18. Februar 2016 | Kanu-Slalom

„Gefühl mitnehmen, wie es ist, wenn es um alles geht“

Zum Ende ihrer dritten und vorletzten Trainingswoche in Australien steht den Slalom-Kanuten des Deutschen Kanu-Verbandes (DKV) ab morgen (Ortszeit) mit den offenen Ozeanien-Meisterschaften in Penrith der zweite Wettkampf der Olympiasaison bevor.
„Gefühl mitnehmen, wie es ist, wenn es um alles geht“
Hannes Aigner

„Die Zeit zwischen den beiden Wettkämpfen ist schnell vorbei gegangen. Wir haben die Zeit bestmöglich genutzt, es wurde intensiv und professionell trainiert“, ist DKV-Bundestrainer Thomas Apel mit dem Stand der Vorbereitungen zufrieden. „Für die Sportler ist es wichtig, diesen zweiten Wettkampf jetzt für Feintuning zu nutzen, was Renntaktik und Renneinstellung betrifft. Wie im ersten Rennen ist die Konkurrenz hochkarätig. Es wird mit Sicherheit interessant, dem Finale der Olympiaqualifikation der Australier beizuwohnen, um vielleicht auch schon einmal das Gefühl von hier mitzunehmen, wie es ist, wenn es um alles geht“, will der Coach seine Sportler auf die Extremsituation vorbereitet sehen, die den Deutschen in sieben Wochen mit dem Beginn der eigenen Qualifikationsserie für Rio in Augsburg (9./10. April) und eine Woche später dann in Markkleeberg (16./17. April) bevorsteht. „Wir sind relativ optimistisch, dass wir die doch zunehmende Erschöpfung mit der erworbenen Streckenkenntnis kompensieren können. Wir wollen an die Ergebnisse der Australian Open anknüpfen, das heißt in allen Finals vertreten sein und dort die Trainingserfahrungen nutzen und noch einen drauf setzen.“

„Der erste Wettkampf lief mit der Finalteilnahme schon recht gut für mich“, findet Hannes Aigner, der vor zwei Wochen mit Rang neun in die Wettkampfsaison gestartet war. „Wir haben jetzt zwei Wochen richtig gut trainiert, am Wochenende sind wir darum sicher noch ein bisschen fitter, auch weil wir die Strecke besser kennen. Jetzt wollen wir versuchen, das Ganze im Finale auch mal auf den Punkt zu bringen. Im Endeffekt ist es aber zum jetzigen Zeitpunkt ein Vergleich mit wenig Aussagekraft, das Training steht im Vordergrund, aber es ist sicher auch gut zu sehen, wo man im Vergleich zur nationalen Konkurrenz steht.“

Die Rennen beginnen auch an diesem Wochenende am Freitag mit einem Qualifikationstag, Samstag ist Finaltag für die Canadier-Einer und -Zweier der Herren sowie die Kajak-Damen. Am Sonntag steht das Finale der Herren im Kajak-Einer auf dem Programm.

Für Deutschland gehen an den Start:

Herren, Kajak-Einer: Hannes Aigner (Augsburger KV), Alexander Grimm (KS Augsburg), Sebastian Schubert (KR Hamm).
Canadier-Einer: Nico Bettge (Leipziger KC), Franz Anton (Leipziger KC), Jan Benzien (Leipziger KC), Florian Breuer (KS Augsburg), Timo Trummer (KV Zeitz), David Schröder (Leipziger KC).
Canadier-Zweier: Robert Behling/Thomas Becker (MSV Buna Schkopau), Franz Anton/Jan Benzien (Leipziger KC), Kai Müller/Kevin Müller (BSV Halle/S.), David Schröder/Nico Bettge (Leipziger KC).
Damen, Kajak-Einer: Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach), Melanie Pfeifer (KS Augsburg), Jasmin Schornberg (KR Hamm), Cindy Pöschel (Leipziger KC).

Zeitplan (alle Zeiten MEZ)

Donnerstag, 18. Februar 2016

23:15 Qualifikation Herren Canadier-Einer, Damen Kajak-Einer

Freitag, 19. Februar 2016

04:15 Qualifikation Herren Kajak-Einer, Herren Canadier-Zweier
23:15 Halbfinale Herren Canadier-Einer

Samstag, 20. Februar 2016

00:05 Halbfinale Damen Kajak-Einer
00:55 Halbfinale Herren Canadier-Zweier
01:50 Finale Herren Canadier-Einer
02:10 Finale Damen Kajak-Einer
02:30 Finale Herren Canadier-Zweier

Sonntag, 21. Februar 2016

00:00 Halbfinale Herren Kajak-Einer
02:10 Finale Herren Kajak-Einer

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