27.05.2022 | Parakanu

Spannende Rennen trotz Wind und Wellen

Special Olympics Demonstrationsrennen beim Weltcup in Poznan
Spannende Rennen der Unified Boote

Special Olympics Demonstrationsrennen beim Weltcup in Poznan Am Freitag Mittag reisten Special Olympics Paddler aus Deutschland und Polen extra nach Poznan, um auf der Regattastrecke ihr Können zu zeigen. Denn bereits zum zweiten Mal nach 2019 fanden im Rahmen des Sprint- und Parakanu-Weltcups Demonstrationsrennen für Sportler mit geistiger Behinderung statt. Die Special Olympics Organisation Polen und Europa hat dies erfolgreich unter der engagierten Federführung von Roza Banasik-Zaranska initiiert. Der starke Wind, der sogar zur Verschiebung der Parakanu- und Sprintrennen führte, konnte den Special Olympics Sportlern in ihren Tourenbooten nicht so viel anhaben. Es wurden zwei Zweier-Rennen mit Unified Partner gestartet. Einzig die Einer-Rennen wurden aus Sicherheitsgründen gestrichen. Im Unified Boot sitzt jeweils ein behinderter Sportler mit einem nicht-behinderten Sportler. Die Idee dahinter ist, dass beide auch gemeinsam trainieren und die jeweilige Lebenswelt und Interessen des anderen kennenlernen. Es geht also um inklusive Teams.

Aus Deutschland kam die Mannschaft vom PCK Wassersport Schwedt angereist, verstärkt von einer Paddlerin aus Berlin. Dem 11-köpfigen Team gehören einige erfolgreiche Special Olympics Paddler an, die die deutschen Farben bereits bei Weltspielen von Special Olympics vertreten haben. Geleitet wird das Team von Gerhard Bowitzki, erster Weltmeister aus Deutschland im Parakanu. Der Präsident des Kanuweltverbands ICF, Thomas Konietzko, lies es sich nicht nehmen, zusammen mit dem Vorsitzenden des Paracanoe-Boards, John Edwards, anschließend die Siegerehrung aller Sportler durchzuführen.

Anlässlich der Weltmeisterschaften in Halifax im August sind weitere Demonstrationsrennen mit geistig behinderten Sportlern geplant. Bereits im Juni finden die Nationalen Spiele von Special Olympics Deutschland in Berlin statt. Die Kanuten werden in Grünau an den Start gehen, und danach gleich an die Oberbaumbrücke wechseln. Denn erstmals werden sie bei den Finals dabei sein. In der offenen Parakanu-Startklasse sind bei den Deutschen Rennsportmeisterschaften ebenfalls Sportler mit geistiger Behinderung am Start. Es gibt auf nationaler und internationaler Ebene in diesem Jahr viele Möglichkeiten für Menschen mit geistiger Behinderung, ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. So wie heute, als sie erfolgreich Wind und Wellen trotzten.

Ein gemeinsames Bild zur Erinnerung am Ende
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