21.02.2019 | Umwelt & Gewässer

Deutscher Kanu-Verband setzt auf Umweltbewusstsein

Zahlreiche Experten des Kanusports, des Wasserbaus und des Naturschutzes werden am kommenden Wochenende am Umweltsymposium des Deutschen Kanu-Verbandes in Kassel teilnehmen und sich über aktuelle Entwicklungen zu „Umwelt, Gewässer und Kanusport“ informieren.
DKV-Umweltsymposium

In Kooperation mit der Universität Kassel, Fachbereich Bauingenieur- und Umweltingenieurwesen wird der Verband unter Leitung der Ressortleiterin Umwelt und Gewässer, Petra Schellhorn, der Frage nachgehen, ob das Paddeln in Zukunft überhaupt noch möglich sein wird.

„Kanusport ist Natursport. Daraus ergibt sich direkt, dass wir Kanuten sorgsam im Umgang mit unseren Gewässern sein müssen“, sagt Petra Schellhorn. „Als Verband bieten wir zahlreiche Ökologieschulungen und Fortbildungen an. Unsere Vereine und Mitglieder haben naturgemäß ein sehr hohes Bewusstsein für den Erhalt natürlicher und naturnaher Gewässer. Dennoch müssen wir aber gleichermaßen feststellen, dass beinahe 1.000 Befahrungsregeln auf deutschen Flüssen und Gewässern entstanden sind. Deshalb ergibt sich die Notwendigkeit einer Analyse der Situation und der Möglichkeiten, mit Wasserbauern und Naturschützern zusammen für den Schutz der Gewässer einzutreten.“

Mit Prof. Franz Brümmer, dem Vorsitzenden des Kuratoriums Sport und Natur, Iris Brunar, der stellvertretenden BUND-Landesvorsitzenden in Sachsen Anhalt und Dipl. Ing. Dr. Reinhard Hassinger, dem Erfinder des Fisch-Borsten-Kanu-Passes, stehen ausgewiesene Experten für Impulsvorträge zur Verfügung. An beiden Tagen werden darüber hinaus verschiedene Arbeitskreise und Workshops rund um das Thema Umwelt durchgeführt. „Einen für mich sehr interessanten Workshop werden wir zu dem Thema „Umweltbildung, Nutzerlenkung und Europäischer Paddelpass Deutschland führen“. sagt Schellhorn weiter. „Nur mit qualifizierten Kanuten lassen sich differenzierte Lenkungsmodelle umsetzen, die Kanusport und Naturschutz gleichzeitig ermöglichen.“

Am Samstagvormittag beginnt das Symposium mit Impulsvorträgen und endet am Sonntag mit einem Round-Table-Gespräch zwischen DKV-Experten, Vertretern der Universität Kassel und des Naturschutzes.

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