14. Dezember 2008 | Kanu-Rennsport

Erfolgszweier Rauhe/Wieskötter peilt London 2012 an

Nach dem „Silber-Finale“ von Peking zunächst im Ungewissen über die gemeinsame Zukunft, richtet der langjährige Paradezweier des Deutschen Kanu-Verbandes Ronald Rauhe und Tim Wieskötter seinen Blick nunmehr auf neue Herausforderungen. Erstes Nahziel für das Potsdamer Erfolgs-Duo sind dabei die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr in Dartmouth/Kanada.
Erfolgszweier Rauhe/Wieskötter peilt London 2012 an
Gemeinsam erfolgshungrig: Rauhe/Wieskötter

„Wir haben uns mit dem nötigen Abstand zu den Olympischen Spielen zusammengesetzt und unsere sportlichen Ziele abgeglichen. Das haben wir nach Athen bereits so gehandhabt und es jetzt unabhängig vom Ergebnis von Peking wieder getan. Dabei haben wir festgestellt, dass unsere Ziele identisch sind. Wir wollen nächstes Jahr wieder im Zweier angreifen. Unser langfristiges Ziel sind die Olympischen Spiele 2012 in London“, unterstrich Schlagmann Ronald Rauhe.

Dass die Karten im Nationalteam nach den Worten Chefcoach Reiner Kießler im Hinblick auf die Weltmeisterschaften im kommenden Jahr „neu gemischt“ werden, stört die beiden Ausnahmeathleten kaum. „Wir haben bei den nationalen Qualifikationen über 500m im Einer immer gute Leistungen gezeigt und uns im vorderen Feld platziert. Ich mache mir deshalb keine größeren Sorgen, dass uns jemand den 500m-Zweier streitig macht, meint der 27-jährige Sportmarketing-Student Ronald Rauhe zum anstehenden Neuaufbau des Nationalteams.

Neben dem 500m-Zweier liebäugelt Tim Wieskötter außerdem mit der Option, sich eventuell für den Einer über 1000m zu empfehlen. „Wenn ich fit und so gut drauf bin wie in diesem Jahr bei der nationalen Quali, dann wäre beides schon zu verkraften. Zunächst aber will ich erstmal schauen wie ich durch den Winter komme und mich nicht jetzt schon unter Druck setzen“, so der 29-Jährige zu seinen Ambitionen. Für ihn gelte es erstmal wieder Anschluss im Training zu finden. Nach einer längeren Pause im Anschluss an die Spiele von Peking hinderte ihn eine Schleimbeutelentzündung weitere vier Wochen am Training. So konnte er erst Ende November wieder einsteigen und sieht daher für sich noch „Nachholbedarf“. Zudem erlaubt ihm auch das im September begonnene Logistik-Studium an der Fachhochschule Wildau derzeit nicht die Trainingsumfänge wie vor den Olympischen Spielen.

Auch Ronald Rauhe tritt wegen seines Studiums an der Uni Potsdam derzeit mit dem Trainingsumfang etwas kürzer und fährt nach eigener Einschätzung gut damit: „Ich gehe jetzt noch motivierter an das Training heran und so ist der Trainingseffekt qualitativ keineswegs geringer.“

Zudem können beide bei ihrer Umstellung im Training auf ihren langjährigen und unlängst als „Trainer des Jahres 2008“ ausgezeichneten Erfolgscoach Rolf-Dieter Amend bauen. „So erfolgreich wie er über viele Jahre hinweg gearbeitet hat, hat er diese Auszeichnung mehr als verdient. Ich habe mich tierisch gefreut für ihn“, bekannte Tim Wieskötter, und Ronald Rauhe merkte an: „Ihn als Rückhalt zu haben, gibt uns sehr viel Selbstvertrauen“.

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