21.11.2018 | DKV

Verbandsausschuss in Ulm - #DKV2025 geht in die dritte Runde

Der Deutsche Kanu-Verband wirft bei der Herbsttagung des Verbandsausschuss am 17. November 2018 in Neu-Ulm erneut den Blick in die Zukunft.
Verbandsausschuss 2018 in Neu-Ulm

Bereits zum dritten Mal stand das Zukunftsprojekt #DKV2025 im Mittelpunkt des Verbandsausschusses. Nachdem bei den vorangegangen Tagungen die Strategien diskutiert und die thematische Richtung vorgegeben wurde, präsentierten dieses Mal die fünf eingesetzten Arbeitsgruppen ihre Zwischenergebnisse. Die fünf Themenschwerpunkte waren „Interne Kommunikation / Ehrenamtsentwicklung“, Externe Kommunikation / Digitalisierung“, „Sportstättensicherung“, Leistungssport“ und „Mitgliederentwicklung und Finanzen“. Mit teils sehr innovativen Ideen, aber auch durchaus umsetzbaren Ansätzen für den Verband sorgten die Präsentation für konstruktive Diskussionen im Anschluss.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem großen Projekt viel Bewegung in den Verband bekommen“, meinte DKV-Präsident Thomas Konietzko. Dies meinte er unter anderem sogar wörtlich, da er während einer Präsentation zu seiner Überraschung selbst eingebunden wurde und mittels einer VR-Brille in den Weltrekord K4 der Herren virtuell „gesetzt“ wurde und das Weltcup Rennen von Duisburg so noch einmal mitfahren konnte.

Das Projekt DKV2025 wurde beim Verbandsausschuss in Berlin 2017 ins Leben gerufen, um sich den vielen Zukunftsfragen zu stellen, mit denen sich ein moderner Sportverband auseinander setzen muss. Im Frühjahr wurden daraufhin beim Verbandsausschuss in Bremen strategische Arbeitsgruppen benannt, die für den Kanutag 2019 in Saarbrücken ihre Visionen zur Zukunft des Verbandes in einem Konzept zusammenstellen sollen. „Uns ist bewusst, dass viele Projekte Geld und Zeit kosten werden“, so Konietzko weiter. „Aber wir wollen uns natürlich immer als moderner Sportverband zeigen und dazu gehört es, sich mit solchen Projekten selbst auf den Prüfstand zu stellen.“

 

 

Im direkten Zusammenhang mit den fünf Zukunftsprojekten stand auch die Präsentation der Arbeitsgruppe „Regelwerke“, die für den kommenden Kanutag den Auftrag erhielt, die Satzung, die Rechts- und Wettkampfordnung des DKV in einigen Punkten zu überarbeiten. Kernpunkte dieser Arbeitsgruppe sind, Leitsätze der DKV Spruch- und Schlichtungskammer in das Regelwerk zu übertragen und Modalitäten im Bereich der Beschlüsse des Verbandsausschusses zu optimieren. Eine spannende Diskussion entstand zu dem Thema „Beitragserhöhung im Deutschen Kanu-Verband“. DKV-Vizepräsident für Finanzen und Inneres Peter Ludwig zeigte noch einmal die Notwendigkeit einer Erhöhung der Beiträge, um die Handlungsfähigkeit des Verbandes zu gewährleisten. Er unterstrich diesen nicht leichten Schritt für den Verband durch das immer breiter gewordene Serviceangebot und Leistungsspektrum des Verbandes für seine Mitglieder.

„Dieser Fortschritt, beispielsweise in der politischen Lobbyarbeit gegen Befahrungsregeln, der Entwicklung beim elektronischen Fahrtenbuch oder dem Livestreaming von Kanu-Veranstaltungen, kostet Geld – und das sind nur drei Punkte aus unserem umfangreichen Servicekatalog, von dem das Mitglied an der Basis aber auch direkt profitiert.

Dabei stellte Ludwig ganz unterschiedliche Konzepte der Erhöhung vor und wurde letztlich vom Verband damit beauftragt, die Meinungsbilder der Landesverbände, in den Antrag an den Kanutag im kommenden Jahr mit einfließen zu lassen.

Kanu-Zukunft spiegelt sich auch im Projekt „Kanu-Akademie“ wieder, das DKV-Generalsekretär Wolfram Götz zusammen mit dem Ressortleiter Ausbildung Oliver Bungers vorstellte. Mit der Neuausrichtung und der Umbenennung der Ausbildung soll sie attraktiver gestaltet und qualitativ aufgewertet werden. Daher wurde im Ausschuss darüber beraten, ob eine Akademie gegründet werden soll, die die Inhalte und Aufgaben des bisherigen hauptamtlich geführten Bereiches Ausbildung übernimmt. Ziel der Akademie sollte es sein, unter Einbezug der Landesverbände und deren Angebote die Aktivitäten von sportlichen und verbandspolitischen Bildungsangeboten im Leistungssport und im Freizeitsport zu organisieren und weiterzuentwickeln. „Bis zu dieser Akademie ist es natürlich noch ein langer Weg“, so Wolfram Götz. „Aber ich bin zuversichtlich, dass nach weiteren Abstimmungen in der Arbeitsgruppe, mit dem Präsidium und den Landesverbänden im nächsten Jahr ein so detailliertes Konzept vorgelegt werden kann, das wir vielleicht sogar im Herbst 2019 verabschieden können.“

Heike Dieckmann, Beauftragte für Chancengleichheit, konnte nach ihrem ersten Verbandsausschuss vor einem halben Jahr bereits erste Erfolge in Arbeit dem Ausschuss mitteilen. So freute sich Dieckmann über die Aktivitäten im Frauennetzwerk und dass das Präsidium ihr den Auftrag erteilt hatte, eine Gleichstellungsordnung zu erarbeiten. Auch um das Thema „Sexualisierte Gewalt“ will sich Dieckmann künftig kümmern: „Erste Anlaufstation für Betroffene bleiben unsere Ansprechpartner Dagmar Heidemann und Harald Schüller“, so Dieckmann. „Aber wir müssen auch Konzepte entwickeln um alle Betroffenen zu schützen und zu stützen. Es ist wichtig, dass die Beteiligten von Verbandsseite, in schwierigen Situationen gefasst, kompetent und souverän agieren. Daher liegt in den nächsten Schritten auf dieser Intervention mein Augenmerk.“

Auf personeller Ebene wurden im Freizeitsportbereich gleich zwei neue Ressortleiter durch Thomas Konietzko berufen und durch den Ausschuss bestätigt. Künftig wird Karin Hafke aus Hamburg die Ressortleitung Breitensport übernehmen. Im Sicherheits-Ressort übergab Christine Höfer, die aus privaten Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen kann, die Leitung an künftig Dr. Stefan Bühler (Unterwaldhausen).

Der nächste Verbandsausschuss wird unmittelbar vor dem Kanutag am 6.April 2019 in Saarbrücken stattfinden. Am 7. April 2019 tagt der Kanutag, das höchste Gremium des DKV in Saarbrücken.

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