05.07.2019 | Erlebnisfahrten

Auf Saale und Elbe durch bezaubernde Paddelreviere

An diesem Wochenende starten die Freizeitpaddler in Deutschland gleich zu zwei traditionsreichen attraktiven Mehretappenfahrten. Den Beginn macht am morgigen Samstag die 49. Internationale Saalefahrt mit dem Start in Rudolstadt. Am Sonntag nehmen dann auch die Teilnehmer der 25. Internationalen Elbefahrt in Schmilka die erste Etappe in Angriff. Die Tatsache, dass beide Fahrten seit längerem ausgebucht sind, zeugt von ihrer ungebrochenen Anziehungskraft.

Trotz der Widrigkeiten angesichts der niedrigen Wasserstände vielerorts hoffen die Teilnehmer, ihre jeweiligen Fahrten planmäßig durchführen zu können. Bei der Internationalen Saalefahrt vom 6.-9. Juli stehen von Rudolstadt bis Naumburg insgesamt 99 Kilometer aufgeteilt in vier etwa gleich lange Etappen mit den Zwischenstationen Orlamünde, Jena und Camburg auf dem Programm. Jede einzelne dieser Etappen lohnt schon für sich die Fahrt. Sehenswert präsentiert sich bereits der Startort Rudolstadt mit dem weitläufigen Residenzschloss Heidecksburg, eines der herausragenden Museen des Landes. Nach Orlamünde mit der hoch über dem Ort thronenden Burg Kemenate zieht bei Kahla die „Perle des Saaletals“, wie die Leuchtenburg auch genannt wird, die Blicke magisch an und zwischen Jena und Camburg lassen sich beim Gleiten durch die naturnahen Saaleauen die drei steil über dem Fluss thronenden Dornburger Schlösser aus ungewohnter Perspektive bewundern. Und je näher die Paddler hinter Camburg – vorbei an Burg Saaleck und der Rudelsburg – dem Ziel im sachsen-anhaltinischen Naumburg kommen, umso mehr rücken die Rebenhügel des nördlichsten Qualitätsweinanbaugebietes Deutschlands ins Blickfeld. Bis der auch für seinen Dom mit den weltberühmten Stifterfiguren bekannte Zielort Naumburg erreicht ist, sind auf der gesamten Strecke allerdings 13 Hindernisse (Wehre, Staustufen) zu überwinden.

www.saalefahrt.de

Die Internationale Elbefahrt vom 6. bis 27. Juli kombiniert wie kaum eine zweite Mehretappen-Paddeltour in Deutschland Geschichte, kulturelles Erbe sowie vielfältige Landschaft und Natur von insgesamt sechs Bundesländern miteinander. Mit etwa 600 Kilometern ist sie zugleich die längste Wanderfahrt in Deutschland. Im Einzelnen bewegt sich die Etappenlänge zwischen 15 und 60 Kilometer. In punkto Erlebnispotenzial lässt die Elbefahrt wahrlich kaum Wünsche offen. Landschaftlich fasziniert die Tour gleich zu Beginn mit der spektakulären Felsenwelt der Sächsischen Schweiz und danach mit den terrassenförmigen Weinbergen an den Elbhängen um Dresden und Meißen. Weiter streift sie das zum UNESCO-Welterbe zählende Gartenreich von Dessau-Wörlitz und führt schließlich hinter Wittenberge durch das Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“. Sie macht Station in attraktiven Städten wie dem sächsischen „Elbflorenz“ Dresden, passiert die Porzellanstadt Meißen, das geschichtsträchtige Torgau, die Lutherstadt Wittenberg und die sachsen-anhaltinische Landeshauptstadt Magdeburg, deren imposanter Dom wie auch der im Etappenort Havelberg von der Zeit König Otto I. kündet. Weiterhin führt die Tour vorbei an der alten Festungsstadt Dömitz sowie den beschaulichen Schifferstädtchen Hitzacker, Boitzenburg und Lauenburg – ein einzigartiges lebendiges Geschichtsbuch. Ruhetage sind in Dessau, einem der zentralen Veranstaltungsorte des 100-jährigen Bauhaus-Jubiläums, und in Tangermünde vorgesehen.

Weitere Infos: www.internationale-elbefahrt.de

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