20.04.2016 | DKV

Blick zurück nach Norden – Blick voraus Richtung Rio

Beim Verbandsausschuss des Deutschen Kanu-Verbandes in Magdeburg am 16. April 2016 standen neben personellen Veränderungen, die Weichenstellung für die Olympischen Spiele in Rio und ein besonderes Jubiläum im Mittelpunkt der Tagung.

So wurde bei der Frühjahrstagung zum einen die 25-jährige Wiedervereinigung des Deutschen Kanu-Verbandes mit dem Deutschen Kanusport Verband, dem damaligen Kanuverband der DDR, gefeiert, aber gleichermaßen mit dem Projekt Mitgliederwerbung 3xi ein Blick voraus Richtung der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro geworfen.

Schröder neuer DKV-Vizepräsident – Bungers wird Ressortleiter Ausbildung

DKV-Präsident Thomas Konietzko freute sich, mit Michael Schröder einen neuen Vizepräsidenten Verbandsentwicklung kommissarisch berufen zu können, der durch den Verbandsausschuss einstimmig bestätigt wurde.  Der 57-jährige Potsdamer ist seit  2013 Präsident des Landes Kanu Verbandes Brandenburg und tritt ab sofort die Nachfolge von Friedhelm Wollner in der Verbandsentwicklung  im Präsidium des DKV an. Ebenfalls personell gestärkt wurde das Ressort Ausbildung. Oliver Bungers, bekannt als Präsident des Bayerischen Kanu-Verbandes, wurde von Konietzko zum neuen Ressortleiter berufen.
„Die personellen Veränderungen sind ein Schritt nach vorne für uns“, so Konietzko nach der Tagung. „Sowohl Schröder als auch Bungers kennen unseren Verband, Wissen um unsere Stärken und die wenigen Schwächen und werden neue Akzente setzen. Michael Schröder brachte sich bereits in der Tagung des Präsidiums mit Ideen im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit ein. Oliver Bungers setzte sich direkt im Anschluss des Verbandsausschusses mit den Vertretern des Freizeitsports zusammen und diskutierte über neue Strategien. Beide sind Männer der Tat mit guten Ideen und die brauchen wir bei uns.“

Mitgliedergewinnung durch Olympische Spiele

Dass die Olympischen Spiele einen Chance der Mitgliedergewinnung für den ganzen Verband sein können, zeigte die Präsentation des Projektes Mitgliederwerbung 3xi. Projektleiter Norbert Köhler und Vizepräsidentin Freizeitsport Isa Winter-Brand stellten den aktuellen  Stand des Projekts und seiner Teilprojekte, wie beispielsweise „Kanu der Familiensport“ vor. „Wenn in Rio das olympische Feuer entfacht wird und unsere Sportler um Gold paddeln, werden hoffentlich viele Menschen in unsere Vereine kommen und Kanusport ausprobieren wollen“, meint Winter-Brand. „Darauf werden wir uns einstellen und diese Chance für unseren Verband nutzen.“

Digitale Gewässerdaten – Wo führt der Weg hin?

Diese zentrale Frage des Schwerpunktthemas „Nutzung der digitalen Gewässerdaten“ wurde auch in Magdeburg wieder intensiv diskutiert. Einen neuen Einblick gab der externe Referent Christian Vonach, CEO der intermaps Software GmbH, der anhand seiner vorgestellten iSKI-App einen sehr interessanten Weg für die Bereitstellung und Vermarktung der Gewässerdaten präsentierte. Mit diesem Impuls erörterte man im Verbandsausschuss verschiedene Geschäftsmodelle und stellte in Aussicht, dass auch die Entwicklung einer App für die Nutzung der Gewässerdaten in Verbindung mit dem elektronischen Fahrtenbuch ein Teil des Modells werden könnte.

Weiskopf und Kumm erinnern sich

Im Anschluss an die Arbeitstagung folgte mit der Jubiläumsfeier zur 25-jährigen Wiedervereinigung beim Kanu Club Börde Magdeburg ein festlicher Ausklang mit einer Interviewrunde zweier damaliger Protagonisten. Prof. Dr. Dr. Joachim Weiskopf (Präsident des DKSV) und Dr. Karl-Albrecht Kumm (Vizepräsident Freizeitsport des DKV) erinnerten sich an die Zeit vor 25 Jahren, den  vielen Tagungen und eine gelungene Vereinigung zweier sehr unterschiedlicher Verbände beim Kanutag in Norden im Jahr 1991.
„Ich hatte bereits vor der Wende intensive und erfolgsversprechende Gespräche mit Ulli Feldhoff“, sagte Weiskopf in der Gesprächsrunde. „Wir wussten, dass wir vor einer großen Aufgabe stehen würden, aber man begegnete sich auf Augenhöhe. Heute bin ich stolz, einen Teil zu dieser Geschichte beigesteuert haben zu dürfen und freue mich über die großartige Entwicklung des Verbandes.“ Dies unterstrich Dr. Karl-Albrecht Kumm: „Unterschiedlicher hätten die beiden Verbände kaum sein können. Der DKV hatte ca. 100.000 Mitglieder und war eher freizeitsportlich geprägt. Im DKSV waren ca. 10.000 Kanuten organisiert, die fast ausschließlich Leistungssport betrieben. Aber wir haben Vieles voneinander gelernt und konnten die Erfolgsgeschichte des Verbandes in beiden Bereichen weiter schreiben.“

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