02. September 2021

Unterwegs im Bilderbuchcanada

Canyon Kraus Hot Springs (Foto: Wolfgang Viertel)

Vor 34 Jahren waren Hannelore & Wolfgang Viertel auf ihrer dritten Canada Reise mit unserem Aerius Zweier auf dem South Nahanni River unterwegs. Jahre später wollen sie diesen canadischen Traumfluss noch einmal befahren, diesmal mit ihren Einer-Tourenbooten. In 2009 wurde der Nahanni Nationalpark erweitert von etwa 5.000 km² auf über 30.000 km² und ist heute der drittgrößte Nationalpark in Canada.

Von Wolfgang Viertel

 

Telefonate mit den Floatplane Companies in Ft. Simpson hatten zum Ergebnis, dass wir von Ft. Simpson keinen Flug an den Nahanni organisieren konnten. Für die Cessna 206 war unser angegebenes Gewicht zu hoch und außerdem murmelten die Gesprächspartner von neuen Regulations, dass man nur noch auf einem Schwimmer (Pontoon) mit Außenlast fliegen darf. Vor 34 Jahren waren wir von Watson Lake an den Nahanni geflogen und tatsächlich hatten wir mit dem Anruf bei Northern Rockies Air Charter vollen Erfolg. Bill, der Pilot, fliegt eine Beaver und beide Kajaks auf den Pontoons waren für ihn kein Problem.
Nach 3½ Tagen Autofahrt und 1.600 km sind wir in Watson Lake an der Floatplane Base. Bill will am nächsten Tag so um 9 Uhr mit dem Laden beginnen. Unseren Camper können wir auf seinem Platz abstellen und um 10 Uhr sind wir in der Luft. Wieder geht der Flug an der Tungsten Road entlang und dann im einem Seitental zum Nahanni. Bill überfliegt den Honeymoon Lake, dreht eine steile Kurve über den Nahanni und dann sind wir auch schon sanft auf dem Wasser des Lakes gelandet. Der Honeymoon Lake hat einen Ausfluß zum Nahanni und dort entladen wir die Beaver.
Bill ist schon längst wieder weg, als wir unsere Sachen zum Laden der Boote sortieren und dann erst einmal frühstücken. Sehr weit wollen wir an diesem ersten Tag nicht paddeln, vieleicht nur bis Moores Cabin, wo wir damals begonnen haben. Doch als wir nach der Cabin Ausschau halten, können wir vom Fluß aus absolut nichts mehr entdecken. Offensichtlich gibt es die Cabin nicht mehr. Wir paddeln noch ein Stück weiter und bauen auf einer kleinen Kiesinsel das Zelt auf.
Die Strömung bis etwa 30 km vor den Virginia Falls ist sehr gut, etwa 10 km/h. Wir paddeln an vielen Log jams (Stammverklausungen) vobei, teilweise ist das Holz meterhoch aufgetürmt. Sweepers (umgefallene Bäume, die vom Ufer ins Wasser hängen) wippen in der Strömung auf und ab und gelegentlich sehen wir ein Stachelschwein am Ufer. Da es jetzt nicht mehr erlaubt ist, bis zu den heißen Quellen, den Rabbit Kettle Hot Springs zu gehen, verzichten wir auf einen Besuch des Rabbit Kettle Lakes und verbringen den ersten Ruhetag dieser Reise auf der Insel gegenüber, wo die Parkverwaltung das Rabbit Kettle Island Camp eingerichtet hat. Von Rabbit Kettle sind es drei Paddeltage zu den Falls und bevor die Strömung nachlässt und die Ufer dann verschlammt sind und keine Campplätze mehr zu finden sind, erreichen wir einen kleinen Creek, wo wir das Zelt aufstellen.


