25.11.2020 | Boater-Cross

Boatercross einen Schritt näher an Olympia - Konsequenzen für den Kanu-Rennsport?

Die Internationale Kanu-Föderation (ICF) ist nach einer Online-Tagung am Dienstag dem Ziel, den Kanu-Extrem-Slalom in das olympische Programm aufzunehmen, einen Schritt näher gekommen.
Kopf-an-Kopf-Rennen im Boatercross

Das ICF-Board stimmte dafür, den Extremslalom (Boatercorss) der Männer und Frauen in seinen Vorschlag für das Kanu-Programm Paris 2024 aufzunehmen. Die ICF ist auch weiterhin bestrebt, innovativ zu sein und sich gleichzeitig mit einer Reduzierung der olympischen Quotenplätze auseinanderzusetzen.

Der Extrem-Slalom ist eine relativ neue Disziplin im Kanu, aber sein spannendes Kopf-an-Kopf-Format hat seit seiner Einführung in die ICF-Weltcups und Weltmeisterschaftsprogramme neue Fans angezogen und starke Fernsehquoten hervorgebracht.

Die Aufnahme der neuen Disziplin in den olympischen Zeitplan würde keine zusätzlichen Athletenquoten erfordern, da viele der Kanu-Slalom-Wettkämpfer wahrscheinlich auch den Extremwettkampf bestreiten werden.

Da das IOC mitgeteilt hat, dass keine neuen Medaillenwettkämpfe in das Programm Paris 2024 aufgenommen werden, stimmte der ICF-Vorstand für den Vorschlag, zwei Medaillen aus dem Kanu-Sprint-Programm zu übertragen und die beiden Medaillen dem Extrem-Slalom hinzuzufügen.

ICF-Präsident Jose Perurena sagte, es sei eine schwierige Entscheidung, aber das Timing für eine Änderung des olympischen Programms für Kanu sei richtig.

"Diese Entscheidung ermöglicht es dem ICF, seine Kernstärken beizubehalten und gleichzeitig Innovation und Vielfalt in das olympische Programm 2024 zu bringen", sagte er. "Boatercross kann Teil der Zukunft unseres Sports sein. Wir wissen, dass er hervorragend zu den Olympischen Spielen passt. Er ist schnell, bei Athleten und Zuschauern gleichermaßen beliebt und kommt im Fernsehen sehr gut rüber. Es passt gut in das IOC-Briefing, neue, "adrenalingeladene" Veranstaltungen vorzustellen, die ein jüngeres Publikum ansprechen.

Extrem-Slalom entspricht auch der Forderung des IOC an den Sport, den Sportstätten mehr Wert beizumessen. Er wird auf dem Kanu-Slalom-Parcours ausgetragen und erweitert den olympischen Slalom-Zeitplan um zusätzliche Tage.

Der ICF-Vorstand wird nun die Optionen für das olympische Kanu-Rennsport-Programm prüfen. Wenn der neue Vorschlag vom IOC akzeptiert wird, werden im Kanu-Rennsport zehn Medaillen und im Kanu-Slalom sechs Medaillen bei den Olympischen Spielen 2024 vergeben.

Der ICF-Vorstand kündigte zudem zwei Gastgeberstädte für Weltmeisterschaften im nächsten Jahr an. Die ICF-Junioren- und U23-Kanu-Slalom-Weltmeisterschaften 2021 werden vom 6. bis 11. Juli in Ljubljana, Slowenien, und die ICF-Junioren- und U23-Wildwasser-Kanu-Weltmeisterschaften 2021 vom 25. bis 28. August in Solkan, ebenfalls in Slowenien, ausgetragen. 

Weitere Informationen unter: www.canoeicf.com

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