08.11.2016 | DKV

Website-Wettbewerb der Deutschen Kanujugend

56 Vereine aus ganz Deutschland rangen um einen der drei Titel im Website-Wettbewerb des Deutschen Kanu-Verbandes.

Den Facts-Award gab es für einen inhaltlich aktuell aufbereiteten Internetauftritt – der Fancy-Pants-Award kürte das graphisch kreativste Layout – und der Nerd-Award wurde für die beste technische Umsetzung auf der Homepage verliehen. Nachfolgend sind einige Eindrücke und Ergebnisse aufbereitet, an deren Ende jeweils ein Tipp für diese und andere interessierte Vereine steht, wie sie an der eigenen Homepage weiterarbeiten können. Diese Weiterarbeit kann auch eine kritische Auseinandersetzung mit diesen Tipps, über deren Umsetzbarkeit oder Notwendigkeit, bedeuten.

Der Nerd-Award für die Rheinbrüder Karlsruhe
Erfolgreich setzten sich die Technik-Freaks des Rheinbrüder Karlsruhe www.rheinbrueder.de von der Konkurrenz ab und wurden beim XXL-Paddelfestival in Markkleeberg Anfang Mai von der Kanujugend als Gewinner des Nerd-Award gekürt.

Die Rheinbrüder wurden 1922 gegründet. Ein Verein, der so unterschiedliche Sportarten wie Kanusport, Segeln und Skifahren unter einem Dach vereint, das hat etwas ganz Besonderes. Und da sei es egal, wenn so mancher über den Namen „Rheinbrüder“ verhalten lächelt. Denn schließlich sind es in der Tat hauptsächlich Brüder bzw. Geschwister und Eltern gewesen, die bei der Gründung und in den Folgejahren zum Stamm des Vereins gehörten.
Die Rheinbrüder bieten vielseitigen Kanusport. Vom Wander- bis hin zum Wettkampfsport ist für alle etwas dabei. Die Kanuten haben mit dem Bootshaus ihren Stützpunkt auf der Rheininsel Rappenwört, direkt neben dem Rheinstrandbad. Von dort aus können die Rheinauen und der Rhein bequem befahren werden.
Die Kanu-Rennmannschaft der Rheinbrüder Karlsruhe zählt zu den erfolgreichsten Kanuclubs in Deutschland. Bei den jährlichen Deutschen Meisterschaften rangiert das Team regelmäßig unter den besten fünf Kanuvereinen. Seit Jahren bauen die Rheinbrüder zudem den eigenen Nachwuchs kontinuierlich auf und führen immer wieder Athleten in die internationale Kanuspitze.

Die virtuelle Visitenkarte
Websites und Onlineangebote öffnen die Vereine nach außen und bieten eine hervorragende Plattform für die Außendarstellung. Sie sind die virtuelle Visitenkarte des Vereines. Diese zu analysieren und gute Beispiele zu prämieren, war die Aufgabe des #webwet-Wettbewerbes.
Wie bei einem Tag der offenen Tür oder bei einem Vereinsfest, möchte sich der Verein natürlich auch in der virtuellen Welt bestmöglich darstellen.
Das Internet stellt dabei besondere Herausforderungen an die Mitarbeiter, da sich im Schnitt alle 3- 4 Jahre die Anforderungen an Technik und Layout ändern.
Ohne ein zeitgemäßes und modernes Design der Website wird es sehr schwer, Leute von der Websi¬te und damit vom Verein und seinem Angebot zu überzeugen. Die Mitglieder weichen dann eher auf andere Angebote aus und die Website droht „zu verkümmern“.
Um das zu verhindern, greift man heutzutage unter anderem auf „moderne“ Schriftar¬ten (web fonts) zurück, die das Lesen erleichtern und sich in das Design einfügen.

Mobilität und Lifestyle zwingt zur Information überall
Mit dem Siegeszug von Smartphones, Tablets sowie schnellem, günstigem und mobi¬len Internet ist es selbstverständlich geworden, dass man rund um die Uhr online ist.
Mobile Endgeräte, wie Smartphones und Tablets, stellen ganz besondere An¬sprüche an Websites, da sie häufig über kleinere, aber hochauflösende, Displays verfügen. Zusätzlich wird das Fehlen der Tastatur und Maus durch die Touch-Funktionalität aufgefangen.
Auch dies fordert eine andere Planung der Bedienbarkeit der Seite, was das Menü, Buttons usw. betrifft. Moderne Software zur gemeinschaftlichen Erstellung, Bearbeitung und Organisation von Inhalten, wie beispielsweise auf Websites - sogenannte Content-Management-Systems (CMS) - bieten so etwas meist automatisch in ihren Layoutvorlagen (sogenannte Themes oder Templates) mit an.
Gerade Mobilität spielt auch bei Kanuten häufig eine große Rolle: so sollte es ein Leichtes bei einer Wandertour sein, dass man den nächsten Verein bei der Wandertour online „ansurft“ und dort bucht. Ein Minimum stellt die Einbindung einer Karte dar, auf der das Bootshaus eingezeichnet ist, reicht aber nicht aus, wenn die langsam lädt und das Menü kaum zu bedienen ist. Texte schwer lesbar sind usw.

Der Wettbewerb hat jedoch gezeigt, dass einige noch auf eine mobile Darstellung der Seiten verzichten oder sie unzureichend umsetzen, obwohl gerade hier Vorteile liegen. Und gerade hier schlummert noch viel technisches Potential, das Raum für Projekte lässt und hier nur angerissen werden kann: QR-Codes am Bootshaus für Kontaktaufnahme, Routenplaner zum Bootshaus usw.

Tipp 1: Tipp 1: Modernes, ansprechendes Design und Schriftarten verwenden, die zur Zielgruppe und zum Verein passen.

Tipp 2: Für mobile Endgeräte optimierte Seiten kommen den mobilen Kanuten entgegen und liefern einen echten Mehrwert. Spezielle Angebote in Form von Apps oder mobilen Seiten zu Pegelständen, Gewässerinformationen usw. würden den Kanuten noch gezielter helfen.

Von David Seehausen | Mirko Nels
Weitere Informationen www.kanujugend.de/webwet

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