26.03.2020 | Kanu-Rennsport

Rauhe – Brendel – Hoff: Statement zur Verschiebung der Olympischen Spiele

Ronald Rauhe, Sebastian Brendel und Max Hoff vereinen zusammen neun olympische Medaillen.
Rauhe - Brendel - Hoff (Bilder: Schoon und Freise)

Davon fünf Goldmedaillen.  In ihren Statements nach der Verschiebung der Olympischen Spiele bringen die drei Ausnahmesportler ihre Gefühle zum Ausdruck und zeigen in welch schwierigen Situationen sich die Sportler befanden und weiterhin befinden.

Ronald Rauhe: 
Es sollten meine sechsten Spiele werden, es sollten meine letzten Spiele werden. Alles war darauf ausgerichtet. Dennoch bin ich froh, dass das IOC diese Entscheidung so frühzeitig getroffen hat. Die letzten Tage und Wochen waren nicht leicht und ich bin froh, dass der Druck von unseren Schultern genommen wurde. Was das für mich und meinen Weg bedeutet kann ich aktuell nicht sagen. Es ist aber gerade auch nicht wichtig. Wichtig ist, dass wir diese schwere Zeit gemeinsam durchstehen und mit Rücksicht und Zuversicht nach vorne schauen.

Sebastian Brendel
Jetzt kommt die Verschiebung der Olympischen Spiel für das Jahr 2021. Ein genaues Datum gibt es noch nicht. Es wird etwas dauern sich auf die neue Situation einzustellen, aber ich werde auch Tokyo2020  voller Motivation angehen. Wir alle sind gespannt was das Jahr 2020 noch bringt.

Max Hoff
(nimmt zunächst Bezug auf die Siegerehrung in Rio): Dies ist einer der Momente, die mich in der Vergangenheit jeden Tag motiviert haben - # rio2016 Olympiasieger zu werden war und ist unglaublich. 
Jetzt wird Tokyo 2020 auf 2021 verschoben, eine absolut richtige und mutige Entscheidung. Im Moment gibt es andere Dinge, auf die sich die Welt konzentrieren muss. Trotzdem ist es für mich persönlich eine schwierige Situation dies zu akzeptieren. Ich war sehr konzentriert und motiviert auf diesen Sommer und hatte Pläne für die Zeit danach. Nach dem Gewinn des Weltmeistertitel im Zweier-Kajak über 1000 im Jahr 2018 mit Marcus Groß und 2019 mit Jacob Schopf gab es eine große Chance, sich für Tokyo 2020 zu qualifizieren und dort ein großes Rennen zu paddeln. Jetzt sind die Spiele zwar nicht abgesagt, aber die Pläne für die Zeit danach und die Dinge, die wichtig sind, verschieben sich. Ich brauche erstmal ein paar Tage oder auch Wochen und eine Menge Gespräche mit Menschen, die mir wichtige sind wie Trainingspartner, Trainer und meinem letztjährigen Zweierpartner Jacob Schopf, um mich zu sortieren und den besten Weg zu finden.

 

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