Virginia Falls


Am nächsten Tag, als wir schon in Sichtweite der beiden Schwimmdocks am Virginia Falls Camp paddeln, hören wir das typische Motorengeräusch eines Schwimmerflugzeugs hinter uns, da eine Cessna gerade landet. Anders als damals gibt es jetzt viele Touristen, die von Ft. Simpson zu einem Tagesausflug an die Falls fliegen. Wir finden eine freie Holzplattform, wo wir das Zelt aufbauen. Die Parkverwaltung hat den ganzen Campground mit Plattformen ausgestattet, verbunden mit Holzstegen. Selbst die Toiletten stehen auf Stelzen, nichts ist in die Erde gegraben. Wir laufen den Weg bis zu den Falls, es geht immer entlang der Sluice Box, wie die Stromschnellen oberhalb des eigentlichen Wasserfalls genannt werden. Die Natur hat sich hier perfekt inszeniert, oberhalb der Sluice Box ist der Nahanni breit mit nur geringer Strömung und daher ideal geeignet zum Landen der Wasserflugzeuge, dann die etwa einen Kilometer lange Sluice Box mit 25 Meter Gefälle und zum Schuß der Wasserfall mit 95 Meter Höhe, der höchste Flußwasserfall in Nordamerika.
Wir haben unseren kleinen Bootswagen mitgenommen und das war gut so, denn es gibt hier zwar einrädrige große Karren zum Transport des Gepäcks, doch die Boote müssen umgetragen werden. Wir wollen sowieso zum Wasserfall hinunter und nehmen dabei gleich ein Kajak mit Gepäck mit. Der Umtragetrail, alles Boardwalk, ist 1,3 km lang. Nur das letzte Stück, die steilen Serpentinen hinunter zum Fluß, ist noch der alte Schotterweg, wie wir ihn bereits damals gegangen sind.
An beiden Tagen, die wir hier sind, landet die große Twin Otter von South Nahanni Air und bringt Ausrüstung und Touristen. Viele der kommeziellen Raft- und Kanutrips starten erst hier an den Falls und die Guides sind erst mal mit dem Umtragen der Ausrüstung beschäftigt. Wir informieren uns bei den Guides, auf welchen Campplätzen die Gruppen zelten werden, da wir es nach Virginia Falls Camp wieder etwas ruhiger haben wollen.
Das Wetter ist hervorragend in den Tagen an den Falls und es soll auch weiter so bleiben, wie wir erfahren. Als wir vor 34 Jahren am Gate zelteten, stieg der Nahanni um zwei Meter an innerhalb von 36 Stunden, da es weiter oben heftig geregnet hatte.
Nach drei Campnächten bauen wir wieder ab und sind auch unterhalb der Falls die ersten, die an diesem Tag die Boote geladen haben und in den vierten Canyon, der auch 5 Mile Canyon genannt wird, hinein paddeln. Figure eight Rapid, die anspuchsvollsten Stromschnellen, die wir uns damals genau angeschaut haben, bevor wir sie gefahren sind, hat sich durch ein Hochwasser total verändert und ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Floß der Nahanni früher in einer S-Kurve im rechten Winkel auf eine Prallwand, gibt es die Kurve nicht mehr und der Nahanni fließt jetzt gerade in den kleinen Canyon hinein. Unser Tagesziel ist die Mündung des Flat Rivers, denn dann haben wir es am nächsten Tag nicht mehr so weit bis zum Gate.
Das Gate ist eine sehr markante Durchbruchstelle im dritten Canyon mit dem Pulpit Rock, eine Felsensäule, die die Erosion hat stehen lassen. Vor dem Durchbruch mündet ein kleinen Bach, an dem die Parkverwaltung das Camp eingerichtet hat. Wir campen wieder am Fluß, fast an der selben Stelle wie vor 34 Jahren, da eine Gruppe von Nahanni Adventures den Platz schon belegt hat.
Auf den Felsen auf der orografisch linken Flußseite führt ein steiler Weg hinauf. Es sind 200 Höhenmeter nach oben, doch die Anstrengung wird durch den Ausblick belohnt, den man von oben hat. Der Fluß fließt durch das Gate fast in einem 180 Grad Bogen.
Nach diesem Tag am Gate paddeln wir bis zum Deadman Valley durch den letzten Teil des 3. Canyons und durch den kurzen 2. Canyon. Die Forest Cabin gegenüber der Mündung des Prarie Creeks steht noch, doch es ist keine Leiter vorhanden und die Strömung zieht am Steilufer scharf vorbei, Anlanden ist unmöglich. Wir paddeln das kurze Stück weiter bis zum Camp am Dry Canyon Creek und hoffen, dass am nächsten Tag für die Fahrt durch den ersten Canyon gutes Fotografierwetter sein wird. Den Dry Canyon Creek sind wir damals mit einer Gruppe hinauf gewandert, doch diesmal wollen wir an den Kraus Hot Springs länger verweilen und daher am nächsten Tag gleich weiter paddeln.

