23.05.2019 | Kanu-Rennsport

Bleiben die drei Mäxe die Größten?

Um bei den besten deutschen Kajakfahrern vorne mit dabei zu sein, reicht es fast, so könnte man meinen, einfach mit dem Vornamen Max ins Rennen zu gehen.
Die drei Mäxe

So haben sich in diesem Jahr gleich drei Mäxe, die schon allein von der lateinischen Übersetzung „die Größten“ sind, für die Nationalmannschaft qualifiziert und paddelten sich auch schon in der Vergangenheit der internationalen Konkurrenz weit davon.

Ob Max Rendschmidt im K2 oder K4 (Doppelolympiasieger von Rio), Max Hoff im Zweier-Kajak (Olympiasieger von Rio) oder Max Lemke (Weltrekordhalter und Weltmeister im Vierer-Kajak), der Namen verpflichtet anscheinend zu herausragenden Paddelleistungen.

In diesem Jahr werden sie wieder auf Rekord- und Medaillenjagd gehen. Ihren „Feldzug“ starten sie morgen beim Weltcup in Poznan (24.-26. Mai 2019) und setzen ihn eine Woche später in Duisburg (31.5.-2.6.2019) fort.

Mäxe sind Medaillengaranten

Max Hoff - Athletensprecher, Olympiasieger und alter Hase – ist schon seit Jahren das deutsche Aushängeschild der Kajakfahrer. Als Langstreckler sucht er immer wieder neben den Rennen in den olympischen Klassen die Rennen über die 5.000m-Distanz und räumt dort auch souverän die Medaillen ab. In den vergangenen Jahren vor den Olympischen Spielen 2016 war er der Antriebsmotor für: entweder den Zweier mit Marcus Groß oder den Vierer (über 1.000) mit Rendschmidt, Groß und Liebscher.

Max Rendschmidt kann sogar eine olympische Goldmedaille mehr sein Eigen nennen als Max Hoff, da er in Rio sowohl im Zweier als auch im Vierer der Konkurrenz davon paddelte. Max Rendschmidt gilt im Team als absoluter Wettkampftyp, der schon einmal nach eigenen Angaben das Training etwas schleifen lässt, aber der im Wettkampf Reserven mobilisieren kann, die ihn immer wieder zu Edelmetall paddeln lassen. Als Schlagmann in den Mannschaftsbooten ist er derjenige, der immer wieder den Ton angibt.

Max Lemke ist der Kajak-Youngster und anders als seine Max-Kollegen schlagkräftiger auf den kurzen Distanzen, also am liebsten über 200m. Seine größten Erfolge feierte er im neuformierten Vierer-Kajak – nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro wurde die olympische Distanz für das Großboot von 1.000m auf 500m verkürzt, sodass Lemke als Sprinter sich für das Boot qualifizierte und „mal eben“ in den ersten Rennen einen neuen Weltrekord mit Ronald Rauhe, Max Rendschmidt und Tom Liebscher aufstellte und später Weltmeister wurde.

... und bringen maximale Leistung

„Ich bin mir nicht so sicher, ob vielleicht das intensive Training mit bis zu vier Einheiten pro Tag eher den Ausschlag gegeben hat, dass die Mäxe jetzt in der Weltspitze vorne sind, statt dem Vornamen“, so DKV-Sportdirektor Dr. Jens Kahl.
„Ich weiß aber, dass sie im Wettkampf immer maximale Leistung bringen“, ergänzt er mit einem Augenzwinkern. „Wir werden es auf die Probe stellen, da wir in diesem Jahr auch einen Moritz („Adam“ Anm. d. Red.) im Team haben. Moritz wird allerdings auf einer nichtolympischen Distanz im Canadier an den Start gehen und soll 2024 ein Max (der Größte) werden. Da fehlt dann ein wenig der Vergleich zu den Kajak-Mäxen von heute“, so Kahl weiter“. Aber wenn er der internationalen Konkurrenz auch einen Medaillenstreich spielt, werde ich mich bestimmt nicht beklagen.“


Nützliche Links zu den Welt-Cups
Livestream: www.youtube.com/user/CanoeKayakTV
Ergebnisse: https://results.imas-sport.com/

Bild: Ute Freise / Henning Schoon / Oliver Strubel

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