08.05.2021 | Kanu-Slalom

Ricarda Funk holt EM-Bronze

Trotz einiger kleiner Probleme konnte die Bad Kreuznacherin über Edelmetall jubeln.
EM-Bronzemedaillengewinnerin Ricarda Funk

Jubel im deutschen Team. Ricarda Funk hat bei den Europameisterschaften im italienischem Ivrea im Kajak-Einer am Samstag Bronze gewonnen. Es war ein nervenaufreibender Kampf und eine Fahrt mit Pleiten, Pech und Pannen. Nach einem Supereinstieg blieb sie etwas mit dem Paddel hängen, dann Zittern, ob sie eine Passage meistert. Und zweimal wackelte auch ein Torstab. „Das hat mich schon ganz schön geärgert.“ Und zum Schluss hat die Bad Kreuznacherin noch so viel Wasser geschluckt, „dass ich nicht mehr richtig atmen konnte“, erzählt die Olympia-Starterin. „Aber jetzt bin ich happy und erleichtert.“ Gold ging an die Österreicherin Corinna Kuhnle, Silber holte Eva Tercelj aus Slowenien.

 

Die zweite deutsche Finalistin, Elena Apel aus Augsburg, verpasste leider ein Tor. Dennoch zeigte sie sich zufrieden, nach so einer langen Wettkampfpause wieder in einem internationalen Finale gestanden zu haben. „Es hat unglaublich viel Spaß gemacht. Leider habe ich Tor 14 leicht zu knapp befahren und nachträglich 50 Strafsekunden bekommen. Am Ende war ich trotzdem stolz so einen Lauf nochmal runtergebracht zu haben.“

Cindy Pöschel, die als Gewinnerin des Qualifikationslaufes als Letzte im Feld startete, hatte am Ende 54 Strafsekunden auf ihrem Konto ebenfalls keine Chance auf den Finaleinzug. Der Einstieg in die schwierige Strecke sei ihr recht gut gelungen. „Zwischen Tor sieben und acht war das Glück leider nicht auf meiner Seite. Das Paddel kurz an der falschen Stelle in Kombination mit einer kleinen Welle haben dazu geführt, dass ich unter Wasser verschwunden war. Es passierte alles blitzschnell. Reagieren konnte ich in dem Moment nur noch mit einer Eskimorolle. Anschließend habe ich versucht, den Rest der Strecke ordentlich zu Ende zu paddeln“, sagte die 31-Jährige.

 

Siegerehrung und Interview mit Ricarda Funk:

 

Kajak-Herren-Finale ohne deutsche Beteiligung

Alle drei Kajak-Herren schafften es nicht ins Finale. Olympia-Starter Hannes Aigner verpasste den Finaleinzug als Elfter im Feld um einen Platz. Zwar leistete sich der Augsburger keine Stabberührung, doch das allein reicht bei der hohen Leistungsdichte im Kajak-Herren-Bereich nicht. „Der Lauf war sicher und solide, aber an ein paar Stellen habe ich leider etwas Schwung verloren und wurde ausgebremst“, erklärte der 32-Jähre den Zeitverlaust auf der Strecke.

Stefan Hengst wurde ein Fahrfehler kurz nach dem Start zum Verhängnis, sodass er Tor zwei verpasste. Trotzdem ist er seinen Lauf weiter gut gefahren, ohne diese 50 Strafsekunden wäre der Hammer Halbfinal-Zweiter geworden. Bei Tim Maxeiner (Wiesbaden) lief es vom Start weg nicht, am Ende standen 156 Strafsekunden zu Buche. „Ich tue mir nach der langen Wettkampfpause aktuell noch sehr schwer, in den Wettkampfmodus zu kommen und meine Trainingsleistung umzusetzen“, sagte Maxeiner, der optimistisch nach vorn sieht, „die Saison ist aber noch jung, so dass ich hoffe, das im weiteren Jahresverlauf in den Griff zu bekommen.“

Gold, Silber und Bronze gingen an den Tschechen Vit Prindis, Giovanni De Gennaro aus Italien und Peter Kauzer aus Slowenien.

Text, Fotos und Video: Uta Büttner

Siegerehrung Kajak-Damen
Ricarda Funk völlig ausgepumpt nach ihrem Finallauf.
Ricarda Funk
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