16.09.2019 | Parakanu

Test bestanden

Erfolgreicher Start der deutschen Para Kanuten in Tokio
Zufriedene Gesichter nach erfolgreichen Test-Wettkampf

Anja Adler und Ivo Kilian vom Halleschen KC 54 vertraten erfolgreich die deutschen Farben bei den Para Kanu Rennen in Tokio. Auf Einladung des Welt-Kanu-Verbands ICF nahmen die besten Kanuten aus der ganzen Welt aus den letzten beiden Jahren an dieser Regatta teil. Die 30-jährige Rollstuhlfahrerin Anja Adler startete in der Startklasse Kl 2. Sie konnte sich über Vorlauf und Halbfinale für das A-Finale qualifizieren, und erkämpfte sich dort einen starken sechsten Platz. Die Studentin meint selbst dazu: “ Ich konnte im Finale noch eine Schippe drauf legen. Den Abstand nach vorne konnte ich im Vergleich zur Weltmeisterschaft von vor drei Wochen sogar noch verringern. Mit dem ganzen Wettkampf hier in Tokio bin ich sehr zufrieden.“ Bundestrainer André Brendel zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden mit der Leistung: „Nur eine Sekunde Abstand auf einen Medaillenplatz ist ganz hervorragend. Anja fuhr ihre Rennen auf einem konstant hohen Niveau. Im Finale war der Start, im Gegensatz zum Halbfinale, nicht optimal. Doch haben wir gesehen, was im Hinblick auf die Paralympics im nächsten Jahr möglich ist.“ Der zweite Hallenser, Ivo Kilian, ging ebenfalls in der Startklasse Kl 2 an den Start. Im Gegensatz zu Anja Adler hat er bei den Weltmeisterschaften in Szeged noch keinen Quotenplatz für Tokio erreicht. Der Paralympics-Teilnehmer von 2016 konnte mit seinem siebten Platz im A-Finale jedoch aufzeigen, dass bei der nächsten Qualifikationsrunde bei den Weltmeisterschaften in Duisburg 2020 mit ihm zu rechnen ist. Der Bundestrainer bescheinigte ihm, stabile Rennen gefahren zu sein. „Die Leistungen Kilians waren deutlich stabiler und besser als noch bei den Weltmeisterschaften.“ Der 42-jährige IT-Techniker war auch erheblich zufriedener mit seinen Leistungen, als nach der WM. Das Test-Event für die olympischen und paralympischen Spiele 2020 auf dem Sea Forest Waterway, der neu angelegten Regattastrecke im Hafengebiet von Tokio, konnte von den Athleten und Bundestrainer André Brendel, sowie Jürgen Hausmann, dazu genutzt werden, die Wasserbedingungen und Wetterbedingungen für die Wettkämpfe im nächsten Jahr zu testen. André Brendel sagte dazu: „ Die Strecke ist recht offen, und damit windanfällig. Das Wasser ist sehr salzhaltig, es schwimmen Fische und Quallen drin. Da das Wasser mit 28° sehr warm ist, paddelt es sich jedoch wie Süßwasser. Die Veranstalter haben während der gesamten Regatta immer wieder Änderungen und Verbesserungen ausprobiert, um den Ablauf für die Spiele im nächsten Jahr zu optimieren.“

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