24. Dezember 2010 | Drachenboot-Fun

Seesternpokal bleibt erstmals am Sund

Am Samstag den 11.12.2010 war es wieder soweit. Der Stralsunder Kanuclub hatte zum Kampf um den „Seesternpokal“ geladen. Bereits zum vierten Mal wurde der Drachenboot - Indoorcup im Hansedom ausgetragen und erfreut sich zunehmender Beliebtheit.
Seesternpokal bleibt erstmals am Sund

Mit einem “ARE YOU READY? ATTENTION... GO!!!“ startete das erste Rennen. 16 Mannschaften mit gut 150 Sportlern kämpften in einer Vorrunde aus 48 Rennen um den Einzug in die Runde der besten acht. Jedes Team hatte sechs Starts und konnte so fleißig Punkte sammeln. Neben den sechs Mannschaften aus Stralsund waren auch Starter aus Neubrandenburg, Rostock, Barth, Greifswald, Schwerin und natürlich der Titelverteidiger aus Stettin angereist.

Außer den zum Teil skurilen Kampfnamen wie „Panzerknacker“, „Totenkopfbande“ oder „Yellow Knüppelbärchen“ gab es reichlich Action zu bewundern. In beinharten Kämpfen wurde quasi um jeden Zentimeter gekämpft. Hier kristallisierten sich bereits die Favoriten heraus. Der Titelverteidiger, „Amber II“ aus Stettin, ließ von Anfang an keinen Zweifel aufkommen, weshalb sie nach Stralsund gekommen waren. Ungeschlagen und mit nur etwas über einer Minute Gesamtkampfzeit, zogen sie in die Runde der letzten acht ein. Besser machte es nur die „Totenkopfbande“. Dieses Team bezwang seine sechs Gegner aus der Vorrunde in unter einer Minute. Teilweise erledigten sie ihr Rennen in gerade einmal 5 Sekunden. Einfach übermächtig und beeindruckend.

Nicht so gut erging es den Stralsunder Teams. Es lief einfach nichts zusammen. Lediglich als siebente, mit zwei Niederlagen, konnten sich die „SKC Oldies“ als einzige Stralsunder Mannschaft  für die Runde der letzten acht qualifizieren. Selbst für die „Sunddrachen“ war hier schon Endstation. Und es sollte noch bitterer kommen. Durch die logische Reihenfolge aus der Vorrunde mussten die „SKC Oldies“ gleich gegen die zweitbeste Vorrundenmannschaft ran. Dies waren ausgerechnet „Amber II“ aus Polen, gegen die sie in der Vorrunde schon nach zehn Sekunden verloren hatten.

Im ersten Achtelfinale dann die große Überraschung. Die „SKC Oldies“ platzten förmlich vor Ehrgeiz. Es galt ja die Ehre des SKC hochzuhalten und Platz drei des Vorjahres zu verteidigen. Nach dem Startsignal gab es kein Halten. Durch eine ideale Symbiose aus Kraft, Kondition und Synchronität putzten die Stralsunder den haushohen Favoriten in gerade einmal zwölf Sekunden aus dem Becken. Eine gelungene Revanche, der Knoten war endlich geplatzt. Von da an gab es keinen Gegner mehr, der es mit den „SKC Oldies“ aufnehmen konnte. In jedem Rennen machten sie kurzen Prozess mit ihrem Gegenüber und ließen im abschließenden Finale auch der bis dato unbesiegten „Totenkopfbande“ nicht die Spur einer Chance. Riesenjubel und ein Freudentanz dann bei den Kanuten des SKC. Der Pokal bleibt erstmals in Stralsund!

Rennleiter Achmed Ewert, zugleich Starter und Schlagmann der „SKC Oldies“, nahm den vom Hansedom gestifteten wunderschönen „Seesternpokal“ entgegen und bedankte sich bei seinem Team aus Sportlern und Helfern. Besonderer Dank geht an den Hansedom. Wie in den Jahren zuvor hatten die Verantwortlichen ein offenes Ohr und haben begeistert dazu beigetragen diese Veranstaltung zu ermöglichen. Das Team des Hansedom unterstützte nicht nur mit Sponsoring und Bereitstellung der technischen Mittel, sondern stellte sogar eine eigene Mannschaft.

Einen Wehrmutstropfen gab es dann aber doch noch. Das Team des Hansedom war erneut das einzige „Werksteam“ und somit auch alleiniger Sponsor. Es wäre schön, wenn es auch andere Stralsunder Firmen schaffen würden sich im Hansedom zu treffen.

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