04.05.2020 | Historisches Erbe und Kunst/Kultur

Potsdamer Schlösserfahrt

Die diesjährige 20. Potsdamer Schlösserfahrt ist aufgrund der Corona-Krise abgesagt!
© Marco Nörenberg

Unterwegs in der Havelregion: Im Paddelboot zu den Schlössern der Preußenkönige

Die reizvolle Landschaft der Havelseen und den Schlösserreichtum der Kulturlandschaft rund um Potsdam kombiniert die Potsdamer Schlösserfahrt miteinander. Auch bei der 19. Auflage der attraktiven Tour am 1./2. Juni 2019 waren wieder über 100 Paddler mit von der Partie und nahmen unvergessliche Eindrücke von den zahlreichen direkt am Wasser liegenden historischen Prachtbauten der brandenburgischen Landeshauptstadt mit nach Hause.

Vom Ausgangspunkt am Bootshaus der Wasserfreunde Pirschheide am Stadtrand von Potsdam führte das Programm am ersten Tag über ca. 27 bzw. 33 Kilometer zunächst die Havel aufwärts zur als Moschee gestalteten Pumpstation für die Fontänen in Sanssouci in der Neustädter Havelbucht. Weiter ging es zunächst zur Freundschaftsinsel und dann unter der Humboldtbrücke und der Glienicker Brücke hindurch. Hinter der Glienicker Brücke konnten die Teilnehmer die Boote verlassen und an einem geführten Spaziergang rund um das Schloss Glienicke teilnehmen. Anschließend ging es weiter Richtung Sacrower Heilandskirche und vorbei an der Pfaueninsel zum Rastplatz „Am Jagen 97A“, wo eine Mittagspause mit deftigem Eintopf eingelegt wurde. Für den Rückweg standen zwei verschiedenen Varianten zur Wahl, und zwar entweder über die gleiche Strecke oder über den Großen Wannsee, den Kleinen Wannsee und den Griebnitzsee zum Bootshaus der Wasserfreunde Pirschheide.

Der zweite Tag führte die Paddler über ca. 18 Kilometer die Havel abwärts Richtung Caputher Gemünde, wo die seit 1853 in Betrieb befindliche Seilfähre, die die Orte Geltow und Caputh verbindet, gequert wurde. Die Tour führte dann weiter zur Baumgartenbrücke in Richtung Werder. Vor der Insel Werder gab es noch einen Stopp und Gelegenheit, sich einem geführten Spaziergang zum nördlichsten klassifizierten Weinberg Europas anzuschließen. Anschließend paddelten die Teilnehmer rechtsseitig am Ufer entlang durch die Baumgartenbrücke Richtung Wentorfgraben und durchfuhren schließlich noch den Petzinsee Richtung Vereinsgelände.

Mit dem kostenlosen Eintopf am Samstagmittag, Kaffee und selbstgebackenem Kuchen am Samstagnachmittag sowie einem preisgünstigen Grillimbiss samt Getränken am Samstagabend war einmal mehr auch für das leibliche Wohl der Paddler gesorgt.

Kanutouren, die derart komprimiert ein faszinierendes Naturerlebnis gespickt mit traditionsreichen Kulturstätten bieten wie die Potsdamer Schlösserfahrt, dürften Seltenheitswert haben.

 

 

© Wassersportfreunde Pirschheide e.V. Potsdam
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