11.07.2021 | Boater-Cross

Bayn und Hanke erreichen WM-Halbfinale

Erste Canoe-Slalom-Extreme-WM seit Aufnahme in olympisches Programm
Das deutsche Team bei der WM

Zum Abschluss der Junioren und U23-Weltmeisterschaften im slowenischen Tacen/Ljubljana war das deutsche Team mit einer kleinen Delegation bei den Extreme-Wettbewerben am Start. Nele Bayn (LKC Leipzig) und Franziska Hanke (AKV Augsburg) erreichten dabei das Halbfinale. Bei den Herren schaffte es Tillmann Röller (KVS Schwerte) im Viertelfinale unter die Top 16.

 

Die ersten Weltmeisterschaftsrennen, nachdem die junge Sportart in das olympische Programm für Paris 2024 aufgenommen wurde, standen natürlich unter besonderer Beachtung durch den Weltverband ICF. So wurde erstmals ein eigener Wettkampftag für die Läufe in den Zeitplan integriert. Auf der anderen Seite hatte dies auch zur Folge, dass die Finalisten auf dem Weg bis zu den Medaillen fünf Mal innerhalb weniger Stunden den Kurs passieren mussten.

 

Da sich in dem beginnenden Zeitlauf laut Reglement grundsätzlich nur die besten zwei jeder Nation für die folgenden Head-to-Head Rennen qualifizieren, mussten die drei deutschen Herren Thomas Strauß (AKV Augsburg), Noah Hegge (KSA Augsburg) und Tillmann Röller das Weiterkommen unter sich ausmachen. Dabei hatte Strauß um knapp eine Sekunde das Nachsehen hinter Röller. Hegge verpasste im Achtelfinale ein Tor und schied damit aus. Roeller schaffte es eine Runde weiter, musste sich dort aber unter anderem dem späteren Bronzemedaillengewinner Jakub Brzezinski (POL) geschlagen geben.

 

Den Damen kam in den Zeitläufen zu Gute, dass nicht alle Nationen, die ursprünglich gemeldet waren, auch tatsächlich an den Start gingen. Damit hatten Anne Bernert (KSA Augsburg), Franziska Hanke und Nele Bayn die Gelegenheit, aufgrund ihrer gefahrenen Zeiten, allesamt eine Runde weiterzukommen. Davon profitierte vor allem Nele Bayn, die zwar als langsamste unter den dreien aus den Zeitrennen ging, sich dann aber geschickt durch die K.O.-Rennen bis in das Halbfinale fuhr. Auch Hanke musste in den Läufen aufgrund der jeweils langsamsten Fahrzeit gegenüber den anderen Starterinnen die ungünstige linke Position auf der Startrampe einnehmen. Doch auch sie traf eine gute Linie und nutzte Fehler der anderen Starterinnen aus, um in die Halbfinals zu gelangen. Dort jedoch war für beide dann das Rennen durch Ausscheiden beendet. „Dafür, dass wir im Vorfeld nur zweimal trainiert haben und keine Erfahrung in den Wettkampfrennen hatten, können wir mit dem Ergebnis schon recht zufrieden sein“ resümierten die beiden im Ziel.

 

Die Mannschaft setzte sich jeweils aus zwei ohnehin startenden Sportlern und einem ergänzenden Boot ohne Startberechtigung bei den klassischen Slalomrennen zusammen. Bei den Junioren war das deutsche Team nicht vertreten.

Text und Fotos: Philipp Reichenbach

Ergebnisse:
K1m U23: 1. MARX Dimitri (SUI), 2. ROHRER Jan (SUI), 3. BRZEZINSKI Jakub (POL), … 15. ROELLER Tillmann (GER), … 25. HEGGE Noah (GER), … 38. STRAUSS Thomas (GER)

K1w U23: 1. SETCHEL Nikita (GBR), 2. SATKOVA Martina (CZE), 3. GALUSKOVA Antonie (CZE), … 6. BAYN Nele (GER), … 8. HANKE Franziska (GER), … 20. BERNERT Anne (GER)

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