30.06.2021 | Kanu-Freizeit

Masterplan Freizeitschifffahrt des BMVI

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer stellte Anfang Juni in einer digitalen Konferenz den Masterplan Freizeitschifffahrt des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) vor.
Titelbild Masterplan Freizeitschifffahrt (BMVI)

Auf den Bundeswasserstraßen Deutschlands sind zahlreiche Menschen mit dem Kanu, Segel- oder Ruderboot, aber auch mit Motorbooten oder Hausbooten unterwegs. Gewässer (Nebenwasserstraßen), die für die Güterschifffahrt keine größere Bedeutung mehr haben, sind bei Wassertouristen ganz besonders geschätzt und beliebt. Der Tourismus ist in vielen Regionen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. In der 2016 veröffentlichtes Kurzstudie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie werden nur über den Wassertourismus mehr als 4 Milliarden Euro Bruttoumsatz generiert. Mehr als 66.000 Personen bestreiten an den Bundeswasserstraßen ihren Lebensunterhalt in dieser Branche. Weitere Einkommenseffekte summieren sich auf über 1 Milliarde Euro.

Das größte zusammenhängende Wassersportrevier Europas befindet sich in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und im Raum Berlin. Die sogenannten Nebenwasserstraßen bieten den Wassersportlern in vielen Teilen Deutschlands eine existenzielle Infrastruktur und stärken damit den ländlichen Raum. Sie steigern die Attraktivität der Regionen und sichern Lebens- und Einkommensperspektiven vor Ort.

Neben den ökonomischen und ökologischen Interessen gewinnen aber auch Themen wie Digitalisierung und Automatisierung an Bedeutung. Vor allem die Prozesse um den Betrieb der wasserbaulichen Infrastruktur, werden sowohl den Schiffsverkehr als auch den Freizeitverkehr beeinflussen.

Die Strukturierung dieser Aspekte erfolgt im Masterplan Freizeitschifffahrt. Der letztlich mit der zukünftigen Umsetzung den Erhalt der Wasserstraßen für die Freizeitnutzung zum Ziel hat.

Demzufolge kommen auf die Wassersportverbände eine Vielzahl von Interessenvertretungen, Herausforderungen und zu beachtende Rahmenbedingungen zu. Es gilt eine ganzheitliche Betrachtung darzustellen und die Neuausrichtung für die Nebenwasserstraßen insbesondere auch für den nicht gewerblichen Kanusport zu entwickeln. Der Betrieb und Unterhalt dieser für den organisierten Kanusport wichtigen Wasserstraßen zu sichern, ist die Aufgabe der Kanuverbände. Für den Herbst 2021 sind Regionalkonferenzen angekündigt, bei denen die Vertreter der Sportverbände die Interessen der Vereine und ihrer Mitglieder einbringen werden.

Der Deutsche Kanu-Verband wird auch zukünftig eng mit den Landes-Kanu-Verbänden und betroffenen Vereinen vor Ort zusammenarbeiten. Wie es auch jetzt schon in Zusammenhang mit anderen Beteiligungsprozessen (Blaues Band Deutschland, Living Lahn, Wassertourismuskonzept) geschieht, setzen wir uns gemeinsam mit anderen Wassersportverbänden für die weitere Freizeitnutzung unserer Gewässer ein.

Somit wollen wir gewährleisten, dass auch zukünftige Generationen Kanu-Trainings abhalten können und Kanu-Wanderfahrten allen interessierten Kanusportlerinnen und Kanusportlern Fitness und Freude bringen.

 

Der Masterplan Freizeitschifffahrt kann hier heruntergeladen werden.

 

Hauptquelle: https://masterplan-freizeitschifffahrt.bund.de/masterplan

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