26.04.2022 | DKV / Verbände

Verbandsausschuss in Duisburg - Start in die Saison 2022

Jens Perlwitz gab bei seinem ersten Verbandsausschuss als DKV-Präsident den Startschuss in die Paddelsaison 2022.
Verbandsausschuss 2022 in Duisburg (Bild: Oliver Strubel)

Am Samstag, den 23. April, kam in der Sportschule Duisburg das erste Mal der Verbandsausschuss des Deutschen Kanu-Verbandes unter neuer Führung zusammen. Erstmalig an seiner Spitze empfing Jens Perlwitz als Präsident die Landes-Kanu-Verbände und die Ressorts des Verbandes. Neu im Präsidium waren außerdem die beiden Vize-Präsidenten im Leistungssport Karl Hauck und Joachim Schwarzrock.  

„Meine ersten fünf Monate als Präsident des DKV waren, nicht überraschend, stark beeinflusst von der Corona-Pandemie“, so Jens Perlwitz. „Zu jetzigen Zeitpunkt können wir uns aber sehr freuen, wenn wir eine halbwegs normale Paddelsaison vor uns haben. Ich danke allen Kanutinnen und Kanuten, Vereinen und Verbänden, dass sie in diesen Jahren zusammengehalten, riesiges Engagement gezeigt und die Lust am Kanusport nicht verloren haben. Deswegen möchte ich an dieser Stelle, wohl wissend, dass schon einige Veranstaltungen stattgefunden haben, den Start in die Paddelsaison verkünden. Wir wünschen allen Paddlerinnen und Paddlern eine schöne Saison 2022.“ 

Die Vorbereitung auf die Kanu-Saison 2022 nahm auch einen größeren Teil der Tagung ein. So wurden unter anderem die Pläne für „Die Finals 2022 in Berlin“ konkreter. Bei dem Multi-Sport- Event in der Bundeshauptstadt wird der Deutsche Kanu-Verband mit Kanu-Rennsport, Parakanu, Kanu-Polo und Stand Up Paddling vertreten sein. Die Wettkämpfe werden wie im Jahr 2019 an der East Side Gallery durchgeführt. Im Freizeitsport konnte Vizepräsidentin Isa Winter-Brand optimistisch in die nahe Zukunft blicken: „In meinem Terminplan steht jetzt das XXL-Paddelfestival im Kanupark Markkleeberg am 30. April und 1. Mai als nächstes an. Nachdem wir es zweimal absagen mussten, ist die Vorfreude im Orga-Team und bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern riesig. Wir haben ein tolles Programm vorbereitet. Von Wildwasser bis Touring, vom Bootstesten über interessante Vorträge am Abend sollte für jeden etwas dabei sein. Dieses Event ist wirklich einzigartig. Ich freue mich sehr, dass es bald wieder losgeht.“ 

Mit Sorge blickte Jens Perlwitz später auf die Situation im Leistungssport: „Wir müssen feststellen, dass wir aktuell auf verschiedenen Ebenen größere Baustellen haben. Die Leistungssportreform des DOSB und die damit verbundene Sportförderung bereitet uns viele Sorgen. Nach unserem Ideal sollte die Förderung statt am Potential mehr am tatsächlichen Erfolg ausgerichtet sein. Außerdem brauchen unsere Trainer verlässliche Arbeitsverträge und eine angemessene Entlohnung, damit sie nicht den Weg ins Ausland suchen.“

Sportdirektor Dr. Jens Kahl unterstrich diese Haltung und ergänzte, dass der Verband zudem in der Ausbildung neuer Trainer Probleme erkannt hat. „Qualifiziertes Personal auf Landes- und Bundesebene zu bekommen, ist heute schwieriger denn je“, erklärte Kahl. „Es gibt zu wenige Hochschulen und Universitäten, die Trainer für den Leistungssport ausbilden. Die Spezialfachausbildung (Trainingsmethodik für den Kanusport) wird den Verbänden überlassen, die dafür aber zu wenig Kapazitäten haben. Für den Abschluss eines Bachelor- oder Masterstudiums und den zusätzlichen Aufwand zum Erlangen eines Trainerscheins braucht man einen langen Atem. Deswegen ist die Anzahl qualifizierter Trainer zu klein.“  

Hoffnung macht aber die Neuausrichtung des Präsidiums im Leistungssport. Seit dem Kanutag im November sind zwei Vizepräsidenten für diesen Bereich zuständig. Nach einer Klausurtagung des Präsidiums konnten im Verbandsausschuss die Tätigkeitsfelder beider Vizepräsidenten genauer vorgestellt werden. Karl Hauck wird in seiner Rolle als Vizepräsident Sportförderung eingesetzt, während Joachim Schwarzrock im Bereich der Sportentwicklung tätig werden soll.  

„Die Ausrichtung ist wahrscheinlich anders erwartet“, so Präsident Jens Perlwitz. „Aber in dieser Form versprechen wir uns, dass beide effektiver arbeiten und sich auch in neue Bereiche im Leistungssport einarbeiten können.“ 

Der Vizepräsident Sportförderung, Karl Hauck, soll sich nach dem vorgestellten Konzept um Inhalte zu Kaderkriterien, Kadernominierungen und dem Leistungssportstrukturkonzept im nichtolympischen Sport kümmern. Darüber hinaus beruft er zudem Referenten, genehmigt Nominierungen und Mitglieder der Trainerräte.  

Der Vizepräsident Sportentwicklung, Joachim Schwarzrock, wird einen Schwerpunkt im Nachwuchs-Leistungssport haben. Dazu gehören auch die Bereiche wie die Talentstützpunkte, Nachwuchswettbewerbe- und Symposien, Vereinsförderung und Gewinnung von ehrenamtlichem Personal. Darüber hinaus wird er sich konzeptionell in die Wettkampforganisation einbinden. 

Im weiteren Verlauf des Verbandsausschusses wurden die turnusmäßigen Inhalte wie die Berichte des Präsidiums, der Ressorts und der Rechnungsprüfer vorgestellt. Zudem wurde das Präsidium und die Geschäftsführung für das vergangene Jahr 2021 entlastet und der Haushaltsplan 2022 verabschiedet. 

Der nächste Verbandsausschuss findet am 18. November 2022 in Berlin statt. Der Deutsche Kanutag 2023 in München wurde auf den 21. April 2023 terminiert. 

Das DKV-Präsidium v.l.: Ulrike Schreck, Joachim Schwarzrock, Jens Perlwitz, Isa Winter-Brand, Karl Hauck, Luisa Glaab, Peter Ludwig

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