15.04.2021 | Kanu-Rennsport

2. Nationale Sichtungen in Duisburg

Spannung auf der #RoadtoTokyo
Jacob Schopf, Kostja Stroinski und Max Rendschmidt bei der ersten Rangliste 2021 (Bild Henning Schoon)

Heute startet auf der Regattabahn in Duisburg der zweite Teil der Ranglistenrennen im Kanu-Rennsport und Parakanu. Die Rennen, die für die Nominierung des erweiterten Kaders für Nationalmannschaft von Donnerstag bis Samstag auf der Wedau ausgetragen werden, finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit unter höchsten Sicherheitsbestimmungen statt.

„Wir haben bei den ersten Sichtungen ein ganz hervorragendes Hygienekonzept umgesetzt“, so DKV-Präsident Thomas Konietzko. „Ich habe mir selbst die Situation genau angesehen und kann dem Orga-Team und den Sportlerinnen und Sportlern ein großes Lob aussprechen. So wollen wir es auch beim zweiten Termin umsetzen.“

Aus sportlicher Sicht hätte am Donnerstag bereits ein spannendes Rennen im Zweier-Canadier der Herren über 1.000m stattfinden sollen. Es waren bis gestern Abend drei Boote gemeldet, die beste Aussichten auf das Olympia-Ticket hatten. Den dreifachen Olympiasieger Sebastian Brendel (Potsdam) und seinem neuen Zweier-Partner Tim Hecker (Berlin) hatten viele Experten sehr gute Chancen ausgerechnet. Allerdings war das zweite Boot mit Conrad Scheibner (Berlin) und Michael Müller (Magdeburg) aufgrund ihrer guten Zeiten Anfang April im Einer auf Augenhöhe. Leider musste das dritte Boot mit dem Olympiasieger von 2012 Peter Kretschmer (Leipzig) und Nico Pickert (Bochum) ihren Start kurzfristig absagen, sodass nun die beiden verbliebenen Boote automatisch für den Weltcup in Ungarn qualifiziert sind. Dort wird es dann zum Showdown beider Boote um das Olympiaticket gehen. Yul Oeltze (Magdeburg) durfte nach verpasster Qualifikation im Einer-Canadier über 1.000 m bei den ersten Ranglisten Anfang April für das heute angesetzte Rennen nicht antreten. 

Im heutigen Rennprogramm findet zudem ein Rennen im Zweier-Kajak der Damen statt. In dieser Disziplin muss das deutsche Team noch die Quotenplätze für Tokio im internationalen Vergleich holen. Zwei Boote werden in Duisburg gegeneinander antreten und um den Startplatz beim Olympic Qualifier in Szeged kämpfen. Dabei werden Julia Hergert (Magdeburg) und Melanie Gebhardt (Leipzig) gegen Katharina Köter (Essen) und Sarah Brüssler (Karlsruhe) antreten. „Das Rennen im Zweier-Kajak der Damen gilt für uns mehr als Standortbestimmung“, so der DKV-Sportdirektor Dr. Jens Kahl. „In Abwesenheit von Franziska John und Steffi Kriegerstein werden wir unsere Mannschaftsboote neu strukturieren müssen. Bis zum Weltcup in Szeged werden also noch weitere interne Vergleiche nötig sein.“ 

Am morgigen Freitag und am Samstagvormittag folgen weitere Ranglistenrennen der Leistungsklasse in den Einer-Booten. Dabei werden zahlreiche Duelle, wie dem K1 über 1.000m, auf höchstem Niveau erwartet. In dieser Klasse treten unter anderem die Olympiasieger Max Hoff, Max Rendschmidt (beide Essen) und Tom Liebscher (Dresden) an, die vom Youngster und Deutschen Meister 2020 Jacob Schopf (Potsdam) herausgefordert werden. Ähnlich spannend könnte es im Einer-Canadier der Herren zugehen, wenn der Kronprinz und Deutscher Meister des vergangenen Jahres Conrad Scheibner (Berlin) gegen den dreimaligen Olympiasieger Sebastian Brendel (Potsdam) antritt. 


Parakanuten starten in die Saison

Darüber hinaus werden auch die Parakanuten am Samstag ihre Ranglisten in Duisburg austragen. Im Kampf um die Tokio-Tickets hat Deutschland 2019 bereits vier Startplätze erkämpft. Beim Weltcup und Paralympic Qualifier Anfang Mai in Szeged sollen noch mehr dazu kommen. Diese Plätze sind jedoch nicht personengebunden. In Duisburg haben insgesamt 16 Sportlerinnen und Sportler für die Rennen gemeldet. Neben den erfolgreichsten Athleten aus den letzten Jahren, Edina Müller (Hamburg), Tom Kierey (Berlin) oder Ivo Kilian (Halle) werden auch junge Nachwuchstalente an den Start gehen. Neben der 19-jährigen Felicia Laberer und dem 20-jährigen Johannes Pietzsch (beide Stahnsdorf) werden die erst 16-jährigen Johanna Pflügner aus und Felix Höfner (Leipzig) versuchen, in ihren Startklassen für Furore zu sorgen.

„Ich freue mich sehr darauf, dass die Wettkämpfe endlich losgehen.“, meinte Anja Adler. „Die Vorbereitungen liefen bisher recht gut, auch wenn der Winter ausgerechnet in diesem Jahr weniger paddeln ermöglichte. Im Moment hoffe ich vor allem, dass der Saisonplan mit allen Wettkämpfen so stattfinden kann.“ Dies ergänzte Bundestrainer André Brendel kurz vor den ersten Rennen: „Beim letzten Lehrgang haben alle anwesenden Parakanuten bereits sehr gute Leistungen gezeigt. Daher sehe ich zuversichtlich der Sichtung und den kommenden Qualifikationsrennen entgegen.“ 


Ergebnisse 
https://results.imas-sport.com  
  
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Informationen zum Weltcup in Szeged vom 14.-16. Mai 2021 
https://www.canoeicf.com/canoe-sprint-world-cup/szeged-2021  
 

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