17.02.2021 | Kanu (Allg.)

Trainer/in gerade JETZT

Trainer*innen sind Bindeglied zwischen Vereinen und Mitgliedern. Sie haben „Corona-konforme“ Wege gesucht, um in der Krise mit den Vereinsmitgliedern in Kontakt zu bleiben.
Trainer im Kanusport

Aktuell sind Trainer*innen mehr denn je Schlüsselpersonen im Sport. Gerade in der Krisenzeit sind sie das Bindeglied zwischen den Vereinen und ihren Mitgliedern. Vereine werden aktuell in erster Linie durch ihre Trainer*innen und deren Handeln sichtbar. Denn es waren die Trainer*innen, die schnell reagiert und sich „Corona-konforme“ Wege gesucht haben, um mit den Vereinsmitgliedern in Kontakt zu bleiben. Sie haben die Initiative ergriffen und für die Sportler*innen und Aktiven ein digitales Angebot auf die Beine gestellt. Somit stehen sie „an vorderster Front“, um den Vereinssport präsent zu halten. Mit ihren Ideen und Erfahrungen tragen sie maßgeblich dazu bei, den Vereinen und Verbänden durch die Krise zu helfen.

Es hat sich auch jetzt wieder gezeigt, dass Trainer*innen viel mehr leisten, als zur reinen sportlichen Betätigung zu befähigen. Durch mentale Unterstützung helfen sie, ihre Sportler*innen physisch und psychisch fit zu halten. Sie motivieren zum Durchhalten, bis das vereinsbasierte Sporttreiben wieder möglich wird. Sie gehen mit gutem Beispiel voran und halten sich an die Regeln. Sie coachen ihre Schützlinge, damit sie gut durch diese schwierigen Zeiten kommen und strahlen Optimismus aus. Allein schon für diese Leistungen verdienen Trainer*innen höchste Anerkennung.

Diese Leistungen sind auch außerhalb der Sportvereine und gesellschaftlich hoch relevant. Spätestens jetzt wird jedem klar, welchen wichtigen Beitrag die Trainer*innen für eine ganzheitliche Bildung und Persönlichkeitsentwicklung von Kindern und Jugendlichen spielen und wie sie die Menschen bei dem Erhalt und der Verbesserung ihrer Gesundheit unterstützen. Hinter diesen Leistungen stecken vielfältige fachliche, soziale und methodische Kompetenzen, die die Trainer*innen in ihren Aus- und Fortbildungen und in einem ständigen Lernprozess entwickeln. Es gilt, diese Kompetenzen gesellschaftlich und bildungspolitisch anzuerkennen und die Trainer*innen in ihrem Lernprozess zu unterstützen. Letzteres tun viele Verbände, indem sie innovative digitale Lern- und Beratungsangebote vorhalten, damit die Trainer*innen gut vorbereitet und mit neuen Ideen den Wiedereinstieg in das vereinsbasierte Sporttreiben gestalten können.

Bis es aber soweit ist, sind Vereine und Verbände gefordert, ihre Trainer*innen gut durch diese Krise zu begleiten und ihre Tätigkeit sicherzustellen. Insbesondere den freiberuflichen Trainer*innen und Honorartrainer*innen geht der anhaltende Lockdown an die Substanz. Das zeigt auch, dass die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Trainer*innen nach wie vor eine aktuelle Anforderung darstellt, die es weiterhin umzusetzen gilt.

Wir alle sind aufgefordert, gerade jetzt in Krisenzeiten, die Trainer*innen und ihr Engagement nicht aus den Augen zu verlieren und ihre Förderung nach wie vor als Kernaufgabe in den Sportorganisationen zu setzen. Egal, ob sie auf Bundes-, Landes- oder Vereinsebene tätig sind, hauptberuflich oder ehrenamtlich engagiert. Denn die Trainer*innen werden es sein, die das Sporttreiben im Verein wieder ans Laufen bringen, sobald die Beschränkungen gelockert werden. Sie werden die Hygienekonzepte vorbildlich umsetzen und mit gutem Beispiel vorangehen. Sie werden die Kinder und Jugendlichen wieder in Bewegung und das Lachen wieder auf unsere Sportplätze bringen. Und sie werden es sein, die die Sportler*innen bei Wettkämpfen unterstützen und Höchstleistungen hervorbringen. Lasst uns nach wie vor oder insbesondere jetzt weiter am Projektvorhaben TrainerInSportdeutschland festhalten und die Vision Trainer*in 2026 mehr denn je in den Blick nehmen.

(Autorin: Eva Zehnder, Projektleiterin TrainerInSportdeutschland)
Quelle: DOSB


Weitere Informationen auch unter: "Qualitätsentwicklung in den Kanu-Ausbildungen"

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