 

Fahrt durch den 1. Canyon, Kraus Hot Springs

Die Sonne scheint und wir wissen, daß wir gutes Licht im Canyon haben werden, denn der 1. Canyon ist am tiefsten in das Gebirge eingeschnitten. Gleich am Canyoneingang kommt die George Riffle, die wir damals besichtigt haben und die ganz harmlos war. Wir denken schon, die Rapid übersehen zu haben, als dann doch noch ein Kiesbank Schwall mit einigen Wellen kommt und wir etwas nass werden. Der 1. Canyon ist zwar nur 20 Kilometer lang, doch er ist zweifellos der imposanteste unter den vier Canyons. An einige Felswände können wir uns noch erinnern und ebenso an die White Spring, eine starke Quelle direkt am Fluß. Das Beste an dieser Fahrt sind jedoch die Kraus Hot Springs, die direkt nach dem Ende des Canyons liegen.
Weit ist es nicht mehr bis Kraus Hot Springs, als wir am Lafferty Canyon vorbei paddeln und dort eine ganze Zeltstadt sehen. Der Platz an den Hot Springs ist für große Gruppen zu klein und am Lafferty Canyon hat die Parkverwaltung daher ein großes Camp eingerichtet. Für uns hat das den Vorteil, dass wir den Platz an den Hot Springs ganz für uns haben. Wir bleiben zwei Tage und genießen das 35 Grad warme Wasser, das hier direkt aus dem Kies fließt. Wie bei der ersten Fahrt sitzen wir im Pool und ein kleiner Schwarzbär läuft auf der gegenüber liegenden Flußseite auf und ab.
Es sind von den Hot Springs bis nach Nahanni Butte 70 Kilometer, die wir in zwei Tagen paddeln wollen, da die Strömung vor Nahanni Butte deutlich langsamer wird. Wir campen auf einer Kiebank kurz bevor die großen Flußschleifen beginnen. Der nächste Tag beginnt mit leichtem Nieselregen und wir stellen das Tarp auf, um trocken frühstücken zu können. In Nahanni Butte wollen wir am Park Office unsere Rückfahrt nach Watson Lake oganisieren, da wir einige Telefonnummern haben von Outfittern, die uns weiterhelfen können. Doch als wir nach 3¾ Paddelstunden in Nahanni Butte ankommen, ist die Enttäuschung groß. Anders als in der Parkbroschüre angegeben hat das Office an Wochenenden geschlossen. Ein Techniker von Northwest Power, der zufällig wegen eines Problems am Generator anwesend ist, hilft uns weiter. Wir dürfen vom Büro der Company telefonieren und Hannelore kann unsere Rückfahrt nach Watson Lake organisieren. Nach über einer Stunde sitzen wir wieder in den Booten und planen am Liard River an der großen Sandbank zu zelten, die uns ein Guide von Nahanni Adventures empfohlen hat als einzige Zeltmöglichkeit zwischen Nahanni Butte und dem Blackstone Territorial Park. Doch wie überall am Liard ist auch hier das Ufer schlammig und die empfohlenen Zeltplätze sind ein Stück weit weg, wir fahren weiter. Eine Hütte kommt noch, doch hier gibt es Moskitos, wir fahren weiter. Es ist nicht mehr so weit bis zum Territorial Park und wir sind uns sicher, vor Einbruch der Dunkelheit dort anzukommen. Eine halbe Stunde später kommt eine Wolkenwand auf uns zu mit heftigem Gegenwind und wir werden kräftig geduscht. Es ist dann doch sehr dämmrig, als wir in der Ferne ein Licht sehen. Dort steige ich dann aus, es ist das beleuchtete Haus des Parks. Etwas weiter flußab ist die eigentliche Landestelle, gut befestigt und ohne Matsch. Wir sind an der Day use area, wie wir am nächsten Tag feststellen werden, und da gibt es eine überdachte Schelter, wo wir im Schein der Taschenlampen das Zelt aufbauen, nach 70 km Paddeln und 9 Stunden in den Booten. Die Flußreise endet erst am übernächsten Tag, da wir noch 3 km paddeln müssen bis zu Lindbergs Landing, weil der Shuttle Service uns von Lindbergs Landing abholt.
Der Rest ist schnell erzählt. Wir werden am Nachmittag abgeholt, übernachten in Ft. Liard und am folgenden Tag geht es vormittags weiter bis Ft. Nelson und am Nachmittag bringt uns der Greyhound Bus bis nach Watson Lake. Im eigenen Camper brauchen wir dann auch zwei Tage zurück zu Lindbergs Landing, da unsere komplette Ausrüstung dort sicher aufbewahrt ist.
Sue Lindberg hat Besuch, es sind John Turner und seine Schwester, die Kinder des Bruders von Dick Turner, der das Buch „Nahanni“ geschrieben hat. John, der Ältere, hat die ersten Lebensjahre mit seinen Eltern im Busch am Liard River verbracht und mit seinen Erinnerungen, die er uns erzählt, bekommt die canadische Wildnis ganz unerwartet ein neues Gesicht für uns. 

