29.09.2022 | Kanu-Freizeit

Olympiasiegerin Ricarda Funk unterstützt "Initiative Rhein-Main-Welle"

Die Olympia-Siegerin und mehrfache Weltmeisterin Ricarda Funk bekräftigt die enorme überregionale Bedeutung der Kanu-Trainingsstelle am Steindamm in Trebur (Hessen). Der Steindamm in Trebur wurde zum Schlüssel für internationale Kanu-Erfolge. In der „Initiative Rhein-Main-Welle“ setzen sich 40 Vereine und Verbände für eine langfristige Nutzung der dortigen Kanu-Welle ein.
@Philipp Reichenbach

„Der Steindamm in Trebur ist wichtig, um Kinder an den Kanusport heranzuführen und mit dem Element Wasser vertraut zu machen“, meint Ricarda Funk. „In Rheinland-Pfalz und im Rhein-Main Gebiet hat der Kanusport eine große Tradition. Einige weltklasse Sportler haben den Grundstein für ihre Karriere dort gelegt. Um diese Tradition zu erhalten, sind gut erreichbare Trainingsmöglichkeiten wie der Steindamm von hoher Bedeutung.“
Damit zeigt sich die Olympiasiegerin und 3-fache Weltmeisterin solidarisch mit der „Initiative Rhein-Main-Welle“ und engagiert sich für eine dauerhafte Nutzung des Steindamms als Kanu-Trainingsstelle. Sie unterstreicht die immense Bedeutung des Steindamms in Trebur. Ihr Verein, der KSV Bad Kreuznach ist selbst engagiertes Mitglied der Initiative.
Die hohe Bedeutung der Kanu-Trainingsstelle am Steindamm in Trebur für Wassersportler:innen wird erneut durch die jüngsten internationalen Erfolge deutlich. Neben vielen Nachwuchs- und Breitensportler:innen trainieren hier regelmäßig auch der amtierende Weltmeister (2022) im Kanu-Freestyle Philip Josef und die amtierende Europameisterin der Juniorinnen (2021) Merle Hauser. „Der Steindamm in Trebur ist das Herz des Kanu-Sports in Hessen und darüber hinaus. Es ist für den Kinder-, Nachwuchs- und Leistungssport enorm wichtig, dass der Steindamm für den Kanusport weiterhin als Sportstätte genutzt werden kann!“, so Philip Josef, amtierender Weltmeister im Kanu-Freestyle. „Als amtierende Europameisterin im Kanu-Freestyle setze ich mich für den Erhalt des Steindamms in Trebur ein. Der Steindamm ist für mich und viele andere Paddlerinnen und Paddler eine einzigartige Kanu-Trainingsstelle.“ So Merle Hauser, Europameisterin.
„In Hessen gibt es viele Sportstätten wie z.B. Fußballplätze – aber nur eine Kajak-Welle!“, so Jonas Künkel, DKV-Referent für Gewässerbau und Sprecher der Initiative. Stehende Wellen bzw. Surfwellen sind ein sensibles Konstrukt. Meist bedarf es dafür hohe Ingenieurskunst und beachtliche finanzielle Mittel wie z.B. aktuell in Nürnberg (3 Mio. €). Nur selten bilden sie sich zufällig, so wie in Trebur. „Kanu-Sportler:innen haben eine große emotionale Verbundenheit mit ihrem Sport und den Trainingsstellen in der Natur. Der Steindamm in Trebur spielt dabei eine besondere Rolle, da er in einem Umkreis von 300 Km einzigartig ist. Damit hat er eine enorme überregionale Bedeutung für die Sportler:innen und ist für den Breiten,- Nachwuchs und Leistungssport gleichermaßen wichtig.“ So Jonas Künkel
„Insgesamt 40 Vereine und Verbände haben die Initiative Rhein-Main-Welle gegründet, um für den Erhalt des Steindamms einzutreten“, erklärt Jonas Künkel. „Dies zeigt den hohen überregionalen Bedarf. Wir engagieren uns dafür, dass aktuelle und auch kommende Generationen an Kanu-Sportler:innen den Steindamm in Trebur zum Training nutzen können. Das ist ein Herzensanliegen für uns! Unsere Verbundenheit als Natursportler:innen zu diesem Ort ist stark, denn der Steindamm ist einzigartig für den Wassersport in Rheinland-Pfalz, Hessen und darüber hinaus,“ so Jonas Künkel
„Sozial-ökologische Komponenten und Werte sind den Vereinen und Verbänden der Initiative Rhein-Main-Welle besonders wichtig“, erklärt Künkel weiter. „Die internationalen Erfolge des Kanusports bestärken uns darin, mit unserer Verbands- und Vereins-Arbeit in der Rhein-Main-Region soziale Kompetenzen, umweltverträglichen Natursport und gesellschaftlichen Zusammenhalt, zu fördern. Ein ortsnahes Sportangebot wird am Steindamm auch Kindern und Jugendlichen aus niedrigen Einkommensschichten über Vereinssport die Teilhabe am Kanusport ermöglicht“.
Die „Initiative Rhein-Main Welle“ setzt sich beim Steindamm für eine ökologisch und sozial sinnvolle Nutzung im Einklang mit der Natur ein. Die Welle ist besonders ökologisch wertvoll, da sie durch das vorhandene Gefälle entsteht, ohne dass zusätzlich Energie oder zusätzliche Kosten aufgewendet werden müssen. Zudem wird damit für eine Sauerstoff- und Frischwasserzufuhr im Ginsheimer Altrhein gesorgt.
„Die Kosten anderorts für Wellen-Neubau-Projekte zeigen, wie hoch der Wert des Steindamms als überregionale Kanu-Trainingsstelle ist“, so Jonas Künkel. „Die hohe Bedeutung für den Kanusport wird auch dadurch unterstrichen, dass hier in Trebur regelmäßig Kinder-, Nachwuchs-, und Leistungstrainings stattfinden. Darüber hinaus nutzen verschiedene DLRG-Verbände die Strömung regelmäßig für Wasserrettungsübungen, die dort gefahrlos durchgeführt werden können.“

Weitere Infos auf der Homepage:
https://www.rheinmainwelle.de/erhalt-steindamm-trebur/

Und auf Instagram. Rhein-Main-Welle:
https://www.instagram.com/rhein_main_welle/

Merle Hauser, Europameisterin beim Training am Steindamm, Trebur:
https://www.ardmediathek.de/video/landesschau-rheinland-pfalz/merle-hauser-europameisterin-im-freestyle-kajak/swr-rp/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzE1NTU1NTI

 

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