12.08.2019 | DKV

Pitesti Pilotevent: Ein weiterer Schritt in Richtung nachhaltiger Veranstaltungen im Kanusport

Die Internationale Canoe Federation (ICF) hat mit einem erfolgreichen Pilotevent bei der Junioren- und der U23-Kanu-Sprint-Weltmeisterschaft in Pitesti (Rumänien) letzte Woche einen weiteren wichtigen Schritt unternommen, um ihre Veranstaltungen umweltverträglich und nachhaltig zu gestalten.
Die Herausforderung: Kanu-Veranstaltung nachhaltig organisieren

Die Veranstaltung war ein wunderbares Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen der ICF, der Internationalen Akademie für Sportwissenschaft und -technologie (AISTS), den Veranstaltern, Athleten, Offiziellen und Freiwilligen. Der Start des Programms erfolgte bereits im vergangenen Jahr beim Kanu-Slalom-Weltcup in Augsburg.

"Dies war das erste Mal, dass wir unser Nachhaltigkeitsprogramm bei einem Kanusprint-Event getestet haben, und wir sind absolut begeistert von den Ergebnissen", sagte die ICF-Nachhaltigkeitsmanagerin Catherine Wieser. „Wir waren begeistert, als der rumänische Kanu-Verband den Wunsch äußerte, dieses Pilotprojekt durchzuführen, und waren vor und während der Veranstaltung von der großen Begeisterung beeindruckt. Im April veranstalteten wir in Pitesti einen Workshop, an dem der lokale Bürgermeister, Mitglieder des Organisationskomitees, Sportler und lokale Medien teilnahmen. Es war uns auch wichtig, unsere jüngeren Mitglieder der Kanu-Community anzusprechen, die tendenziell sehr umweltbewusst sind. Das Feedback war sehr positiv und wir sind zuversichtlich, dass wir eine Plattform für zukünftige Veranstaltungen geschaffen haben.“

Zu den Höhepunkten des Programms gehörte die Verwendung von Produkten aus der Region, eine Wassernachfüllstation am Kurs, um die Verwendung von Mehrwegflaschen zu fördern, und die Verwendung von Mehrweggläsern in Bereichen wie dem VIP-Raum. Während des Wettkampfes wurden den Athleten täglich mehr als 1.000 Mittagessen auf wiederverwendbaren Tellern und mit wiederverwendbarem Besteck serviert. Es gab vegetarisches Essen, das bei Zuschauern, ICF-Mitarbeitern und Sportlern sehr geschätzt wurde.

"Um unnötigen "Druckanfertigungen zu vermeiden, wurde ein lokaler Anbieter damit beauftragt, auf dem Kurs Hemden, Banner, Beschilderungen und Souvenirs zu drucken. Der Druck wurde auf Anfrage zur Verfügung gestellt, wodurch die Kosten und der Transport für die Organisatoren reduziert wurden. Während der Veranstaltung haben wir mehr als 160 Umfragen unter Athleten, Freiwilligen und Zuschauern durchgeführt“, sagte Geert Hendriks, Vertreter der AISTS vor Ort. „Wir wollten ihre Meinung darüber hören, wie wir Veranstaltungen umweltverträglicher gestalten können, welche Meinung sie für die in Pitesti geleistete Arbeit haben und welche Dinge eine hohe Priorität für zukünftige Kanu-Veranstaltungen haben sollten. Wir werden in den kommenden Tagen alle Ergebnisse zusammenstellen. Eine erste Analyse hat uns viele Einblicke in das gegeben, was bereits getan wurde. Wir sind sehr dankbar für die Arbeit, die die Rumänische Föderation geleistet hat, um dieses Pilotprojekt zu einem solchen Erfolg zu machen.“

Die ICF wird ein ähnliches Pilotprojekt bei der Kanu-Slalom- und Wildwasser-Weltmeisterschaft 2019 in La Seu, Spanien, durchführen.

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