5. Dezember 2014 | DKV

DKV erhält an alter Stelle eine neue Geschäftsstelle

Bald werden die Bagger in der Bertaallee in Duisburg rollen. Der Deutsche Kanu-Verband erhält eine neue Geschäftsstelle. Das inzwischen in die Jahre gekommene Gebäude neben dem Duisburger Fußballstadion wird ab Mitte Dezember abgerissen.
DKV erhält an alter Stelle eine neue Geschäftsstelle

Seit dem 30. Juni 1966 war in der Bertaallee 8 die Geschäftsstelle des DKV beheimatet und wird jetzt nach 48 Jahren komplett abgerissen, neu aufgebaut und nach dem Planungsmodell anderthalb Jahre später wieder zur Verfügung stehen. Dann soll ein zweistöckiges Gebäude, das den heutigen technischen und klimatischen Anforderungen entspricht fertig gestellt sein.

Am Ende des Jahres steht somit für die Mitarbeiter der Geschäftsstelle zwischen dem 8. Und  12. Dezember eine Umzugsphase an. Und schon bis heute wurden über 500 Umzugskisten gepackt und in ein temporäres Archiv gebracht. Während der Umzugsphase  wird es daher auch zu Engpässen in Bezug auf die Erreichbarkeit geben. Mit Verzögerungen der Arbeitsabläufe ist ebenso zu rechnen. Um Verständnis wird daher schon im Voraus gebeten. Übergangsstandort werden die Büroräume an der Regattabahn Duisburg sein.

Ab dem 15.Dezember 2014 wird nach dem Umzug die Arbeit wieder aufgenommen werden können. Auch die Erreichbarkeit über Telefon und E-Mail unter den bisherigen Rufnummern und Kontakten sollte dann wiederhergestellt sein. Die neue postalische Adresse der DKV-Geschäftsstelle lautet, Kruppstraße 30b in 47055 Duisburg.

Es wurde Zeit für eine neue Geschäftsstelle

Mit der Bezeichnung „bescheiden“ hätte man noch am ehesten die Situation in der alten Geschäftsstelle benennen können. Das Gebäude, dass noch in den 80ern und 90ern mit den Bedürfnissen des Verbandes wuchs und ausgebaut werden konnte, platzte in den letzten Jahren nicht nur aus allen Nähten, auch sämtliche energetische Rahmenbedingungen waren nicht mehr tragbar. Die Arbeitsbedingungen waren für die Mitarbeiter letztlich nicht mehr haltbar. Auch war es bei externen Gästen fast beschämend, diese beim erfolgreichsten deutschen Sommersportverband in diesen „Gemäuern“ begrüßen zu müssen. Zudem wurde auch das Mobiliar sehr stark bei den drei Einbrüchen im vergangenen Jahr  in Mitleidenschaft gezogen. Nachdem auch die DKV-Wirtschafts- und Verlags GmbH seit dem Jahr 2008 ihr Portfolio deutlich vergrößerte, waren ebenso neue Lagerflächen nötig. Erschwerend war der Umstand, dass der DKV nur Mieter des Gebäudes war und die Stadt Duisburg aufgrund der angespannten Haushaltslage keine Investitionen tätigen konnte.

Das Präsidium diskutierte bereits seit dem Jahr 2011 sehr konkret über einen Neubau, musste aber feststellen, dass etliche Hürden bis zum „Rollen der Bagger“ zu meistern waren. Man musste auf die Zusagen für Bezuschussung diverser Geldgeber warten, Architektenpläne erstellen lassen, Baugenehmigungen einholen, Verhandlungen zur Nutzung des Grundstückes führen, sich mit dem im Untergeschoss  ansässigen Laufclub Duisburg über dessen Auszug einigen und dies ohne Vernachlässigung der eigentlichen Verbandsarbeit. Schon von Beginn der Planungen an wurden die Landes-Kanu-Verbände bzw. der Verbandsausschuss in die Kommunikation eingebunden. Das Präsidium und die Geschäftsführung signalisierten, dass ein solcher Bau nur mittels Unterstützung aus der Politik zu finanzieren sei und der Anteil aus Beitragsmitteln so gering wie möglich gehalten werden sollte. Mit dem beim Verbandsausschuss in Darmstadt vorgestellten Plänen wurde deutlich, dass die neue Geschäftsstelle modern, schlicht und nicht überproportioniert ist.
„Unsere Mitglieder haben sicherlich in den vergangenen Jahren gesehen, dass ein Neubau notwendig ist“, so DKV-Geschäftsführer Freizeitsport Ulrich Clausing, der die Planungen seit 2011 vorantrieb. „Dennoch mussten wir mit den Entwürfen auch zeigen, dass wir uns keinen Palast bauen, sondern ein zweckmäßiges Gebäude planen, das den heutigen Anforderungen entspricht.“

Das zweistöckige Haus, das ab 2016 zur Verfügung stehen soll, verfügt über ausreichend Lagerflächen im Untergeschoss. Zudem soll der Bau natürlich den energetischen Grundvoraussetzungen entsprechen und auch barrierefrei werden. „Eine spannende Zeit wartet während des Abrisses und des Neubaus auf uns“, ergänzt Generalsekretär Wolfram Götz. „In den nächsten Wochen und Monaten werden wir erst einmal in den Gebäuden an der Regattastrecke zusammenrücken müssen. Eine Zeit lang standen ja sogar diese Gebäude als neue Geschäftsstelle zur Debatte. Daher denke ich, dass wir uns in der Übergangszeit dort nahe des Wassers heimisch fühlen werden.“ Einen Dank richtet Wolfram Götz auch an die Stadt Duisburg und das Land NRW: „Beide haben uns bei unseren Planungen aktiv unterstützt. Ohne diese Hilfe würden die Umzugspläne sicherlich noch in der Schublade schlummern!“

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