25.06.2021 | Kanu-Rennsport

Noch einmal bolzen vor dem Showdown

Jens Kahl und Arndt Hanisch blicken auf die Zielgerade vor Tokio
Training bei Wind und Wetter (vorne Tine Dietze und Tim Hecker / hinten Conrad Scheibner und Sabrina Hering-Pradler) Bild: Thomas Lohnes

Noch einen Monat bis die Kanu-Rennsport Wettkämpfe bei den Olympischen Spielen in Tokio beginnen. Bei der Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch zeigte sich das Team von Bundestrainer Arndt Hanisch optimistisch und gut aufgestellt. Derzeit befindet sich das Kanu-Rennsport Team Deutschland im Grundlagen Trainingslager in Kienbaum. 

„Wir trainieren hier noch einmal die individuellen Grundlagen“, meinte Bundestrainer Arndt Hanisch während der Pressekonferenz. „Das bedeutet, noch einmal richtig bolzen und richtig Kilometer fressen. Das sind wirklich harte Einheiten und das macht eigentlich Keinem richtig Spaß. Dieser Lehrgang gehört aber zum wichtigsten Teil vor dem Saisonhöhepunkt.“ 

Während eines solchen Lehrgangs sind Abwechslungen, wie die Olympia-Einkleidung durch den DOSB letzte Woche und die Pressekonferenz am vergangenen Mittwoch sehr willkommen. „Manche gehen schon auf dem Zahnfleisch“, ergänzte Hanisch. „Aber das ist auch vollkommen normal.

Nach diesem Lehrgang folgt wieder eine kurze Phase im Heimtraining und danach kommt die unmittelbare Wettkampf-Vorbereitung in Duisburg. Wir werden von dort aus Ende Juli nach Naka in Japan fliegen, damit wir akklimatisieren können. Zwei Tage vor den Wettkämpfen geht es dann weiter nach Tokio.“ 

Die Route ist für das Kanu-Rennsport Team Deutschland somit festgelegt. Das Ziel, der Sea Forrest Waterway in Tokio, praktisch schon vor Augen. Dort wollen die 17 Paddlerinnen und Paddler wieder für großes Aufsehen sorgen und möglichst viele Medaillen aus dem Pazifik fischen. „Mit dem DOSB haben wir eine Prognose von sechs bis sieben Medaillen im Kanu-Rennsport getroffen“, so der Sportdirektor Jens Kahl während der Pressekonferenz. „Das ist auch nach wie vor ein realistisches Ziel. Beim DOSB haben wir die komplette Meldung letzte Woche abgegeben und werden mit einer ähnlichen Einsatzkonzeption wie beim Weltcup oder bei den Europameisterschaften in Tokio antreten. In manchen Disziplinen, wie dem Einer-Canadier der Herren, werden wir mit Sebastian Brendel und Conrad Scheibner gleich zwei Weltklasse Athleten ins Rennen schicken können. Die Doppelstartregel bei den Spielen lässt das zu und wir sind nebenbei auch ziemlich froh, dass wir uns nicht zwischen den beiden entscheiden müssen.“

Die Kanu-Rennsport Wettkämpfe in Tokio beginnen am 2. August und enden am 7. August mit dem großen Finale, dem Vierer-Kajak der Herren. 

Von Oliver Strubel
Bilder: Thomas Lohnes

Zum Zeitplan der Kanu-Wettbewerbe bei den Olympischen Spiele 
 

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