 

 


 

Kurz-Info South Nahanni River

Strecke: Honeymoon Lake – Lindbergs Landing am Liard River, 480 km
Anreise: Mit dem Camper über den Cassiar Hwy bis Watson Lake. Dort fliegt Northern Rockies Air Charter mit einer Beaver zum Honeymoon Lake. Wer keinen Camper hat, kann auch von Ft. Simpson mit einer Cessna 206 fliegen.
Literatur:   Dick Turner, Nahanni
 John and Joan Moore, Nahanni Trailhead
Internet:    www.spectacularnwt.de
 www.parkscanada.gc.ca
Permit:  

Die Befahrung des Nationalparks erfordert ein Permit, das bei der Parkverwaltung beantragt werden muss und pro Person can$ 165 kostet. Am Virginia Falls Campground muss man vorab re-        servieren und darf nur 2 Tage bleiben

Karten:  

Mit dem Permit erhält man eine Broschüre, die auf mehreren Seiten den Flußverlauf enthält, sehr detailiert ist und ein genaues Koordinatengitter hat, Map Datum WGS84.
Zusätzliche topographische Karten sind zur Orientierung daher nicht erforderlich.

Ausrüster vor Ort:

Nahanni River Adventures, Black Feather

Reiseveranstalter: Kanada Spezialist SK Touristik
Tel. 02536 / 345 910,
www.sktouristik.de
Email: mailus@sktouristik.de
Mücken: empfehlenswerter Schutz Permethrinn Spray (nur auf Kleidung anwenden)
Versorgung

Alles muss mitgebracht werden. Dies ist eine Wildnisflussreise, Wasserfilter empfehlenswert

Zelten Problemlos auf Kiesbänken möglich. Eingerichtete Campgrounds mit Toiletten:    
  •     Rabbit Kettle Island Camp
  •     Virginia Falls Camp, hier auf Tent pads
  •     The Gate Camp
  •     Lafferty Camp
  •     Kraus Hot Springs Camp

 

Mehr Infos?

Noch mehr Infos über die Northwest Territories findet ihr auf www.spectacularnwt.de

   

 

 

 

 

   

 


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