Tour schließlich wieder Richtung Vereinsgelände.

Mit einem kostenlosen Eintopf am Samstagmittag, Kaffee und selbstgebackenem Kuchen am Samstagnachmittag sowie einem preisgünstigen Grillimbiss samt Getränken am Samstagabend war auch für das leibliche Wohl der Paddler gesorgt.

Kanutouren, die derart komprimiert ein faszinierendes Naturerlebnis gespickt mit traditionsreichen Kulturstätten bieten wie die Potsdamer Schlösserfahrt, dürften Seltenheitswert haben.

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