26. Mai 2018 | Kanu-Rennsport

Weltcup Duisburg: Rendschmidt und Oeltze/Kretschmer sorgen für weitere DKV-Siege

Max Rendschmidt (Essen) im K1 der Herren über 1000m sowie Yul Oeltze (Magdeburg) und Peter Kretschmer (Leipzig) im C2 über 500m erkämpften am 2. Wettkampftag in Duisburg weiteres Weltcup-Gold für den DKV. Außerdem gab es drei Mal Bronze für die deutschen Boote.
Weltcup Duisburg: Rendschmidt und Oeltze/Kretschmer sorgen für weitere DKV-Siege
Max Rendschmidt auf dem Weg zu Weltcup-Gold

Im ersten A-Finale des heutigen Tages mit deutscher Beteiligung im K1 der Herren über 1000m richteten sich die Blicke der Kanufans an der Duisburger Regattabahn insbesondere auf das Duell der beiden deutschen Boote mit den Olympiasiegern und Weltmeistern Max Rendschmidt und Tom Liebscher. Der Essener erarbeitete sich mit einem offensiven Start leichte Vorteile, überließ dann zwischenzeitlich dem Belgier Artuur Peters die Führung, holte sich diese dann aber auf dem letzten Streckenviertel zurück, machte so den Sieg vor Peters und dem amtierenden Weltmeister Tom Liebscher perfekt und stellte sogleich noch einen persönlichen Rekord auf: „Ich bin im K1 im Wettkampf noch nie unter 3.30 Minuten gefahren und hier jetzt 3:26.559 Minuten, das ist echt der Hammer. Mein Ziel war der A-Endlauf und dann wollte ich schauen was geht, ich habe ja im Einer international noch keine große Erfahrung. Es hat alles geklappt. Man darf aber nicht vergessen, es ist am Anfang der Saison, ich muss noch zeigen, dass ich diese Leistung halten kann, aber ich gebe mein Bestes.“ Bronzemedaillengewinner Tom Liebscher zeigte sich ebenfalls zufrieden und meinte: „Ich habe die Form nach Szeged halbwegs pünktlich wiedergefunden, Max war heute der verdiente Sieger, aber er wird es im Training in den kommenden Wochen nicht leicht haben, das kann ich ihm versprechen. Heute hat noch einiges bei mir gefehlt, aber es geht weiter nach oben“, so der Dresdner.

Gold Nummer zwei erkämpften im C2 über 500m ungefährdet die 1000m-Sieger vom Vortag Yul Oeltze und Peter Kretschmer. Sie setzten sich diesmal vor den Polen Kitewski/Barniak und dem chinesischen Boot Wang/Li durch. Peter Kretschmer sagte zu ihrem Rennen: „Nachdem wir im Vorlauf sehr souverän gefahren sind, lief es im Finale teilweise ein bisschen holprig. Es ist ja unser erster gemeinsamer Wettkampf über diese Distanz und nach dem gestrigen Sieg nun das Sahnehäubchen.“

Im C1 über 1000m hatte zuvor der amtierende Weltmeister Sebastian Brendel (Potsdam) hinter Martin Fuksa (CZE) und Isaquias Queiroz des Santos Bronze geholt. „Der Abstand nach vorn hätte zwar ein bisschen kleiner sein können, aber ich bin auf dem Podium, von daher ist es okay. Ich habe mich sauber qualifiziert und kann nun entspannt die nächsten Aufgaben angehen. Bis zur WM ist ja noch genug Zeit“, kommentierte der Potsdamer sein Resultat.

Die dritte Bronzemedaille steuerte der C2 der Damen über 500m mit Lisa Jahn (Berlin) und Sophie Koch (Karlsruhe) zur DKV-Bilanz am heutigen Tag bei. Sie mussten sich lediglich den Weltmeisterinnen Vincent/Vincent-Lapointe aus Kanada und dem Boots aus China Ma/Sun geschlagen geben. Lisa Jahn meinte danach: „Ich hatte schon etwas Schiss vor dem Finale, wir hatten ja noch keine Wettkampfzeit und wussten daher nicht wo wir stehen. Ich habe mich im Finale dann voll auf die Kanadierinnen konzentriert und einfach versucht dranzubleiben. Das war auf jeden Fall gut. Aber man darf nicht vergessen, dass hier noch einige starke Nationen wie z. B. Ungarn, Russland und Weißrussland fehlten.“

Weitere A-Finalplatzierungen gab es im K2 der Herren über 200m mit Rang vier für Felix König und Timo Haseleu (beide Potsdam), im K2 der Damen über 500m fuhren Jasmin Fritz (Magdeburg) und Steffi Kriegerstein (Dresden) auf Platz fünf und der K2 der Herren über 500m mit Saeid Fazloula (Karlsruhe) und Lukas Reuschenbach (Oberhausen) belegte Platz sechs.

 

In weiteren Vor- und Zwischenläufen am zweiten Wettkampftag sicherten sich im C1 über 500m Stefan Kiraj und Jan Vandrey (beide Potsdam) jeweils als Vorlaufsieger die Finalteilnahme am Sonntag. Ebenfalls mit einem Vorlaufsieg direkt ins Finale fuhr der K4 der Herren mit Max Rendschmidt, Ronald Rauhe (Potsdam), Tom Liebscher und Max Lemke (Mannheim-Sandhofen). In den Semifinals im K1 der Herren über 500m qualifizierten sich Marcus Groß (Berlin) mit Rang zwei und Jacob Schopf (Berlin) als bester Dritter für das A-Finale. Weitere acht DKV-Boote sind morgen Vormittag in den Semifinals vertreten.

Text: H.-P. Wagner, Foto: H. Schoon

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