24.09.2021 | Boater-Cross

Drei Deutsche haben sich für Slalomextrem-Heats qualifiziert

Hannes Aigner (Archivfoto: Nina Jelenec)

In der neuen olympischen Disziplin Slalomextrem haben sich bei den Weltmeisterschaften im slowakischen Bratislava die K1-Olympiasiegerin Ricarda Funk, Elena Apel sowie Tokio-Bronzemedaillengewinner Hannes Aigner über das Einzelzeitfahren für die Heats qualifiziert.

Ricarda Funk (Bad Kreuznach), die bei ihrem Extremslalom-Debüt vor zwei Wochen beim Weltcup in Pau noch im Zeitfahren ausgeschieden war, setzte diesmal die Bestmarke, gefolgt von Ausnahmepaddlerin Jessica Fox aus Australien. Elena Apel startet bei der WM erstmals in dieser Disziplin und hatte auch in Bratislava ihre ersten Trainingseinheiten absolviert. „Das Boot ist natürlich neu für mich und leider hingen im Training die speziellen Torstangen nicht, da bin ich gespannt wie die sich verhalten“, sagte die 23-jährige Augsburgerin noch vor dem Zeitfahren. Nun ist sie mit der sechstbesten Zeit in die Heats gepaddelt.

Die Weltcup-Gesamtsiegerin im Extremslalom, Caroline Trompeter (Hanau), konnte sich als 32. leider nicht qualifizieren, obwohl es acht Heats mit jeweils vier Starterinnen gibt. Der Grund: Laut Reglement sollen die Nationen „gleich verteilt“ in den Heats vertreten sein. In der Praxis bedeutet das, wenn ein Land nur einen Paddler in das Rennen schickt, ist dieser schon zu fast 100 Prozent für die Heats qualifiziert, falls er nicht disqualifiziert wird. Das kann für Mitglieder der starken Nationen mit mehreren Startern zum Verhängnis werden, denn eine sehr gute Zeit allein reicht nicht aus, um in den Heats zu landen. So wurde beispielsweise auch die drittbeste Britin als Zeitlauf-Zehnte aussortiert. Insgesamt waren 55 Teilnehmerinnen am Start. Bei der WM wird deutlich, dass immer mehr Athleten auf die neue olympische Disziplin setzen. Caroline Trompeter resümierte: „Es werden eben immer mehr. Und wenn man dann keinen guten Lauf runter kriegt, reicht es eben nicht. Es ist ziemlich schade, weil meine Stärke ja das Kämpfen ist, und ich das jetzt nicht zeigen kann.“

Bei den Herren ist der Kampf um den Einzug in die Heats noch härter, da pro Nation nur ein Platz zu vergeben, da Athleten aus 32 Nationen am Start waren. So ist nur K1-Olmpia-Bronzegewinner Hannes Aigner als 21. und damit bester Deutscher eine Runde weitergekommen. Noah Hegge (27.) und Extrem-Weltmeister Stefan Hengst (29.) sind ausgeschieden. Damit kann der Hammer seinen Titel nicht verteidigen. Hegge war der unerfahrenste unter den deutschen Herren, er stieg erstmals und der U23-WM dieses Jahr in ein Extrem-Boot. Bei der WM in Bratislava war er zum zweiten Mal dabei.

Die Heats beginnen am Sonntag ab 15.30 Uhr. Das Frauen-Finale findet 17.29 Uhr, das Herren-Finale 17.35 Uhr statt.

Uta Büttner

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